Meyer über Seoane: «Er ist einer von uns, er lebt den FCL»
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Der neue Trainer Gerardo Seoane und Sportchef Remo Meyer. (Bild: jal)

Wahl habe nichts mit Absage von anderen zu tun Meyer über Seoane: «Er ist einer von uns, er lebt den FCL»

2 min Lesezeit 1 Kommentar 09.01.2018, 09:21 Uhr

Gerardo Seoane übernimmt das Zepter bei der 1. Mannschaft des FC Luzern. Sportchef Remo Meyer ist überzeugt, dass der 39-Jährige das Ruder rumreissen kann – und es kein Risiko ist, mit einem Super-League-Neuling in den Abstiegskampf zu gehen.

Der 39-jährige Gerardo Seoane wird definitiv neuer FCL-Cheftrainer. Der Rothenburger erhält einen Vertrag bis Ende Juni 2019, wie der FCL am Dienstagvormittag mitteilt.

Am frühen Nachmittag hat der FCL den neuen Chefcoach vorgestellt. «Wir sind zu 100 Prozent überzeugt von Gerardo Seoane», sagte Sportchef Remo Meyer vor den zahlreich erschienenen Medien. «Er ist einer von uns, er lebt den FC Luzern.»

Die Vereinsspitze hat nach Aussagen von Meyer auch mit anderen Kandidaten Gespräche geführt. Namen fielen indes keine. Doch sehr schnell habe sich abgezeichnet, dass Seoane die ideale Lösung sei. Die Wahl sei aber nicht auf Seoane gefallen, weil andere Kandidaten abgesagt hätten, so Remo Meyer.

Mit Neuling in den Abstiegskampf

Bereits am Samstag hat Seoane die erste Mannschaft ad interim übernommen und wurde als definitiver Nachfolger von Markus Babbel gehandelt. Nicht zuletzt, weil er bereits beim FCL tätig ist und als günstige Lösung gilt – der FCL muss bekanntlich das Budget einhalten (zentralplus berichtete).

Doch Gerüchten zufolge wollte er nicht nur als Notnagel herhalten, der bis Ende Saison übernimmt. Seoane sagte am Dienstag dazu: «Der Ablauf war für mich völlig okay.» Er habe sich seit einiger Zeit darauf vorbereitet. Mit dem mehrjährigen Vertrag hat der Verein ihm seinen Wunsch erfüllt.

Seoane ist seit Juli 2011 als Nachwuchstrainer beim FCL tätig und hat – abgesehen von zwei interimistischen Einsätzen an der Seitenlinie der 1. Mannschaft – keine Erfahrung in der obersten Liga.

Ist es nicht riskant, mit einem Super-League-Neuling in den Abstiegskampf zu steigen? Sportchef Remo Meyer schüttelt den Kopf. «Ich bin überzeugt, dass das die beste Lösung für den FCL ist und wir in der Super League bleiben.»

Assistent wird Silberbauer

Assistent von Seoane wird der Däne Michael Silberbauer, der bereits seit März 2016 Teil des Luzerner Trainerteams ist. Wie das Team in die Rückrunde startet, ist noch offen. Remo Meyer wiederholte am Dienstagnachmittag, dass der FCL zwar keine grossen Sprünge machen kann – einen Zuzug schliesst er aber nicht aus.

Sportchef Remo Meyer informiert über den neuen FCL-Trainer.

Für Sportchef Remo Meyer ist Seoane die ideale Besetzung.

(Bild: jal)

Der neue Trainer fliegt am kommenden Freitag mit der Mannschaft ins Trainingslager nach Marbella. Wer neuer U21-Trainer wird, ist noch offen, sagte Remo Meyer. «Das haben wir noch nicht entschieden.»

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1 Kommentare
  1. Priska Häller, 09.01.2018, 15:53 Uhr

    Für Gerardo Seoane und dem FCL ist es ein Risiko als Cheftrainer zu nehmen. Es ist etwas anderes eine Super-League Mannschaft zu trainieren als eine U21 Mannschaft. Auch er muss erfolgreich sein, wenn er längerfristig beim FCL bleiben will. Der FCL muss sich neu aufstellen um nachhaltig zu überleben. So wird der FCL auch für Unternehmen und Private interessant. Man kommt so zu mehr Geld. So kann man mehr für Spieler ausgeben.

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