Luzerner Corona-Skeptiker Heisler akzeptiert Berufsverbot nicht
  • Politik
Dem Ebiker Corona-Skeptiker Heisler wurde im Frühling die Berufserlaubnis als Arzt entzogen. Jetzt zieht er das Urteil vors Bundesgericht. (Bild: Screenshot SRF)

Umstrittener Hausarzt zieht vor Bundesgericht Luzerner Corona-Skeptiker Heisler akzeptiert Berufsverbot nicht

3 min Lesezeit 11 Kommentare 18.05.2021, 17:18 Uhr

Der Ebiker Hausarzt und Corona-Skeptiker Andreas Heisler macht abermals von sich reden. Vergangene Woche hat er zusammen mit Gesinnungsgenossen Strafanzeige gegen die Task-Force des Bundes gestellt. Jetzt wurde bekannt, dass Heisler wegen des Enzugs seiner Berufserlaubnis vor Bundesgericht zieht.

Sie machen aus ihrer Überzeugung keinen Hehl. Sie sind gegen Masken, Impfungen und den Staat. Sie zweifeln die Gefährlichkeit des Corona-Virus an. Bei Demos sorgens sie immer wieder für Unruhe – auch in der Zentralschweiz. Mitten unter ihnen ist der corona-skeptische Hausarzt Andreas Heisler aus Ebikon (Luzern). Er gilt als prominenter Kopf der Corona-Skeptiker-Szene, ist regelmässiger Redner an Corona-Demos.

Immer wieder hat der massnahmenkritische Mediziner in der Vergangenheit wegen seiner fragwürdigen Praktiken für Wirbel gesorgt. Das hat den Mediziner nicht zuletzt seine Zulassung gekostet. Akzeptieren will er das aber nicht.

Corona-Skeptiker-Arzt akzeptiert Urteil des Luzerner Kantonsgerichts nicht

Die Vorwürfe an Heisler wiegen schwer. So soll er bei der Behandlung von Patienten in seiner Hausarzt-Praxis während der Corona-Pandemie keine Maske getragen haben. Und zudem auf schriftliche Anfrage Maskendispense ausgestellt haben, ohne die betreffenden Patienten je gesehen zu haben. Der Fall Heisler landete vor Gericht. Im Februar 2021 wurde Heiser vom Luzerner Kantonsarzt die Berufserlaubnis entzogen.

Der Corona-Skeptiker zieht nun das Urteil des Luzerner Kantonsgerichts wegen des vorsorglichen Entzugs seiner Berufsausübungsbewilligung durch die kantonale Dienststelle Gesundheit und Sport weiter, wie die «Luzerner Zeitung» berichtet. Somit landet der Fall vor dem Bundesgericht.

Die Argumente mit denen der corona-skeptische Arzt gegen des Entscheid des Kantonsgericht vorgehen will, sind bisher nicht bekannt. Heislers Anwalt nimmt dazu keine Stellung. Heisler wird vor Bundesgericht erklären müssen, warum er für seine Ebiker Praxis zwar ein Corona-Schutzkonzept einreichte, sich aber nicht daran hielt. Ein anderer Vorwurf lautet, dass sich Heisler, nachdem im Januar eine einwöchige Schliessung seiner Praxis angeordnet wurde, nicht daran hielt, wie die Polizei damals feststellte.

Staatsanwaltschaft bestätigt Strafanzeige gegen Bund

Zuletzt hatten die Mitstreiter von Heisler vergangene Woche für Furore gesorgt, als sie den Bund ins Visier genommen haben und gegen die Covid-19-Task-Force des Bundes Strafanzeige stellten (zentralplus berichtete). zentralplus liegt die besagte Strafanzeige vor, die auf den 12. Mai 2021 datiert ist und 94 Seiten umfasst.

Erst noch unbestägigt, bestätigt Christian Philipp, Sprecher der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, am Montag auf Anfrage von zentralplus, dass bei der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat eine entsprechende Strafanzeige eingegangen ist. «Wie üblich wird diese Strafanzeige vorerst geprüft, um alsdann über das weitere Vorgehen zu befinden», sagt Philipp.

Vorwurf der «vorsätzlichen und erfolgreicher Schreckung der Bevölkerung»

Federführend für die Strafanzeige ist der Corona-Skeptiker-Verein «Corona Reset» mit Sitz in Emmenbrücke. In einer Mitteilung schreiben die Anzeigensteller, dass gegen Martin Ackermann, den Leiter der Task-Force und allenfalls weitere Tatbeteiligten «Strafanzeige wegen vorsätzlicher und erfolgreicher Schreckung der Bevölkerung eingereicht wird.

Als Anzeigeerstatter sind 13 Parteien gelistet – sowohl Vereine als auch Privatpersonen. Auch Heislers Vereinigung «Aletheia – Medizin und Wissenschaft für Verhältnismässigkeit», der rund 140 Mediziner angehören und dessen Gründer der Ebiker Arzt ist, war eine der Anzeigestellerinnen.

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11 Kommentare
  1. retep rennaw, 24.05.2021, 09:41 Uhr

    Nicht Corona-Skeptiker, sondern Massnahmen Pazifist. Frau Dominique Rais, Ihre Einleitung kommt mir sehr quer rüber. Was, wenn die «Querdenker» letztendlich doch Recht haben? Zu unser aller Glück zweifeln genau diese «Querdenker» (die noch selber denken) die staatlichen Massnahmen an. Sie sind gegen Masken, (weil diese wenig nützen, vor allem im Freien) Impfungen, (deren Schädlichkeit noch niemand genau kennt) und den Staat, (der weite Teile der Bevölkerung finanziell und wirtschaftlich ruiniert). Ich danke von ganzem Herzen diesen Mitbürger:Innen für deren Zivilcourage.

    1. Martin Keiser, 24.05.2021, 10:15 Uhr

      Massnahmen-Pazifist. Unglaublich, auf welch beschönigende Bezeichnungen diese Flacherdler für sich noch so kommen. Wenn ihre Wahrheit so universell ist, werden sie ja das Covid Gesetz sicherlich erfolgreich bekämpfen können.

    2. Roli Greter, 25.05.2021, 16:57 Uhr

      Herr Keiser, haben Sie Kontakte zu Flacherdlern? Es würde mich brennend interessieren wie es dazu gekommen ist diese Leute kennenzulernen. Danke

  2. René Schmid, 19.05.2021, 20:02 Uhr

    Jetzt muss ich doch noch kommentieren!
    Hier haben nur so Aluhut Schwurbler und andere ewiggestigen Geister kommentiert. Solche «Ärzte» sollten sofort aus der Gesundheitsversorgung entfernt werden. Sofort!
    Die Verschwöhrungs Anhänger sind schon genug aktiv. Bin froh eine wirkliche Hausärztiin zu haben.
    Berufsverbot ist das mindeste!!

    1. Peter Bitterli, 20.05.2021, 09:57 Uhr

      Schmid! Berufsverbot gestützt auf welches Gesetz? Ein eigener Kopf als Delikt? Sie sind mir ja eine ganz unheimliche Figur!

    2. Roli Greter, 20.05.2021, 16:55 Uhr

      Interessant dass Ihre Zeile trotz offensichtlicher Beleidigung den Weg in die Kommentarspalte geschafft hat. Und das ganz ohne Argumente. Hut ab!

  3. Andreas Peter, 18.05.2021, 19:00 Uhr

    Es wird ja täglich klarer, dass diese ganzen Massnahmen übertrieben waren und das gelogen und getrickst wurde, um die Bevölkerung in Angst und Schrecken zu halten.
    Die Wahrheit kommt langsam ans Licht und die selbsternannten «Guten» werden ihre verheerenden Massnahmen zu rechtfertigen haben.

    1. René Schmid, 19.05.2021, 20:03 Uhr

      So ein Stuss!!

    2. Marc Mingard, 19.05.2021, 21:25 Uhr

      An Herrn Schmid:
      Es gibt mittlerweile Dutzende von Studien welche dies belegen. Wir haben in den vergangenen 18 Monaten durchaus genügend vergleichbare Felderfahrungen gemacht.
      Es gibt natürlich genügend Gegenstudien, welche halt bei genauerer Betrachtung interessanterweise fast ausschliesslich aus einer Ecke finanziert werden, was bei ersteren nicht der Fall ist. Böse ist wer Böses dabei denkt. Nun solche Zusammenhänge kennen wir ja bereits aus der Tabak- oder auch anderer Industrien (DuPont, Exxon, Monsanto um nur ein paar wenige zu nennen).
      Für mich genügend Indizien ihr „So ein Stuss“ mit einem Lächeln zur Kenntnis zu nehmen. Die Zeit arbeitet eindeutig für Menschen, die authentisch agieren, egal wie verzweifelt die derzeitigen (finanziellen) Nutzniesser die Situation ausnutzen.

  4. Peter Bitterli, 18.05.2021, 18:03 Uhr

    Bis das Bundesgericht entscheidet, stehen die Hardcoronisten und Panikmacherinnen ihrerseits vor den Schranken der Gerichte.

  5. Roli Greter, 18.05.2021, 17:44 Uhr

    Frau Rais, Sie schreiben dass Massnahmenskeptiker (der Richtigkeit halber habe ich den Begriff angepasst) bei Demos immer wieder für Unruhe sorgen.
    Können Sie mir erklären inwiefern die ausschliesslich friedlich demonstrierenden Menschen für Unruhe sorgen? Haben Sie entsprechendes Bildmaterial um Ihre Aussage zu beweisen?

    Danke im Voraus, und falls Sie Interesse an «Unruhematerial» seitens Polizei haben; schreiben Sie mir. Es ist reichlich vorhanden und darf gerne veröffentlicht werden.

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