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Klage gegen «Bozzetto»-Autor Beyeler löst sich in Luft auf
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Hatte Zeugen für die Geldübergabe: Der Luzerner Hermann Alexander Beyeler.

Projekt-Mitarbeiter einig mit Luzerner Mäzen Klage gegen «Bozzetto»-Autor Beyeler löst sich in Luft auf

2 min Lesezeit 31.10.2018, 10:30 Uhr

Vor vier Jahren publizierte der Luzerner Kunstmäzen und Immobilienhändler Hermann Alexander Beyeler den ersten Teil seiner «Bozzetto»-Trilogie. Anfang 2018 meldeten sich zwei am Werk Beteiligte, sie müssten ihr Honorar vor Gericht erstreiten. Nun haben Julian Loidl und Christina Herzog ihre Forderungen zurückgezogen. 

Er gilt als illustre Person mit Wurzeln in der russischen Zarenfamilie, Mäzen und erfolgreicher Immobilienunternehmer: Hermann Alexander Beyeler. Der Geschäftsmann aus Littau hat aber noch eine andere Leidenschaft: das Schreiben. So publizierte er nicht nur mehrere Kinderbücher, sondern bisher auch zwei Bände einer Thriller-Reihe um einen Entwurf von Michelangelos jüngstem Gericht (zentralplus berichtete).

Vor einem solchen hatte auch Beyeler zu erscheinen, wenn auch nicht persönlich und nur vor einem Friedensrichter. Für ihn dennoch ärgerlich, denn: «Ich zahle eine Rechnung nicht zweimal.»

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Ergebnislose Verhandlung vor Friedensrichter

Was war geschehen? Den ersten Teil der «Bozzetto»-Trilogie hat Beyeler 2014 an der Frankfurter Buchmesse präsentiert. Neben der gedruckten Ausgabe erschien das Werk auch als Hörbuch, gesprochen vom österreichischen Schauspieler Julian Loidl. «Ich habe ihm das vereinbarte Honorar vor Zeugen überreicht», erklärt Beyeler. Und auch die deutsche Christina Herzog, die für das «Bozzetto»-Projekt Teile der Medienarbeit erledigt hat, machte Honorarforderungen geltend – auch sie wurde laut Beyeler längst entschädigt.

«Ich habe ihm das vereinbarte Honorar vor Zeugen überreicht.»

Hermann Alexander Beyeler, Autor von «Bozzetto»

Dennoch sollten sich die Parteien im Frühjahr vor dem Luzerner Friedensrichter treffen. Sollten, denn an der Verhandlung sei mit Ausnahme seines eigenen Anwalts niemand erschienen, sagt der 66-jährige Beyeler. Da die Verhandlung ergebnislos verlief, sei auch nie eine Klageberechtigung erteilt worden.

Zeugen bestätigten Geldübergabe

Tatsächlich zeigen zentralplus vorliegende Vereinbarungen der Parteien, dass der Streit beigelegt ist. Man werde die Klage vor dem Luzerner Gericht nicht weiterverfolgen und auch Zahlungen seien keine geflossen, heisst es im unterzeichneten Schriftstück. Die Rede ist aber von ausführlichen Diskussionen. Was hat es damit auf sich? Die beiden Kläger wollten sich gegenüber zentralplus nicht zur Sache äussern.

Hermann Alexander Beyeler sagt, es hätte einiges an Überzeugungskraft benötigt, er hätte aber Zeugen beibringen können, welche die Geldübergabe bestätigten. «Aufgrund meiner zahlreichen literarischen, bautechnischen und geschäftlichen Projekte dauerte es bis diesen Herbst, den Streit beizulegen», so der Luzerner.

Wie zum Beweis, dass er Loidl nicht Gram sei, ruft Beyeler seinen Anwalt in Wien an und ersucht ihn, den Sprecher für sein zweites «Bozzetto»-Hörbuch zu engagieren. «Wissen Sie», erklärt der Littauer seinen Entscheid, «ich kenne niemanden, der über eine so tolle Stimme verfügt.»

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