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«Kaffeekranz» schenkt im Himmelrich reinen Wein ein
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Die Gründer von Kaffeekranz Florian Junker (links) und Patrick Lüthold haben sichtlich Spass an ihrem neusten Projekt. (Bild: zar)

Luzerner Velo-Gastronomen werden sesshaft «Kaffeekranz» schenkt im Himmelrich reinen Wein ein

3 min Lesezeit 28.11.2019, 09:39 Uhr

Was mit einer Kaffeemaschine auf einem Lastenvelo angefangen hat, erreicht an diesem Samstag einen weiteren Höhepunkt: «Kaffeekranz» eröffnet im Himmelrich sein erstes Lokal – «ein Ort des Genusses», wo auch Liebhaber des pestizidfreien Weines auf ihre Kosten kommen.

Kaffee und Wein, beides in «absoluter Topqualität». Das verspricht das neuste Gastroprojekt in der ABL-Überbauung Himmelrich, das diesen Samstag eröffnet: das «Kaffeekranz». Der Name allerdings lässt keinen Zweifel offen. Erste Geige spielen wird in Luzerns neustem Lokal – dampfender, schwarzer Röstbohnensaft, in all seinen Variationen. Vom Café Crème, pardon Americano, für 4.40 Franken bis zur ausgefallenen Kaffeekreation für fast 8 Franken.

Dass Kaffee für die «Kaffeekranz»-Crew weitaus mehr ist als eine muntermachende Mundspülung, das verdeutlicht nicht nur das angeregte Gespräch mit Florian Junker (natürlich bei einer Tasse Espresso), sondern auch das Konzept des neuen Lokals. Denn die Kaffeebar an der Claridenstrasse 4 wird nicht nur Platz für bis zu 40 Leute bieten, sondern auch eine eigene Rösterei beheimaten.

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Bio-Wein zu «sehr attraktivem Preis»

Man wolle den Gästen ein bis anhin ungekanntes Kaffeeerlebnis bieten, von der grünen Bohne bis zum gepressten Saft im Porzellantässchen. Dazu wird auch das Herzstück des Ladens beitragen: «Eine Kaffeemaschine, wie es sie in der Stadt Luzern wohl kein zweites Mal gibt», so Junker.  

Das andere Steckenpferd des «Kaffeekranz» wird die Weinkarte sein. Über 40 Sorten sind im Angebot, ausnahmslos bio und aus kleinen Betrieben. Und während man sich bei Kaffee und Snacks (mehr liegt wegen einer fehlenden Küche nicht drin) an den umliegenden Preisen orientiert habe, könne man die auserlesenen, vergorenen Bio-Traubensäfte zu einem «sehr attraktiven Preis» anbieten. Auch weil «Kaffeekranz» einen Grossteil direkt importiert.

Warum ein eigenes Café? Weil es Spass macht!

Ob Kaffee oder Wein: Was Junker und Lüthold anpacken, machen sie aus Überzeugung und mit Leidenschaft. Und weil es Spass macht. Als Soziologe mit Masterabschluss (Junker) respektive Doktor in Psychologie (Lüthold) war ihr Weg in die Gastronomie keineswegs vorgezeichnet. Ebenso wenig hätte es an wohl lukrativeren Alternativen gemangelt. Sie aber hatten Bock auf ihr eigenes Ding. Auf Kaffee und Wein, auf einen eigenen «Ort des Genusses», nicht geschaffen für die eine Zielgruppe, sondern, wo alle willkommen seien, so Junker.

«Es ist an der Zeit, sesshaft zu werden.»

Florian Junker, Mitgründer des «Kaffeekranz»

Das eigene Lokal im Himmelrich ist ein weiterer Meilenstein einer Geschäftsidee, die vor gut drei Jahren ihren Anfang nahm. Damals gründeten die ehemaligen Velokuriere Patrick Lüthold und Florian Junker das «Kaffeekranz»; ein Kind zweier Passionen, des Velofahrens und des Kaffees. Noch keine schicke Kaffeebar, sondern vorerst ein Lastenvelo mit aufmontierter Kaffeemaschine. Ein Rettungsanker für schlaftrunkene Pendler, erst am Bundesplatz und dann in der Unterführung des Bahnhofs Luzern.

Alles andere als Schall und Rauch: Das «Kaffeekranz» im Himmelrich wartet mit einem durchdachten Konzept auf. (Bild: zvg)

Allmählich kreuzte Luzerns erste Velo-Kaffeebar auch an Events auf, an Tagungen und Messen, bald in der ganzen Schweiz. Es wuchs nicht nur die Bekanntheit des «Kaffeekranz», sondern auch die Anzahl seiner Velos und Mitarbeiter (auf zuletzt deren sieben). Bis die Gründer befanden: «Es ist nun an der Zeit, sesshaft zu werden.»

Gastro-Profi mit an Bord

Ihren Entscheid bekräftigt hätten nicht zuletzt auch die vielen positiven Rückmeldungen aus der Kundschaft. Zudem haben man schon seit den frühsten «Kaffeekranz»-Tagen den Traum eines eigenen Lokals gehegt. Dass Träume auch jäh platzen können, muss man weder Lüthold noch Junker erklären. Ebenso wenig, dass die Gastrowelt unerbittlich sein kann. Um ein Debakel zu vermeiden, haben die beiden deshalb mit Jan Kaiser einen erfahrenen Gastronomen an Bord geholt.

Ob sich das gelohnt hat, davon kann sich jeder selber überzeugen, ab diesen Samstag um 9 Uhr. Ab dann nämlich steht das «Kaffeekranz» der Öffentlichkeit offen. Wer am Nachmittag reinspaziert, darf gar auf das eine oder andere offerierte Apéro-Häppchen hoffen. 

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