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Im Wellnessbereich sind nun Schneeballschlachten möglich
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Markus Fuchs (l.) und Roman Ziegler planen in der Schneegrotte eine Schneeballschlacht. (Bild: wia)

Luzerner National: Erste Umbauetappe ist fertig Im Wellnessbereich sind nun Schneeballschlachten möglich

3 min Lesezeit 08.11.2019, 14:57 Uhr

Während der letzten fünf Monate wurde der Wellnessbereich des Fitnesspark National aufwendig umgebaut. Zeitgemässer wolle man werden, konkurrenzfähig bleiben. Ausserdem bringt man künftig die Kunden in einer Schneegrotte zum Bibbern.

Seit 19 Jahren gibt es den Migros Fitnesspark National mit dazugehörigem Wellnessbereich. Zeit für einige Neuerungen, befanden die Verantwortlichen. Während fünf Monaten blieben die Saunen – mit Ausnahme jener im Aussenbereich – geschlossen. Das Warten hat für Luzerner Saunafreunde am 11. November ein Ende.

Der Grund des Umbaus? Man will mithalten können. Roman Ziegler, der Verantwortliche der Migros Clubschulen und Fitnessparks sagt: «Leute, die etwa die Wellnessanlage vom Bürgenstock gewohnt sind, sollen auch unser Angebot zu schätzen wissen.»

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Über 100 Liter Bouillon am Tag

Während er redet, knistert im Hintergrund ein Feuer. Wir befinden uns im neu umgebauten Aufenthaltsraum, der sich neben der Saunaanlage befindet. Umgeben von Wänden und Sesseln, die in braunes Kunst-Wildleder gefasst sind. In der Wand eingelassen, brennt eine Feuer-Illusion aus mit LED-Lichtern beleuchtetem Wasserdampf, die orange emporsteigt.

Im gemütlichen Aufenthaltsraum prasselt ein (unechtes) Feuer. Zigarrenrauch ist dennoch unerwünscht.

«Hier wird es Tee und Bouillon geben», sagt Markus Fuchs, der Leiter des Fitnessparks. Ein Extra, das die Saunagänger bereits heute zu schätzen wissen. «Wir haben einen Bouillonverbrauch von täglich über hundert Litern.»

Die Schneekanone kreiert eine Schneewelt

Ein Blick in die Herrensauna – noch immer sind dort Handwerker an der Arbeit – offenbart etwas Besonderes. Eine blauschimmernde Schneegrotte lädt zwischen den Saunagängen zur Abkühlung. Bester Pulverschnee bedeckt den Boden und die Wände. «Dafür ist eine normale Schneekanone im Einsatz, wie man sie von der Skipiste kennt», sagt Fuchs.

Neu wird es also möglich sein, von der 90 Grad heissen Sauna innert Sekunden in einen Raum zu wechseln, in dem es rund 100 Grad kühler ist. «Minus 8 bis minus 13 Grad kalt ist es hier drin», sagt Fuchs.

Wer die Kälte mag, kommt hierher.

Die Abwärme, die durch die Kühlung der Kammer entstehe, werde direkt ins eigene Netz gespiesen und zur Erwärmung des Badewassers genutzt. «Wir werden dadurch weniger Erdöl brauchen», sagt Fuchs.

Für Männer gibts Infrarot, für Frauen ätherische Düfte

Vier Saunen wird es für die Herren geben. Eine Trockensauna, die bis zu 85 Grad warm wird, ein Sanarium (60 Grad), eine Aufgusssauna (bis 90 Grad) sowie eine kühlere Infrarotsauna, die besonders für Gelenke und Muskelkater wohltuend sei.

Bis auf die Infrarotsauna ist das Angebot für die Frauen identisch. Diesen stünden stattdessen zwei Infrarotsessel zur Verfügung. Ausserdem gibt es dort neuerdings eine sogenannte «Duftgrotte», ein 37 Grad warmer Raum, der nach ätherischen Ölen duftet.

Einschlafen leicht gemacht

Ein Ruheraum mit Wasserbetten steht allen Gästen zur Verfügung. «Erfahrungen in Basel haben gezeigt, dass man auf diesen Betten sehr leicht einschlafen kann», sagt Markus Fuchs belustigt.

Der Umbau der 700-Quadratmeter grossen Saunalandschaft für 6,4 Millionen Franken ist der erste von vier Schritten. In einem zweiten Schritt werden ab Januar die Fitnessräume erweitert. Das Angebot soll während dieser Phase uneingeschränkt zur Verfügung stehen.

Der Ruheraum ist mit Wasserbetten ausgestattet.

Im Sommer 2020 beginnt die dritte Etappe: Die Erneuerung der Bäder und der Aussensauna. Diese wird zur finnischen «Kelo-Sauna» umgebaut. Die Schwimmbecken bleiben unverändert gross. In einem vierten Schritt werden im Sommer 2021 die Garderoben und der Empfangsbereich modernisiert. Insgesamt betragen die Kosten des Umbaus 9,4 Millionen Franken.

Obwohl die neue Wellness-Landschaft in wenigen Tagen eröffnet wird, wuseln noch jene Menge Handwerker im Haus herum. Ob man das Stichdatum überhaupt einhalten kann? «Oh ja. Sonst würde ich eine Menge Wetten verlieren», sagt Markus Fuchs.

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