Im Kulturhof Hinter Musegg in Luzern gehen bald zwei Türen auf
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Freut sich auf die bevorstehende Saison: Corinne Husmann, die Co-Leiterin des Hofes. (Bild: Leandra Ferrario)

Vom Kuhstall zum Hofladen umfunktioniert Im Kulturhof Hinter Musegg in Luzern gehen bald zwei Türen auf

4 min Lesezeit 18.04.2021, 14:30 Uhr

Die Hofbeiz auf dem Kulturhof ist seit sechs Jahren in Betrieb. Ende April eröffnet die Co-Leiterin des Hofs einen neuen Bio-Hofladen. Doch bis es losgehen kann, hat Corinne Husmann noch einiges zu tun.

Die Stimmung auf dem Kulturhof Hinter Musegg nahe der Stadtmauer gleicht einem Marktplatz: Es wird gewerkelt und geputzt, Bier und Kaffee gebraut, umgebaut und gleichzeitig werden noch die Ziegen gefüttert. Und mittendrin steht Corinne Husmann. Die Co-Leiterin des Hofs sorgt dafür, dass die Hofbeiz und auch der neue Hofladen bis zum 30. April parat sind für die neue Saison. 

Keine leichte Aufgabe – denn die eigentlichen Bewohner des neuen Ladenlokals, die vier schottischen Hochlandrinder, sind erst am Sonntag auf die Weide nebenan gezügelt worden. Dort bleiben sie den ganzen Sommer lang, bis die Hofbeiz und der Hofladen im September wieder in die Winterresidenz der Rinder zurückverwandelt werden.  

Produkte von der Hofbeiz werden auch im Hofladen angeboten

Die Idee, den Stall im Sommer als Hofladen zu verwenden, entstand letzten Herbst: «Der Ursprungsgedanke war, dass wir alle Produkte, die wir in der Hofbeiz verwenden und servieren, auch in unserem Hofladen anbieten können», so Corinne Husmann.

Während der letzten Saison hat sie festgestellt, dass besonders bei Schweizer Touristen die Nachfrage nach regionalen Produkten sehr gross ist. Im Hofladen sind daher fast ausschliesslich regionale Produkte zu finden, von Eiern, Milch, Fleisch und Eingemachtem bis hin zu Gemüse, Früchten, Öl und diversen Geschenkartikeln.

Auch hausgemachtes Brot und das «Mispel-Chutney» vom Hof fehlen nicht. Einzig die Weine, der Kaffee und die Schokolade stammen nicht aus dem 40-Kilometer-Radius um den Hof – dafür sind sie aber, wie auch der gesamte Rest des Sortiments, zu 100 Prozent bio. 

Gastro-Saison kann wie geplant starten

Direkt neben dem kleinen Laden, wo momentan noch die Futterklappen für die Rinder zu sehen sind, befindet sich die Ausschank-Theke der Hofbeiz. Diese bietet rund 40 Sitzplätze draussen. Dass der Bundesrat die Öffnung der Restaurantterrassen wieder erlaubt, ist für den Kulturhof eine grosse Erleichterung. Jetzt kann die Gastro-Saison wie geplant starten.

«Das Restaurant ist vor allem für Familien ideal, da die Kinder zum Beispiel nebenan die Tiere beobachten und sich auf dem Hof austoben können.»

Corinne Husmann

Genau wie der Hofladen ist die Beiz ab Mai von Montag bis Freitag jeweils von 12.30 bis neu 19 Uhr statt wie bisher 17 Uhr offen. Es werden Getränke und kleinere Snacks wie Kuchen oder Glace angeboten, welche die Gäste im Freien zu sich nehmen können. 

Foodwaste soll vermieden werden

Freitags und samstags sind ab 16 Uhr Speisen einer kleinen Karte erhältlich und ab 18 Uhr ist zusätzlich die warme Küche mit dem Abendmenu offen. Das Menu wird saisonal gestaltet. Vegi oder Fleisch und auch die Anzahl der Gänge können frei gewählt werden. Besonders beliebt war letzte Saison ausserdem das «Buure-Zmorge», das aufgrund der grossen Nachfrage neu nicht nur sonntags, sondern auch jeden Samstag ab 9.30 Uhr angeboten wird.

Für die Betreiberinnen ist Foodwaste ein wichtiges Thema: Alle Produkte aus dem Hofladen, welche kurz vor dem Ablaufdatum stehen, werden in der Hofbeiz verarbeitet. 

Bis jetzt ist der Kulturhof in der Umgebung als Quartierbeiz und als Ort für kleinere Events, Geburtstage oder Tagungen bekannt. Dies soll sich laut Corinne Husmann nun aber ändern: «Das Restaurant ist vor allem für Familien ideal, da die Kinder zum Beispiel nebenan die Tiere beobachten und sich auf dem Hof austoben können», so die 25-Jährige.

Auch Städterinnen sollen angesprochen werden

Mit verschiedenen Kultur-Angeboten soll diese Saison vermehrt auch die Stadtbevölkerung auf den Hof aufmerksam gemacht werden. Wer beispielsweise die «Olympischen Kulturhofspiele» für einen privaten Anlass oder ein Teambuilding-Event bucht, den erwartet eine spielerische Kombination aus sportlichen Aktivitäten, Wettkämpfen und Denkarbeit. Auch Tierpatenschaften und verschiedene Führungen im Hof sind möglich. 

«Doch bevor das alles losgeht, gibt es noch viel zu tun», meint Corinne Husmann. «Wir freuen uns aber riesig», fügt sie mit einem Lachen hinzu und macht sich dann auf zur Beiz-Theke. Denn da hat bereits ihr nächster Termin gestartet – eine Kaffee-Schulung.

Weitere Eindrücke erhältst du in der Bildergalerie:

Der Text wurde von Leandra Ferrario im Rahmen eines Schnuppertages bei zentralplus verfasst.

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