Emmen: SVP stellt sich gegen die Nordumfahrung
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So sehen die Pläne des Kantons aus. Die Nordumfahrung ist grün eingezeichnet. Doch die SVP Emmen wehrt sich dagegen.

Landverschleiss sei zu hoch Emmen: SVP stellt sich gegen die Nordumfahrung

2 min Lesezeit 1 Kommentar 03.02.2020, 07:15 Uhr

Mit der so genannten «Umfahrung Nord» soll die Seetalstrasse in Emmen Dorf entlastet vom Verkehr entlastet werden. Obwohl noch nichts Konkretes vorliegt, regt sich sich Widerstand gegen die Pläne des Kantons. Die SVP befürchtet einen zu grossen Verlust von Kulturland.

Die so genannte «Umfahrung Nord» ist eine von verschiedenen Varianten mit der Emmen Dorf vom Verkehr entlastet werden soll (zentralplus berichtete). Doch Anwohner aus dem Gebiet Kaspar-Steiner Strasse bekämpfen das Projekt des Kantons.

Unterstützung erhalten sie nun auch von der örtlichen SVP. Wie die «Luzerner Zeitung» berichet», hat die Partei ein dringliches Postulat eingereicht. Konkret wird gefordert, dass die Umfahrungen Nord und Rüeggisingen fallen gelassen werden. Stattdessen sollen die Südumfahrung wie auch die Aufwertung der bestehenden Seetalstrasse geprüft werden. Ausserdem fordert die SVP eine Prüfung der Lichtsignalanlage Fussgängerstreifen und Ausfahrten in Emmen Dorf und beim Wohncenter.

«Strasse führt zu Zersiedlung»

Eingereicht hat das Postulat Ibolyka Lütolf. Sie ist Präsidentin der Bau- und Verkehrskommission im Einwohnerrat und kandidiert für den Gemeinderat (zentralplus berichtete). Vor allem aber ist sie selbst Anwohnerin der Kaspar-Steiner-Strasse. Sie stört sich gleich an mehreren Punkten.

Durch den Strassenbau würden Kulturland und Naherholungsgebiete vernichtet. «Wenn eine Strasse gebaut wird, werden irgendwann auch Häuser entlang der Strasse gebaut», ist Lütolf überzeugt. Eine weitere Schwäche der Nordumfahrung sei, dass diese beim Knoten Wohncenter wieder in die Seetalstrasse mündet. «Diese Kreuzung ist aber schon heute überlastet», sagt Lütolf.

Während Lütolf die nördliche Umfahrung kritisiert, bricht sie gleichzeitig eine Lanze für eine Umfahrung im Süden, obwohl auch hier Land geopfert werden müsste. Für Lütolf ist dies kein Widerspruch, wie sie gegenüber der «LZ» erklärt: «Bei der Südumfahrung ist die Linienführung noch zu wenig klar, um eine Aussage betreffend Landressourcen zu machen, weil sie schon zu so einem frühen Zeitpunkt verworfen wurde.»

Die SVP will eine frühe Diskussion lancieren

Inzwischen wurde die «Südumfahrung» jedoch wieder in die Planung aufgenommen. Lütolf kritisert aber, dass dem Kanton und der Gemeinde der «Blick aufs Ganze» fehle und die verschiedenen Varianten zu wenig im Zusammenspiel mit Projekten wie dem «Bypass» oder der Öffnung des Autobahanschlusses Emmen Nord betrachtet würden. Konkret ist indes noch gar nichts.

Das ist der SVP egal. «Man muss heute schon darüber diskutieren und jene Varianten stoppen, die ohnehin keine Chance in der Bevölkerung haben», sagt Ibolyka Lütolf. «Sonst laufen wir Gefahr, dass die Nordumfahrung zur Bestvariante erkoren wird, und der Kanton diese dann einfach umsetzt.»

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1 Kommentare
  1. Jörg, 03.02.2020, 15:42 Uhr

    Wem man auf der Karte wüsste was, was ist das Schwarze gekritzelte ist das beste oder eine Schnellstr direkt über die Reuss mit Abzweigung Rotsee, da eine Brücke so eine moderne mit Bogen gespannt am Abend schön der Bogen beleuchtet… , direkt zum Schlossberg so müsste man auch nicht immer unten durch , minimal 4 Spuren

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