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Pulverschneeträume am Sörenberger Hausberg
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Im Aufstieg geniesst man stets schöne Seitenblicke zur Schratteflue. (Bild: Fabian Duss)

Genüssliche Skitour auf die Haglere Pulverschneeträume am Sörenberger Hausberg

3 min Lesezeit 23.02.2018, 11:00 Uhr

Sörenberg ist nicht nur bei Pistenskifahrern, sondern auch bei Skitourengängern beliebt. Liegt genügend Schnee bis auf den Talboden, lädt die Haglere, der Sörenberger Hausberg, zu einer genüsslichen Halbtagestour.

Herrscht eine angespannte Lawinensituation, findet man um Sörenberg meist ein paar Touren, die man mit gutem Gewissen unter die Felle nehmen kann. Eine davon ist jene auf die «Haglere», der es an allzu steilen Hängen mangelt. Ausgangspunkt dafür ist die Bushaltestelle beim Sörenberger Camping eingangs des Dorfes.

Direkt neben der Hauptstrasse schnallt man die Ski an die Füsse und läuft über sanfte Weiden zum Hintersonnenbergli hoch. Zweimal das Nebensträsschen querend, steuert man in gleicher Richtung den Hügel hoch zur Alpweid. Bei der Tourenplanung sollte man berücksichtigen, dass man sich bis hierher in einem Südwesthang bewegt, der entsprechend viel Sonne abbekommt – und schnell ausapert.

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Schlüsselstelle vor dem Dählebode

Wir nehmen die Sonne gerne – angesichts der rund –10 °C beim Tourenstart. Nach der Alpweid zweigt man nach links ab und läuft über ein Alpsträsschen auf die Schlagweid zu. Kurz davor verlässt man das Strässchen bereits wieder und hält in die Höhe, bevor es in exakt nördlicher Richtung zur aussichtsreich gelegenen Alp Mittelgfäl weitergeht. Hier ist Halbzeit – und eine gute Gelegenheit für einen Zwischenhalt.

Danach nähert man sich der Schlüsselstelle der Tour. Die ist zwar nicht gefährlich, dafür etwas mühsam: Der Sommerroute entlang, also dem Wanderweg folgend, geht es nun hoch zum Dählebode. Der Weg führt durch eine steile, schmale Waldschneise, wo eine Kaskade von Spitzkehren nötig ist. Beim Wegweiser ist der Spuk vorbei, das Gelände öffnet sich und bald ist die Waldgrenze erreicht. Da man sich mittlerweile in einer rechtsverbindlichen Wildruhezone bewegt, sollte man sich auf dem Weg zum Gipfel nicht allzu weit von der Route entfernen, sprich: nicht zu sehr nach Osten ausholen.

Alternativer Aufstieg von Flühli

Beim Dählebode trifft man übrigens mit der zweiten, oft begangenen Aufstiegsroute zusammen. Sie beginnt ausgangs Flühli, ist rund zwei Stunden länger und insbesondere für Schneeschuhläufer geeignet. Für Abfahrten kommt sie nicht infrage, da sie oft flach ist und sich für Skifahrer kaum lohnt.

Der Gipfel ist nun bald erreicht. Alleine ist man hier selten, doch im Vergleich zur Schratteflue tummelt sich hier meist etwas weniger Volk. Das 360°-Panorama lässt keine Wünsche offen. Die Abfahrt erfolgt entlang der Aufstiegsroute. Insgesamt ergibt der Ausflug auf die Haglere eine gute Halbtages-Tour.

***

Die beschriebene Skitour wird auf der Schwierigkeitsskala des SAC mit WS+ bewertet. Für den Aufstieg ab Sörenberg sind zwei bis zweieinhalb Stunden zu veranschlagen, für jenen ab Flühli dreieinhalb bis vier Stunden. Beide Ausgangspunkte sind bestens mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar (Haltestellen: Flühli, Hochwald, bzw. Sörenberg, Camping). Die Tour eignet sich auch für Schneeschuhläufer. Skitourengänger schätzen es, wenn Schneeschuhwanderer eine separate Aufstiegsspur anlegen. Zwischen Mittelgfäl und dem Gipfel ist die Wildruhezone zu beachten.

Kartenmaterial: Skitourenkarte 1:50’000 245S Stans, Landeskarte 1:25’000 1189 Sörenberg

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