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Eine Skitour für alle Fälle
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Pulverschwünge mit Blick auf den Vierwaldstättersee: Das Laucherstöckli bietet sie. (Bild: Fabian Duss)

Auf Ski vom Ybrig ins Muotathal Eine Skitour für alle Fälle

3 min Lesezeit 21.01.2017, 09:26 Uhr

«Laucherenstöckli geht immer», lautet unter Skitourengängern ein oft bemühte Weisheit. Eine Tour durch Pulverschnee und begleitet von Alpenpanorama bestätigte dies einmal mehr.

«Laucherenstöckli geht immer», lautet unter Skitourengängern ein oft bemühte Weisheit, deren Richtigkeit sich alljährlich bestätigt, wenn Frau Holle ihre Betten macht. Seien es magere Schneeverhältnisse, schlechtes Wetter oder eine hohe Lawinengefahr: Am Laucherenstöckli ist man auf jeden Fall gut aufgehoben. Ein weitgehend grasiger Untergrund verhindert Kratzer an den Brettern, mangels steilen Geländes sind Lawinen kein Thema und abstürzen kann man auch nirgends, sofern man sich an die Route hält.

Viele Wege führen aufs Laucherenstöckli. Die meistgewählten sind jene von Illgau und Tschalun (Oberiberg), womit auch darauf hingewiesen sei, dass sich die Skitour besonders für öV-Benutzer empfiehlt. Letztere haben nämlich den Vorteil, dass sie das Laucherenstöckli so richtig auskosten können, indem sie ihre Skier nicht am selben Ort ausziehen müssen, wo sie sie angeschnallt haben.

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Vom Skipisten-Intermezzo ins freie Gelände

Von der Busendhaltestelle in Tschalun quert man zunächst durchs Skigebiet und am Restaurant Buoffenalp vorbei zum Schneitwald. Dort folgt man dem Forststrässchen bis Oberwandli, wo man sich ins freie Gelände verabschiedet und das initiale Skipisten-Intermezzo bereits wieder vergessen hat. In gemütlichem, wenig steilem Gelände läuft man zum Alt Stafel hoch. Zur Rechten zeigt sich nun der Vierwaldstättersee und ehe man es bemerkt, erreicht man auch schon die Gipfelkuppe des Laucherenstöckli.

Obschon das Laucherenstöckli nur gerade 1755 Meter hoch ist, zeigt sich auf dem Gipfel das gesamte Zentralschweizer Alpenpanorama: im Rücken die Mythen, im Osten das Hoch-Ybrig, im Süden das Lidernengebiet, der Stoos und der Uri-Rotstock und hinter und neben dem Vierwaldstättersee der Pilatus und die Rigi. Dass unweit vom Gipfel Pistentrubel herrscht, geht angesichts dieses Ausblicks unter.

Die Abfahrt nach Illgau ist zwar nicht steil, doch lässt sie durchaus schöne Schwünge im Pulverschnee zu.

Die Abfahrt nach Illgau ist zwar nicht steil, doch lässt sie durchaus schöne Schwünge im Pulverschnee zu.

(Bild: Fabian Duss)

Schwünge im Pulverschnee

Die Abfahrt nach Illgau ist ebenfalls von der gemütlichen Sorte. In südwestlicher Richtung fährt man an den beiden Chruthüttli vorbei und kreuzt oder folgt dabei der kaum befahrenen Skipiste, die vom Spirstock nach Illgau führt. Ist die Sicht mal etwas eingeschränkt, bieten deren Begrenzungsstangen Orientierung. Daneben bleibt allerdings stets Platz für Schwünge im – hoffentlich – luftigen Pulverschnee. Einzig im unteren Teil, wo die Abfahrt zwei Mal durch eine Waldschneise führt, ist ein kurzer Abstecher auf die Piste nötig.

Am oberen Dorfende, im Gebiet Mütschenen, ist meist Schluss mit Skifahren. Nach einem kurzen Fussmarsch durch das Dorf erreicht man allerdings bald die Bergstation der Luftseilbahn Ried-Illgau. Die kurze Seilbahnfahrt bietet nochmals Gelegenheit, den Blick auf weitere Skitourenziele zu werfen – denn solche gibt es um Muotathal herum wie Schnee am Nordpol.

Routeninfos

Schwierigkeitsgrad: Leichtester Grad gemäss SAC. Eignet sich auch für Schneeschuhläufer (Skitourengänger freut es, wenn Schneeschuhläufer eine separate Aufstiegsspur anlegen).

Dauer: Das Laucherenstöckli bietet eine klassische Halbtagestour. Für den Aufstieg ab Tschalun benötigt man 1,5 bis 2 Stunden, für jenen von Illgau 2,5 bis 3 Stunden.

Kartenmaterial: Skitourenkarte 1:50’000 236S Lachen & 246S Klausenpass, Landeskarte 1:25’000 1152 Ibergeregg & 1172 Muotathal

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