Von der Spitzensportlerin zur Trainerin
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Neue Herausforderung für Karateka Fabienne Kaufmann. (Bild: zvg)

Luzerner Karateka auf neuen Wegen Von der Spitzensportlerin zur Trainerin

3 min Lesezeit 17.11.2020, 10:55 Uhr

Für Karateka Fabienne Kaufmann läuft dieses Jahr sportlich gesehen – wie für zahlreiche andere Sportler auch – vieles anders als sonst. Es finden keine Wettkämpfe statt und trainiert wird auch weniger. Dies hat dazu geführt, dass sich die Spitzensportlerin eine neue Herausforderung gesucht hat.

In vielen Blogs kann man lesen, dass mein Leben in erster Linie dem Sport gewidmet ist. Wann findet welches Turnier statt und wie gestalte ich meine Trainings, damit ich optimal auf die Wettkämpfe vorbereitet bin? Dies war bislang eine zentrale Frage in meinem Leben. Doch seit diesem Jahr ist alles anders. Turniere sind komplett gestrichen und Trainings fallen fortlaufend aus. Und auf einmal habe ich diese freie Zeit in meinem Alltag.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Manchmal legt einem das Leben aber auch neue Herausforderungen vor die Füsse. Ein Inserat von «Dein Trainer» hat Anfang des Jahres mein Interesse geweckt. Gesucht wurde eine Person, die Kampfsporttrainer ist, um gewisse Kurse durchzuführen. Das Konzept ist simpel, aber genial. Die Trainings werden mit kleineren Gruppen vorwiegend im Freien ausgeführt.

Da ich nun Zeit hatte und mich gerne dem Sport widmete, war dieses Inserat genau richtig für mich. Nach wenigen Gesprächen erhielt ich die Zusage und wurde Teil des Trainerteams in Sursee. Ab Mai 2020 wurden mir die beiden Kurse Fitboxen und Krafttraining übergeben.

Vom Sportler zum Trainer

Als Sportler ist man sich gewohnt, in seiner Disziplin auch mal ein Training zu führen. Eine Sache, die mir schon immer Freude bereitet hat. Es geht nicht nur darum, den Nachwuchs zu fördern, sondern darum, auch einen roten Faden in den Trainings zu haben und so den besten Profit für die Sportler zu generieren.

So, wie ich dies in meiner Laufbahn eben auch erleben durfte. Die neue Chance als Trainerin im Kampfsport bietet mir zusätzlich die Möglichkeit, Menschen für meine Passion zu begeistern. Schliesslich fördert die Freude im Training auch die Leistungsfähigkeit und dadurch den Erfolg bei den Teilnehmern.

Neuer Blickwinkel

Meine Schützlinge und mich trifft man jeweils in Sursee direkt am Sempachersee an. Eine perfekte Kulisse, um in Form zu kommen und zu bleiben. Jeweils am Dienstag trainieren wir gemeinsam im Bereich Fitboxen. Durch diese Chance habe ich gelernt, den Kampfsport nach all den Jahren aus einem neuen Blickwinkel zu sehen.

Manchmal sind es diese kleinen Dinge, die einem zeigen, weshalb man etwas mag. Nach so vielen Jahren im Profisport gab es viele Trainings und Wettkämpfe, die ich bestreiten durfte. Meine neue Aufgabe als Trainerin von Personen, welche zuvor keinen Kampfsport ausführten, hat in mir eine neue Art der Freude geweckt. Ein netter Nebeneffekt als Trainerin.

Blick in die Zukunft

Oftmals stellen sich Sportler nach der Kariere die Frage, was sie nach der aktiven Zeit machen sollen. So war es auch bei mir. Obwohl ich noch jung bin, habe ich mir diese Frage schon früh gestellt. Denn jetzt stelle ich die Weichen für meine Zukunft. Doch diese neue Aufgabe hat meine Frage bereits etwas geklärt.

Ich bin sicher, dass meine Ambitionen im Sport noch lange anhalten werden. Unabhängig davon, ob dies als Athletin oder Trainerin ist. Ich durfte früher vom Wissen meiner Trainer profitieren, so möchte ich jetzt etwas an meine Kursteilnehmer weitergeben. Alle diese Chancen ermöglichen es mir, mein Leben in vollen Zügen zu geniessen. Und geht es am Schluss nicht genau um das?

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