2020: Es gab sie auch, die schönen Momente
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Karateka Fabienne Kaufmann blickt auf das vergangene Jahr zurück. (Bild: zvg)

Jahresrückblick der Karateka Fabienne Kaufmann 2020: Es gab sie auch, die schönen Momente

3 min Lesezeit 22.12.2020, 10:56 Uhr

In wenigen Tagen geht das Jahr 2020 zu Ende. Die Zeit vor Weihnachten nutzt man gerne für einen Rückblick auf die vergangenen Monate. Dieses Jahr war für alle ein ungewöhnliches Jahr mit vielen Einschränkungen. Dennoch schaut die Luzerner Karateka Fabienne Kaufmann gerne auf die schönen Momente zurück, in denen man einfach im Hier und Jetzt lebte.

Im Januar und Februar haben wir für die Olympischen Spiele trainiert. Alles war noch offen und meine Zeit waren durchgeplant. Alles hatte seine Zeit und seinen Platz in meinem Terminkalender. Mein Traum Olympia stand kurz bevor. Dafür hatte ich jahrelang trainiert. Meine Motivation war höher den je, denn ich wollte es wirklich schaffen.

Mir war bewusst, dass ich dafür alles geben musste. Ich lebte von Training zu Training und sah Familie und Freunde nur unregelmässig. Im Artikel vom Februar ist zu lesen, dass Zweifel keinen Platz hatten. Und genau so war es. Ich hatte keine Zweifel, dass meine Leistung nicht ausreichend für die Challenge meines Lebens war.

Corona und die neuen Massnahmen

Die Massnahmen waren klar und alle mussten sich neu ausrichten. Ich konnte mehr Zeit mit meiner Familie geniessen und gönnte mir auch mal eine Pause. Nicht dass ich dies zuvor nicht gemacht hätte, doch waren diese Momente dennoch anders. Woanders hin hätte man sowieso nicht gekonnt.

Ich machte mir die Zeit so Erfolg versprechend wie möglich. Trainierte zu Hause und viel im Freien. Auch meine Hündin wurde kurzerhand zur Trainingspartnerin umfunktioniert. Die Turniere wurden allesamt abgesagt, dennoch fokussierte ich mich auf meine Ziele. Denn diese Pandemie würde einmal überwunden sein und das Leben wieder auf gewohnte Weise weitergehen.

Innerlich freute ich mich unglaublich auf die Trainings mit meinen Kollegen und Kolleginnen und auf die Turniere. Ein Feuer brannte ihn mir, das die Vorfreude auf diese Zeit auslöste, denn eine Leidenschaft lässt sich durch nichts unterdrücken. Sie existiert immer, auch wenn sie nicht jederzeit sichtbar ist.

Neue sportliche Herausforderungen

Im Mai durfte ich eine neue Herausforderung antreten: Mein Trainer gab mir die Möglichkeit, meine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Durch das Führen von Box- und Krafttraining erhielt ich die Chance, auch wieder mehr hinter die Arbeit eines Trainers zu blicken und andere für den Sport zu begeistern.

Wer denkt, diese Art von Training lasse sich nicht mit demjenigen im Spitzensport vergleichen, hat vielleicht recht. Aber die Grundprinzipien sind dennoch gleich. Denn es braucht bei beiden Durchhaltevermögen, Passion und die unbegrenzte Freude, sich ausserhalb der Komfortzone zu bewegen. Es macht Spass, den eigenen Trainer zu unterstützen und etwas zurückzugeben. Vielleicht hätte ich diese Aufgabe ohne Corona nicht angenommen.

Das Ende von 2020

Es war ein strenges und turbulentes Jahr. Doch ich bin überzeugt, dass wir die Gelegenheit hatten, auch mal wieder etwas Neues auszuprobieren oder zu entdecken. Sei es nur, dieses eine Buch zu lesen, das wir schon lange auf der Liste hatten. Ich bin dankbar für dieses Jahr, wie ich auch zuvor dankbar für die letzten Jahre war.

Denn alle gemachten Schritte machen uns zu dem Menschen, der wir heute sind. Darauf bin ich stolz. Ich wünsche allen wundervolle Rückblicke und schöne Festtage. Geniesst die letzten Tage in diesem Jahr und startet gut ins neue. Was uns 2021 bringen wird, werden wir sehen. Jetzt jedenfalls leben wir im Hier und Jetzt und geniessen die Momente so, wie sie sind.

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