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Umgang mit einem Gemüseverweigerer am Familientisch

Wie kann es sein, dass ein Kind überhaupt kein Gemüse isst?

Was, wenn das Kind gar kein Gemüse mag? (Bild: Symbolbild: pexels)

Mein Sohn verweigert seit Anbeginn jegliches Gemüse. Das ist für mich als Gemüsefreundin oft schwierig zu verstehen. Soll man sein Kind am Tisch also zum Essen zwingen? Ich habe dazu eine klare Meinung.

Ich liebe ja Gemüse. Gerade im Sommer freue ich mich besonders über den knackigen Gartensalat, die frischen Tomaten und leckeren Gurken. Mein Mann und ich füllen den Grill gerne mit Champignons, Auberginen und Zucchetti und erfreuen uns an unserem farbigen Mahl.

Nur einer schmollt dabei auf seinem Platz. Mein Sohn ist nämlich ein absoluter Gemüsemuffel. Und wenn ich sage absolut, dann meine ich das auch so. Seit Anbeginn seiner Zeit scheut er jedes Grün und vermeidet erfolgreich eine gemüsebedingte Vitamin-Überdosis.

Von guten und schlechten Tagen

Schon als Baby bevorzugte er stets Früchte. Karottenbrei löste bei ihm regelrecht Brechreiz aus. Ich nahm es gelassen. Schliesslich war ich fest davon überzeugt, dass sich ein Kind nimmt, was der Körper an Nährstoffen braucht.

Dieser Überzeugung bin ich auch heute noch. An guten Tagen klappt das auch mit der Gelassenheit hervorragend. Wie ein Mantra bete ich es vor mich hin: «Ein Kind nimmt sich, was es braucht.»

Jeder Versuch schlug fehl

An anderen Tagen weicht meine Ausgeglichenheit einer Unfassbarkeit. Wie kann es sein, dass ein Kind überhaupt kein Gemüse isst? Es muss doch wenigstens etwas geben, das er mag? Dann fange ich an zu schneiden, zu pressen, zu drapieren und so weiter. Irgendeine Form, eine Art der Zubereitung, muss ihm doch schmecken. Doch all meine Bemühungen werden verschmäht und zurückgewiesen.

Die meisten Komplimente erhalte ich für Pasta mit Käse und weissen Reis. Oh, und Couscous, das koche ich besonders gut. Ja, manchmal frustriert es mich schon, dass mein Kind meine kulinarischen Vorlieben so überhaupt nicht teilt. Manchmal wünschte ich mir, ich könnte ihn zu seinem Glück zwingen.

Mit Tipps und Tricks zum Gemüseesser

Aber das tue ich natürlich nicht. Druck hat bei uns am Esstisch überhaupt nichts verloren. Wer nicht will, der muss auch nicht. Ich weiss, dass das einige anders sehen. Viele Erwachsene sind der Meinung, dass man etwas erst einige Male probieren muss, bis man weiss, ob es schmeckt oder nicht. Ohne Zwang fände ich es aber schwierig, mein Kind zum Probieren zu bewegen. Ich baue lieber darauf, dass er irgendwann von sich aus probierfreudig wird. Dann kommt er bestimmt auch auf den (Gemüse-)Geschmack.

Bis dahin bleibt mir nicht viel anderes übrig als mein Mantra, neue Rezepte und die Hoffnung, dass alles nur eine Phase ist.

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Kinder: Neun Monate sehnt man sie herbei und dann machen sie einen Haufen Arbeit. Und bestimmen ab sofort Mamis und Papis Leben. Fünf Mütter und ein Vater schreiben über ihren Alltag mit dem Familienzuwachs. Von Herausforderungen, Veränderungen, Ängsten und Freuden.
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