Zuger Gesundheitsdirektor kritisiert den Bundesrat
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Bundesrat Alain Berset besuchte Gesundheitsdirektor Martin Pfister im Oktober in Zug. (Bild: uus)

Intensivbetten sind ausgelastet Zuger Gesundheitsdirektor kritisiert den Bundesrat

1 min Lesezeit 5 Kommentare 15.12.2020, 19:58 Uhr

Die tröpfchenweise Verschärfung der Massnahmen zur Pandemiebekämpfung des Bundes stösst immer mehr Gesundheitsdirektoren sauer auf. Auch der Zuger Regierungsrat Martin Pfister äussert sich nun in diese Richtung.

In den vergangenen Wochen steht der «Lockdown» wieder wie ein Damokles-Schwert über der Schweiz. Doch bisher scheut sich der Bundesrat vor dieser tiefgreifenden Massnahme gegen die Corona-Pandemie. Stattdessen werden im Wochentakt neue verschärfte Massnahmen verkündet, die bisweilen für Verwirrung sorgen (zentralplus berichtete).

Dieses «kaskadenhafte Vorgehen» passt auch der Zuger Regierung nicht. Namentlich kritisiert CVP-Gesundheitsdirektor Martin Pfister gegenüber der «Luzerner Zeitung» den «stufenweisen Lockdown», der sich über einen längeren Zeitraum erstrecke. Stattdessen fordert er mehr Konsequenz von der Landesregierung: «Falls ein Lockdown nötig wird, soll dieser schnell, konsequent und befristet erlassen werden», wird er zitiert.

Impfstoffabgabe wird vorbereitet

Derzeit bereiten die Kantone offenbar die Abgabe des Impfstoffs vor. Dieser könnte die Lage etwas entspannen. Allerdings gibt es dafür noch keinen Zeitplan – die Zuger Regierung will darüber in den kommenden Tagen informieren.

Im Kanton Zug sind die vier Intensivbetten derzeit ausgelastet, das Kantonsspital kommt an seine Kapazitätsgrenzen. Noch besteht laut den Behörden aber ein wenig Spielraum. Der Gesundheitsdirektor selbst befindet sich derzeit in Quarantäne, genauso wie der Kantonsarzt Rudolf Hauri (zentralplus berichtete).

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5 Kommentare
  1. Giuseppe, 16.12.2020, 23:15 Uhr

    Da kritisieren aber genau die richtigen Herren! 1. Die Kantonskantine hat lange Zeit überhaupt keine Regeln eingehalten, weder desinf. Noch Abstand noch Masken. 2. Homeoffice dürfen nur die wenigsten, 90% sind Vorort, die 10% die Homeoffice dürfen, werden belächelt und hören blöde Kommentare. 3. Masken in den Innenräumen und Sekretariaten Fehlanzeige (Teilweise) 4. Abstände oder Platzbeschränkungen in Sanitären Anlagen Fehlanzeige! 5. Korrekte und nützende Masken Fehlanzeige, teilweise Stoffmasken, die Ganze Woche die gleiche ohne waschen. 6. Maskenpflicht in Sitzungsräumen erst ab 10 Pers, häufig überhaupt nicht. Usw. Usf. !

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  2. Carl Solvedra, 16.12.2020, 18:02 Uhr

    Martin Pfister ist die gleiche Schlafmütze wie die andern Gesundheitsdirektoren. Und der Rest der bürgerlichen Politiker+Innen. Und die Linken schreien jetzt auch auf. Wo sie aber in der Verantwortung, z.B. ZH, da wursteln sie hinter ihren Masken esoterisch eher als wissenschaftlich. Corona ist die Kläranlage der Politik. Sie staut vor dem Filter die Blender der politischen Landschaft und lässt verantwortungsvolle Bürger enttäuscht zurück vor so viel Unvermögen der Regierungen gefangen im Kompressionskolben der Renditegier der Wirtschaft und in Zug im Speziellen in den Klauen der bürgerlichen Löwen des Wachstums.

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  3. Peter Lehmann, 16.12.2020, 14:27 Uhr

    @Marly Enzler:
    Tja, Problem ist halt, dass es in allen Kantonen ähnlich aussieht. Da kann man die Kranken und Verletzten nicht einfach «abschieben», ist halt keine EPIdemie, sondern eine PANdemie. Linguistisch ein kleiner Unterschied, in der Praxis liegt dann eben doch fast eine ganze Welt dazwischen. Auch für das Personal ist die Situation nicht gerade angenehm, gibt es doch noch einige Patienten und v.a. Sicherheitsvorkehrungen mehr, als nur deren vier. Aber das lässt sich natürlich leicht ausblenden zuhause an der Tastatur. Man weiss ja alles besser..

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    1. Marly Enzler, 16.12.2020, 16:30 Uhr

      @Herr Lehmann: Die Pandemie war ja der Gesundheitsdirektion schon im Frühjahr bekannt. Warum also hat man die Kapazitäten nicht erhöht? Man sollte auch nicht ausblenden, dass sämtliche Grippesaisons in den vergangenen Jahren von den Spitälern kleingeredet wurden. Auch als 2500 Personen vor 5 Jahren innerhalb von 2-3 Monaten an Influenza starben. Da gabs keinen Alarm betr. Intensivpflegebetten. Und bekanntlich ist auch die Grippe-Impfquote gerade beim Spitalpersonal sehr tief. Die Spitaleintritte sinken übrigens gerade.

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  4. Marly Enzler, 15.12.2020, 22:20 Uhr

    Mit nur vier Intensivbetten im Kanton ist man natürlich sofort am Anschlag. Diese waren mit Sicherheit bei früheren Grippejahren ebenso ausgelastet. Nur war das kein Thema, man arbeitete einfach mit ausserkantonalen Spitälern zusammen. Dieser Alarmismus der ZG-Regierung nervt zusehends.

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