Migros Schweizerhof wird erneuert

Grossist verbuttert acht Millionen

Auch weiterhin wird die Migros Zentralschweiz den FCL unterstützen. (Bild: les)

Totalumbau im Einkaufscenter an der Hertensteinstrasse: Alles wird neu. Auf den Einsatz von «neuropsychologischen Mittelchen», etwa konsumanregenden Düften im Ladenbereich, wird noch verzichtet. Dafür dürfte aus dem zweiten Stock bald ein anderer Duft strömen.

Die Migros Schweizerhof an der Hertensteinstrasse besteht seit dem Oktober 2000. Nun plant die Migros ab Frühling 2016, die Verkaufsfläche komplett zu modernisieren und nach dem aktuellen Ladenbaukonzept der Migros zu erneuern. Dies ist einem seit letztem Freitag zur Einsicht aufgelegten Baugesuch zu entnehmen.

«Alle drei Stockwerke sollen umgebaut und modernisiert werden», sagt Mediensprecherin Rahel Kissel-Probst. Aufgrund der hohen Kundenfrequenz solle die Kundenführung optimiert werden. Viel mehr lässt sich Kissel aber nicht entlocken. «Wir sind momentan mitten in der Detailplanung und kommunizieren zu einem späteren Zeitpunkt.»

Laden trotz Umbau geöffnet

Während des Umbaus soll der Laden für die Kunden geöffnet bleiben. Logistik und Bauplatzinstallation erfolgen in Absprache mit der Migros, dem Tiefbauamt sowie dem Grundeigentümer. Das sei kein Problem, so Kissel. «Wir haben das auch schon an anderen Standorten erfolgreich gemacht: Die Kunden schätzen es, wenn sie auch während eines Umbaus an ihrem Migros-Standort einkaufen können.» Entsprechend würde ein etappiertes Vorgehen gewählt. An der Gebäudehülle werden keine wesentlichen Veränderungen vorgenommen.

Angst vor Verunreinigungen durch die Baustelle hat man bei der Migros nicht. «Die Einhaltung der Hygienerichtlinien ist immer gewährleistet», versichert Kissel. Den ganzen Umbau lässt sich die Migros auch einiges kosten. Gemäss einer Schätzung im Baugesuch betragen die Investitionen acht Millionen Franken.

An der Aussenfassade werden keine Veränderungen durchgeführt.

An der Aussenfassade werden keine Veränderungen durchgeführt.

(Bild: les)

Keine topmodernen «Tricks»

Die Migros Schweizerhof an der Hertensteinstrasse ist eine hochfrequentierte Filiale, sagt Kissel. Genaue Zahlen zum Kundenfluss oder auch zum Umsatz kommuniziert die Migros nicht. Es handelt sich um eine sogenannte MM-Filiale, und der Umbau lasse sich etwa mit der Migros Hofmatt in Kriens vergleichen. Vergangenen Sonntag stellte der Migros-Laden-Gestalter Cristoph Oriet in der «NZZ am Sonntag» den Laden der Zukunft vor. Viele Kaufentscheidungen seien nicht so rational und bewusst, wie wir meinen, erklärte Oriet. Daher setzt die Migros in ihren Shops auf eine «neuropsychologische Grundlagenprüfung».

Dies wird nun anlässlich eines Pilotprojekts mit der Migros-Filiale in Brugg im Aargau getestet. Konkret bedeutet das etwa, dass mit der Abluft der Bäckerei ein guter Geruch im Einkaufsladen verbreitet würde. Rahel Kissel verneint jedoch die Frage, ob solche Konzepte bereits umgesetzt werden. «In Brugg handelt es sich um ein Testprojekt, die Erkenntnisse daraus werden zu einem späteren Zeitpunkt an weiteren Standorten einfliessen.»

Bald könnte gekocht werden

An der Hertensteinstrasse befinden sich auch Räumlichkeiten der Migros Klubschule. Diese werden auch saniert. Zudem soll im zweiten Obergeschoss eine Schulküche eingebaut werden. Dass dereinst Kochkurse angebietet werden, sei laut Kissel im Moment bloss eine Idee. «Wir klären momentan die technische Machbarkeit.»
 

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