B-Sides-Organisatoren: «Wir hätten dieses Festival unheimlich gern durchgeführt»
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Dicht auf dicht: In dieser Form ist ein B-Sides derzeit unvorstellbar. Aber auch die angepasste Version kann nicht realisiert werden. (Bild: Laura Livers)

Festival am Sonnenberg fällt ins Wasser B-Sides-Organisatoren: «Wir hätten dieses Festival unheimlich gern durchgeführt»

3 min Lesezeit 4 Kommentare 30.04.2021, 05:01 Uhr

Die Organisatoren des B-Sides müssen nach Monaten der Planung einer etwas anderen Festivalausgabe 2021 die Reissleine ziehen. Knapp sechs Wochen vor dem Startschuss ist klar, dass das Festival im Juni nicht in der geplanten Form stattfinden kann.

Das B-Sides-Team hat es versucht. Hatte mit fast allen Eventualitäten gerechnet und für 2021 ein etwas anderes B-Sides-Festival geplant, mit Sektoren, stärkerer Personenbeschränkung und einem zusätzlichen Tag. Nun ziehen die Macher die Notbremse, das Open Air geht heuer nicht über die Bühne.

«Es war von Anfang an gewagt, das B-Sides auf der Grundlage vager Zukunftsaussichten neu zu denken und daraus ein alternatives, finanzierbares Format zu entwickeln», heisst es am Anfang einer wenig erbaulichen Medienmitteilung. Dennoch seien die Macherinnen des Festivals gewillt gewesen, die Hoffnungen für eine Ausgabe 2021 nicht frühzeitig aufzugeben und Konzepte zu erarbeiten, wie die Veranstaltung Corona-konform durchgeführt werden könnte (zentralplus berichtete).

Ein einziges Auf und Ab

Der Medienverantwortliche Dominik Unternährer sagt auf Anfrage: «Die letzten Wochen waren ein grosses Auf und Ab zwischen Hoffnung und Ernüchterung, je nachdem, was der Bund kommunizierte.» In der letzten Zeit sei jedoch klar geworden, dass eine Durchführung des Festivals immer unrealistischer wird.

Selbst die Anlässe, die ausnahmsweise im Mai schon geplant waren, seien unter den aktuellen Auflagen grossmehrheitlich nicht durchführbar. Ein mit der Klangwelt Toggenburg geplantes Wochenende mit einem Konzert von Simone Aubert und Simone Felber sowie einer «Zwischentonschau» finde aber dennoch statt.

Der Ticketvorverkauf für das Festival sei auf sehr grosses Interesse gestossen, so die Festival-Organisatoren. Die Festivaltage Freitag und Samstag seien innert Kürze ausverkauft gewesen. Die bereits erworbenen Tickets werden automatisch zurückerstattet und behalten für das Jahr 2022 keine Gültigkeit.

«In welcher Höhe das Defizit dieses Jahr tatsächlich ausfällt, müssen wir erst noch berechnen.»

Dominik Unternährer, Medienverantwortlicher B-Sides

Zu den Finanzen äussert sich Unternährer wie folgt: «Wir haben versucht, so wenig wie möglich auszugeben. Für die entstandenen Kosten sollte insbesondere die Ausfallentschädigung zum Zuge kommen, welche bis zu 80 Prozent der Aufwände deckt. Ein gewisses finanzielles Risiko haben wir mit dem Entscheid, ein Festival zu planen, jedoch in Kauf nehmen müssen.»

Müde, doch mit Vorfreude auf das Jahr 2022

Man habe jedoch Glück, dass man auf die B-Sides-Lovers, also den Fanclub, zählen könne. «Diese sind uns eine wichtige Stütze.» Der Medienverantwortliche weiter: «In welcher Höhe das Defizit dieses Jahr tatsächlich ausfällt, werden wir erst im Herbst sehen.»

Zum Schluss sagt Unternährer: «Wir hätten dieses Festival unheimlich gern durchgeführt und haben es geschafft, Publikum, Helferinnen und Partner von unserem Format zu begeistern.»

Das nächste B-Sides Festival findet vom 16. bis 18. Juni 2022 statt. Abschliessend schreiben die Verantwortlichen: «Für den Moment enttäuscht und etwas müde, freut sich die Festivalleitung darauf, die Planungen für die nächste Ausgabe ab Herbst mit Elan, positiver Energie und viel Kreativität in Angriff zu nehmen.»

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4 Kommentare
  1. adrian, 30.04.2021, 19:42 Uhr

    Danke vielmals für das Engagement aller Beteilligten! Ich freu mich auf 2022. Kopf hoch!

  2. Roli Greter, 30.04.2021, 05:34 Uhr

    Die Regierung ist nicht der Staat. Wir, das Volk, sind der Staat und die Regierung ist unser Diener und von uns gewählt. Ich hoffe das bleibt allen im Gedächtnis für die kommende Abstimmung über das Covid-19-Gesetz am 13. Juni.

    1. Philipp, 30.04.2021, 20:14 Uhr

      Hoffentlich stimmen alle JA zum Covid-19 Gesetz und zeigen den möchtegern Besserwissern von Corona Massnahmenkritikern was wir, das Volk, von Leuten die noch immer nicht begriffen haben in welcher Situation wir stecken halten. Geht doch in den Wald demonstrieren und beklagt euch bei einem Baum. Wenigstens stört und gefährdet Ihr dann niemanden.

    2. Roli Greter, 02.05.2021, 19:41 Uhr

      Danke für deinen geistreichen Beitrag Philipp, toll gemacht!

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