B-Sides 2021: «Das Festival wird ein anderes sein»
  • Kultur
Die grosse Bühne des B-Sides Festivals wird in diesem Jahr wohl die einzige sein, auf der Künstlerinnen auftreten werden. (Bild: zvg/Silvio Zeder)

Vier statt drei Tage B-Sides 2021: «Das Festival wird ein anderes sein»

4 min Lesezeit 12.01.2021, 18:15 Uhr

Das B-Sides Festival auf dem Sonnenberg in Kriens findet statt. Zumindest plant die Festivalleitung eine Ausgabe im Juni – und gab am Dienstag die Daten bekannt. zentralplus hat nachgefragt, was die Besucherinnen erwartet.

Wie soll im kommenden Sommer ein Festival stattfinden können? Diese Frage stellen sich viele Kultur- und Tanzfreunde. Und natürlich auch die Köpfe hinter dem bekannten B-Sides Festival, das jeweils im Juni auf dem Sonnenberg in Kriens stattfindet.

Das Resultat der Überlegungen: Vom 16. bis am 19. Juni 2021 soll tatsächlich ein Festival auf dem Haushügel Luzerns stattfinden. Und zwar so, dass es hoffentlich den Massnahmen entspricht, die zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wohl noch bis im Sommer anhalten werden.

«Wie wird ein Festival im nächsten Sommer aussehen? Kann überhaupt eines stattfinden?»

Dominik Unternährer, Mediensprecher B-Sides Festival

Ein einziges Konzept für alle Fälle

Der Mediensprecher des Festivals, Dominik Unternährer, erklärt auf Anfrage die Überlegungen des Festivalteams: «Bereits Ende August haben wir uns mit dem Festival 2021 auseinandergesetzt. Wie wird ein Festival im nächsten Sommer aussehen? Kann überhaupt eines stattfinden?»

Mit letzterer Frage wird sich die Festivalleitung noch länger auseinandersetzen müssen. Doch klar ist nun immerhin, wie sich das Festival auf die kommende Saison vorbereiten wird: «Zunächst hätten wir uns vorstellen können, mehrere Konzepte für die Ausgabe 2021 vorzubereiten. So etwa eine Form in normalem Rahmen und eine zusätzliche, kleine Form. Es zeigte sich aber schnell, dass das aufwandtechnisch nicht funktioniert.»

Die Festivalleitung beschloss, sich auf ein einziges Konzept festzulegen. Konkret sieht das wie folgt aus: Anstatt der üblichen drei B-Sides-Tage wird das Festival um einen Tag verlängert. «Wir werden im kommenden Sommer beispielsweise ziemlich sicher nach wie vor auf eine Personenbeschränkung achten müssen. Um trotzdem möglichst vielen Luzernerinnen ein Festivalerlebnis bieten zu können, haben wir uns dazu entschlossen, das B-Sides bereits einen Tag früher, also bereits am Mittwoch zu starten», führt Unternährer aus.

«Wir möchten unseren Gästen in erster Linie ein schönes aber auch sicheres Festival bieten können. Das ist uns wichtig.»

Dominik Unternährer, Mediensprecher B-Sides Festival

Sicherheit und Schönheit

Auch weitere Massnahmen im Hinblick auf die Bekämpfung der Corona-Pandemie stünden derzeit an den Sitzungen zur Diskussion: «Weitere wichtige Punkte wie die Frage nach einer Maskenpflicht, der Sektoreinteilung und der allgemeinen Hygiene sind derzeit Bestandteil der Vorbereitungen und Abklärungen.» Genau könne Unternährer aber noch nicht sagen, wie das Schutzkonzept aussehen wird. Klar ist: «Wir möchten unseren Gästen in erster Linie ein schönes aber auch sicheres Festival bieten können. Das ist uns wichtig.»

Nebst weniger Gästen wird das B-Sides weitere Abstriche machen: «Es wird in diesem Jahr nur eine einzige Bühne anstelle der üblichen drei Bühnen geben», meint Unternährer. Dies, weil es im Zusammenhang mit den Schutzmassnahmen nicht anders umsetzbar gewesen wäre. Zudem spare das Festivalteam dadurch auch einiges an Ausgaben ein. Das sei wichtig, da die Einnahmen in diesem Jahr ebenfalls kleiner ausfallen werden.

Line-Up ist noch in Arbeit

Und wie steht es um das Line-Up? «Dazu können wir noch nicht viel sagen», sagt Unternährer. «Derzeit klären wir ab, inwiefern wir internationale Acts buchen können. Dabei stellen wir uns Fragen wie beispielsweise: Möchten wir spontane Absagen, Programmlücken oder -änderungen in Kauf nehmen?»

«Das B-Sides hat zwar schon immer stark auf die Schweizer Musikszene gesetzt, doch auch in diesem Jahr soll das internationale Geschehen nicht einfach ausser Acht gelassen werden.»

Dominik Unternährer, Mediensprecher B-Sides Festival

Unternährer betont im gleichen Zug: «Komplette Swissness möchten wir eigentlich nicht. Das B-Sides hat zwar schon immer stark auf die Schweizer Musikszene gesetzt, doch auch in diesem Jahr soll das internationale Geschehen nicht einfach ausser Acht gelassen werden.»

Im Endeffekt ist es derzeit relativ schwer zu sagen, wie das Festival in diesem Jahr letztlich aussehen wird. «Es wird ein anderes Festival sein», fügt Unternährer seinen Ausführungen an und weist auf die weiteren Veranstaltungen hin, die im Vorfeld des Festivals lanciert werden sollen.

Weitere Events geplant

«Im Vorfeld der eigentlichen Festivaltage werden wir gemeinsam mit unseren Partnern weitere Intermezzi stattfinden lassen. Doch auch hier können wir nur vage sagen, in welchem Rahmen diese stattfinden werden», so Unternährer. Was bereits klar ist: Es geht dabei viel um Musik und die Veranstaltungen finden im Raum Luzern und an weiteren Austragungsorten statt – und zwar an solchen Orten, wo das B-Sides bis anhin noch kaum präsent war.

Noch lüften die Veranstalter also ihre Geheimnisse rund um die Festivalausgabe im kommenden Sommer nicht wirklich. Dennoch versprühen sie am Dienstag ein Gefühl von Hoffnung, Zuversicht und Vorfreude. Denn: Noch scheint Corona der Festivalszene nicht komplett den Wind aus den Segeln genommen zu haben.

Der Vorverkauf des B-Sides Festivals startet gleichzeitig wie die Bekanntgabe des Line-Ups anfangs März.

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