Das Kraftwerk Mühlenplatz erhält eine Biberrampe
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Von Menschen gebaute Hindernisse wie Kraftwerke können für Biber ein Problem darstellen. (Bild: Becky Matsubara/flickr)

Tiere sollen Luzern gefahrlos passieren Das Kraftwerk Mühlenplatz erhält eine Biberrampe

2 min Lesezeit 1 Kommentar 17.02.2020, 11:08 Uhr

Beim Kraftwerk Mühlenplatz in Luzern ensteht eine Rampe für wandernde Biber. Damit soll verhindert werden, dass sich die Tiere beim passieren der Anlage in Gefahr begeben müssen. Der Architekt verzichtet dafür sogar auf sein Honorar.

Derzeit leben rund 3’500 Biber in der Schweiz. 75 von ihnen haben im Kanton Luzern eine Heimat gefunden. Dies stellt neben der Natur auch die Infrastruktur der Menschen vor Herausforderungen. Deshalb wird nun beim Kraftwerk am Mühlenplatz eine Biberrampe gebaut, damit die Tiere auf ihrer Wanderung die Anlage ohne Probleme überwinden können. Dies teilt die Betreibern ewl am Montag mit.

«Wenn wandernde Biber auf ein unpassierbares Fluss- oder Wasserkraftwerk stossen, umgehen sie das Hindernis notgedrungen an Land, was mit vielen Risiken verbunden sein kann. Eine Holzrampe soll demnächst den Bibernermöglichen, das Reusswehr und das Kleinwasserkraft-werk Mühlenplatz zu überwindenundden bisher unbesiedelten Abschnitt der Reuss strom-aufwärts gefahrlos zu erreichen», so das Unternehmen.

Architekt verzichtet auf Honorar

Das Projekt wurde von Pro Natura Luzern und der kantonalen Dienststelle Landwirtschaft und Wald ins Leben gerufen und sei auch bei der Stadt Luzern auf offene Ohren gestossen. Gebaut werden eine hölzerne Aufstiegs-undAbstiegsrampe inmitten des Kleinwasserkraftwerks.Bei der Aufstiegs-und bei der Abstiegsrampe wird je eine Fotofalle mit Bewegungsmelder installiert.

«Sobald der Biber die Rampe überquert hat, ist der Nachweis erbracht, dass sich der Biber auf die Suche nach neuen Revieren stromaufwärts begibt», heisst es in der Mitteilung. Die Biberrampe kostet von der Konzeption bis zur Realisation rund 38’500 Franken.

Der Bau der Biberrampe wird finanziert aus dem ewl Ökofonds, der«Aktion Biber & Co» Zentralschweiz von Pro Natura und Pro Natura Luzern sowie der Fachstelle Umweltschutz der Stadt Luzern. Architekt Eugen Mugglin aus Luzern verzichtete zugunsten des Bibers auf sein Honorar für die Planung der Biberrampe.

Der Plan zeigt die Lage der künftigen Rampe.

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1 Kommentare
  1. roger, 17.02.2020, 19:36 Uhr

    bravo liebe luzerner!
    und jetzt die bahnhofstrasse autofrei und das inseli ohne carparkplätze!!

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