Sport
Wer prägt die WM? Es soll nicht Deutschland sein

Welchen WM-Teams unsere Promis die besten Chancen einräumen

Laut regionalen Experten sind die Schweizer diesmal ganz nah dran am Pokal.

(Bild: zvg)

Wir Schweizer strotzen derzeit vor Optimismus und Selbstvertrauen. Fussball-Promis aus der Region zählen unser Nationalteam gar zu den Mitfavoriten. Am liebsten schauen sie aber Ausländern zu: Neymar, «Grizou» – und wer ist noch mal Sadio Mané?

Paul Wolfisberg, Fussball-Dinosaurier aus Horw, wird am Freitag 85. In den 1940er-Jahren spielte er beim FC Horw, 1981 wurde der «Wolf» schweizweit bekannt als Nationaltrainer. Und er schaut heute noch gerne Fussball, wie er gegenüber dem «SRF Regionaljournal» gestand.

Und was denkt der «Wolf» über unsere Schweizer Terrier? «Das Team könnte für eine Überraschung gut sein. Die Schweizer haben bisher gezeigt, dass sie etwas draufhaben. Vielleicht liegt sogar noch etwas mehr drin, als wir bisher gesehen haben. Ich würde sagen, die Nati hat die Chance, ziemlich weit zu kommen an dieser WM.»

Mutiger Lustenberger

Mutiger in seiner Prognose legte sich Mitte Woche FCL-Captain Claudio Lustenberger (31) ins Zeug: «Ich traue den Schweizern zu, bis ins Halbfinale vorzustossen.» Bei soviel Optimismus vom FCL-Captain ist einiges an Spektakel in Russland wie dann auch bald auf der Allmend zu erhoffen – aber auch zu erwarten?

Was meinen dazu andere Sportmächtige und Fussballexperten aus der Region? zentralplus gab Steilpässe.

Tippt auf Unentschieden bei Brasilien - Schweiz: Mike Hauser.

Tippt auf Unentschieden bei Brasilien – Schweiz: Mike Hauser.

(Bild: hae)

Mike Hauser (46), Schweizerhof-Hotelier und Ex-FCL-Präsident (2012-2014):

«Ich bin überzeugt, dass die Schweizer eine gute WM spielen, weil sie derzeit selbstbewusst auftreten. Wie weit sie es schaffen, hängt schwer vom Brasilien-Spiel ab: Ich tippe auf ein Unentschieden. Die Deutschen werden vermutlich für ihre Verhältnisse früh nach Hause gehen müssen. Irgendwie scheint der Saft draussen, ich stelle hier eine Art Basel-Effekt fest. Meine Favoriten sind Spanien, Frankreich und Brasilien. Und nach dem Schweiz-Spiel der Südamerikaner lehne ich mich mit einer Prognose vielleicht mehr aus dem Fenster. Am meisten freue ich mich auf den Franzosen Antoine ‹Grizou› Griezmann.»

«Erfolg vertreibt schlechte Stimmung»: Albert Koller kennt die Gesetze des Fussballs. Und der Firmensanierung.

«Erfolg vertreibt schlechte Stimmung»: Albert Koller kennt die Gesetze des Fussballs. Und der Firmensanierung.

(Bild: zvg)

Albert Koller (56), Unternehmer und Ex-FCL-Präsident (1998-2001):

«Der Schweizer Mannschaft ist einiges zuzutrauen, und wenn sie in den Achtelfinals nicht auf Deutschland trifft, ist gar ein Weiterkommen möglich. Für einen durchschlagenden Erfolg verfügt unser Team aber noch nicht über Stürmer, die international den Unterschied ausmachen können. Deutschland als klassische Turniermannschaft wird sicher eine Rolle spielen, im Gegensatz zu den Belgiern. Spanien gehört wie fast immer zu den Favoriten, die Brasilianer sowieso. Die Franzosen werden überschätzt, dafür traue ich Aussenseiter Nigeria sehr viel zu. Mein liebster Spieler ist Liverpool-Stürmer Sadio Mané aus Senegal, weil er mit seiner Präsenz, seiner Physis und Laufbereitschaft eine Mannschaft unglaublich stabilisiert.»

Ein Leben für den Fussball: Werner Baumgartner ist Präsident des SC Kriens.

Ein Leben für den Fussball: Werner Baumgartner ist Präsident des SC Kriens.

(Bild: hae)

Werner Baumgartner (56), Unternehmer und SC-Kriens-Präsident:

«Ich traue unserem Team auf jeden Fall zu, in die nächste Runde zu kommen. Im Achtelfinale werden die Gegner wohl zu stark für die Schweiz – aber ich lasse mich gerne überraschen. Meine Favoriten sind Spanien, Brasilien, Frankreich und Deutschland. Obwohl, bei den Deutschen sieht es im Moment nicht so gut aus. Aber wie man weiss, sind sie eine Turniermannschaft, die sich regelmässig steigern kann. Das traue ich ihnen auch dieses Mal zu, aber nicht bis ins Endspiel. Spieler des Turniers könnte der Brasilianer Neymar werden, ich traue ihm dieses Mal fern von seiner Heimat eine gute WM zu. Er hat eine ausgezeichnete Mannschaft um sich und kommt ausgeruht nach Russland.»

Und los geht's ...

Und los geht’s …

(Bild: zvg)

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