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Sonnige Aussichten für die «Salle Modulable»
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Ein Bild aus alten Projekttagen: Wie die «neue» Salle Modulable aussieht und wo sie zu stehen kommen soll, muss bis Dezember 2018 geklärt sein. (Bild: zvg/Bearbeitung tkre)

Bald geht's richtig los Sonnige Aussichten für die «Salle Modulable»

3 min Lesezeit 2 Kommentare 13.11.2015, 15:05 Uhr

Die «Salle Modulable» ist auf Kurs, meldet der Kanton Luzern. Bis Ende Jahr wird die Machbarkeitsstudie wie geplant intern vorliegen. Damit ist man nun auf gutem Weg, die übrigen 80 Millionen aus der Schenkung des verstorbenen Christof Engelhorn für ein neues Musiktheater einsetzen zu können. Doch der Weg ist noch weit.

Ein Jahr ist es her, als sich nach monatelangem gerichtlichem Streit die Parteien Butterfield Trust und die Stiftung Salle Modulable die Hände schüttelten. Die Einigung, und damit das Geld von Christof Engelhorn, sind jedoch an so einige Bedingungen geknüpft (zentral+ berichtete). Als Erstes muss bis Ende 2015 die Machbarkeitsstudie vorliegen.

Damit scheint man auf Kurs zu sein. Die Studie liege Ende Jahr wie angekündigt vor, so der Kanton in einer Mitteilung.

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In einem nächsten Schritt wird der Standortentscheid auf der Grundlage der Studie von Ernst Basler und Partner gefällt, ein Kostendach für den Bau und Betrieb festgelegt sowie ein Finanzierungskonzept entwickelt. Als Basis dienen die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie, die per Ende Jahr vorliegen soll, sowie die politischen Strategien von Stadt und Kanton Luzern, insbesondere auch die kürzlich publizierten Grundlagenberichte zur Kulturpolitik.

Überhaupt umsetzbar?

Der Luzerner Kultur- und Bildungsdirektor Reto Wyss sagt: «Für die Fortsetzung des Projekts ist es zentral, dass die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zeigen, dass die Vision in Luzern umsetzbar ist.» Damit wird aber offensichtlich gerechnet.

Der Regierungsrat und der Stadtrat von Luzern streben zusammen mit der Stiftung Salle Modulable an, in Luzern eine Erneuerung der Theaterinfrastruktur zu realisieren und so den Kulturstandort Luzern nachhaltig weiterzuentwickeln, heisst es in der Mitteilung.

Minimum noch sechs Monate

Am 5. Juni 2016 sollte der neue Luzerner Kulturbau vors Volk kommen. Doch das war wohl etwas gar optimistisch geplant. Stadträtin Ursula Stämmer-Horst erklärt: «Wir brauchen jetzt ungefähr ein halbes Jahr Zeit, damit die Studie und der Standortentscheid zusammengeführt werden können. Ein Abstimmungstermin im Juni 2016 ist daher nicht realistisch.»

Reto Wyss betont dabei die Wichtigkeit der Standortfrage: «Sicher ist der Standort eine Frage, die von grossem Interesse ist. Darum wollen wir dieses Thema auch mit der notwendigen Seriosität bearbeiten. Über allem soll aber immer das Ziel stehen, die Realisierung dieser grossen Chance für Luzern zu ermöglichen.»

Das Ziel von Stadt und Kanton ist es dabei, einen Theaterneubau zu realisieren. Die Schenkung von 120 Millionen von Christof Engelhorn soll dafür eingesetzt werden können. Davon dürften nach Abzug von Planungs-, Projektierungs-, Rechts- und Administrativkosten schliesslich rund 80 Millionen Franken für den Bau zur Verfügung stehen.

«Es ist ein grosses gegenseitiges Vertrauen erarbeitet worden.»
Reto Wyss, Regierungsrat

Regierungsrat Reto Wyss ist guter Dinge: «Im Team der am Projekt beteiligten Partner arbeiten wir sehr gut und konstruktiv zusammen. Da ist ein grosses gegenseitiges Vertrauen erarbeitet worden. Auch die breite Öffentlichkeit ist am Projekt interessiert und bringt ein grosses Wohlwollen entgegen. Das zeigen die engagierten Leserbriefe und Rückmeldungen, die wir aus der Bevölkerung und den Kulturkreisen erhalten.»

Zudem wird das Team im nächsten Jahr um eine weitere Person ergänzt: Der künftige Gesamtprojektleiter Mathis Meyer nimmt seine Tätigkeit am 1. Februar 2016 auf. Er sei aber bereits jetzt an einzelnen Sitzungen beteiligt und bringe sich aktiv in das Projekt ein. Ein detaillierter Zeitplan für die anstehenden Arbeiten für die nächsten Monate ist in Entwicklung. Dazu gehört auch die Vorbereitung des anstehenden Planungsprozesses und des Architekturwettbewerbs.

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2 Kommentare
  1. Roger Baldinger, 17.11.2015, 15:51 Uhr

    Vielleicht ist es etwas abgehoben aber wäre vielleicht die Seerose eine Option als Teil des Salle Modulable zu seinoder gar darauf aufzubauen?
    DieSeerose hat sih ja jetzt während gut einem halben Jahr bewährt als Konzertveranstaltungsort.

  2. Ines G. Biss, 13.11.2015, 19:10 Uhr

    Das Luzerner Theater an der Theaterstrasse ist in einem Zustand, der nach Änderungen ruft. Solche Alternativen zu finden ist gleichzeitig leicht und schwer. Das Leichte daran ist, die adäquate Auswahl zwischen Sanierung oder Neubau zu treffen. Die Befragten verwerfen hier deutlich Sanierungsvorschläge und bevorzugen in vergleichbarer Deutlichkeit ein Neubauprojekt. […]. Schwierig wird und bleibt nämlich dann die richtige Auswahl des Standortes für einen solchen Neubau. Zwar zeigen die Befragten leichte Präferenzen für einen Neuentwurf Alpenquai oder einen Neubau an der Theaterstrasse. Beide Vorschläge sind aber weit davon entfernt, Mehrheiten zu binden, und teilen sich ihre Anhänger mit vier anderen unterschiedlich valablen Standorten. […]. Eine Standortfindung für die Neulancierung des Projektes wird entsprechend schwierig. (gfs.bern, Nachanalyse Hallenbad Stadt Luzern, Juni 2004; Gebäude und Orte frei erfunden)