Sörenberg verschiebt wegen Corona-Krise Eröffnung der neuen Luftseilbahn
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Die Eröffnung der Luftseilbahn zum Brienzer Rothorn verzögert sich um ein Jahr. (Bild: MAURIN BISIG PHOTGRAPHY)

Vier Millionen Franken Verlust Sörenberg verschiebt wegen Corona-Krise Eröffnung der neuen Luftseilbahn

2 min Lesezeit 22.02.2021, 13:07 Uhr

Die Bergbahnen Sörenberg müssen wegen der Corona-Krise eine Umsatzeinbusse von rund 50 Prozent verbuchen. Deshalb steigt man nun auf Sparflamme um. Damit verschiebt sich auch die Eröffnung der Luftseilbahn zum Rothorn.

Die Luftseilbahn zum Brienzer Rothorn wird erst im Dezember 2023 und damit ein Jahr später als geplant eröffnet. Schuld ist Corona, wie die Bergbahnen Sörenberg AG in einer Mitteilung schreiben. Einerseits war das Skigebiet vom 22. Dezember bis am 8. Januar auf behördliche Anordnung geschlossen. Danach durfte es lediglich an vier Tagen offen haben. Seit kurzem ist wieder ein 7-Tage-Betrieb möglich (zentralplus berichtete).

Das Gastroangebot bleibt jedoch eingeschränkt. Die Bergbahnen rechnen deshalb mit einer Umsatzeinbusse von rund 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Verlust für das Betriebsjahr 2020/2021 liegt bei rund vier Millionen Franken. Damit habe Sörenberg das schwächste Zentralschweizer Ergebnis beim Saison-Monitoring von Seilbahnen Schweiz erzielt. Die Liquidität sei fast aufgebraucht, nur dank Überbrückungskrediten habe man den Verpflichtungen gegenüber der Mitarbeiter und dem Unternehmen nachkommen können. Härtefallgelder seien noch keine geflossen.

Konzentration auf touristische Wettbewerbsfähigkeit nach der Krise

Wegen dieses Lochs im Portemonnaie werden geplante Projekte und Investitionen nochmals überprüft. Der Verwaltungsrat habe entschieden, das Projekt «Rothorn Retrofit» um ein Jahr zu verschieben. Dennoch hofft man gleichzeitig, dass das Bundesamt für Verkehr bis im Frühling eine Baubewilligung erteilt, um potenziellen Investoren eine Perspektive bieten zu können.

Doch wegen der wirtschaftlichen Lage wolle man auf den sofortigen Baustart verzichten. An ein komplettes Aus will man aber nicht denken. «Die gegenwärtige Krise zeigt, dass die touristische Wettbewerbsfähigkeit nach Corona entscheidend sein wird», heisst es im Schreiben. Dafür brauche es moderne und gefragte Produkte. Das Rothorn-Projekt sei ein «kantonaler Tourismus-Leuchtturm» und soll den Tourismus ganzjährig ankurbeln. So soll das Skigebiet künftig auch besser durch Krisenzeiten kommen.

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