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So gewinnt der EVZ
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Auf den EVZ-Spielern lastet ein enormer Druck. Im Bild: Johann Morant beim Meisterschaftsspiel gegen den HC Davos vom 12. September 2015. (Bild: Martin Meienberger)

Letzte Chance für den EV Zug So gewinnt der EVZ

3 min Lesezeit 10.03.2016, 15:30 Uhr

Ein Sieg muss her und zwar dringend! Verliert der EV Zug auch das vierte Spiel gegen den HC Lugano, dann ist die Saison für die Zuger gelaufen. Noch ist aber nichts verloren. Wir besuchten die Mannschaft beim Training und trafen einen, der weiss, was es braucht, um eine Serie nach einem 0:3-Rückstand zu drehen.

Das öffentliche Training am Mittwochmorgen war freiwillig, und nur die halbe Mannschaft kurvte auf dem Eis herum. Die Einheit lief locker ab, die Spieler nutzten die Zeit vor allem für Schussübungen und schienen dabei ihren Spass zu haben. Spieler wie Thibaudeau, Marchon und die beiden Ersatztorhüter, die bisher nur selten zum Einsatz kamen, genossen es sichtlich, Zeit auf dem Eis zu verbringen.

Bouchard, Martschini oder Suri nutzten die Trainingseinheit hingegen, um unbeschwert auf dem Eis herumzukurven und die Beine zu lockern. Szenen wie der jubelnde Bürgler, der mit einem satten Schuss den Ersatztorhüter Haller bezwingen konnte, waren Balsam für das angeschlagene Gemüt der Spieler. Auch eine Handvoll Fans freute sich ab dem gut gelaunten EVZ.

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Körpersprache ist alles

Obschon die Spieler im Training gut gelaunt waren, ist klar, dass sie vor einer Herkulesaufgabe stehen. Die nächsten vier Partien müssen sie alle gewinnen, wenn sie nicht schon frühzeitig in die Ferien geschickt werden wollen. Zentralplus konnte sich vor der kapitalen Partie vom Donnerstag mit Lars Weibel unterhalten. Dieser kann die Gefühlslage der Zuger wie kaum ein anderer nachvollziehen.

«Es geht darum, dass sich jeder vornimmt, jeweils die nächsten zwanzig Minuten zu gewinnen.»

Lars Weibel, ehemaliger EVZ-Torhüter

Der langjährige EVZ-Goalie hütete während den Play-offs 2007 das Tor, als die Zuger im Viertelfinal gegen Rapperswil-Jona mit 0:3 zurücklagen und die Serie noch drehen konnten. Was hat damals den Ausschlag für die Wende gegeben? «Wir hatten ein gemeinsames Essen mit der Mannschaft und danach eine laute Ansprache. Und wir hatten einige Führungscharaktere, die das Team mitgerissen haben», erzählt Weibel.

Er weiss auch, wie es den Spielern diese Saison gelingen könnte, das Blatt zu wenden: «Es geht darum, dass sich jeder vornimmt, jeweils die nächsten zwanzig Minuten zu gewinnen. Nur so kann man den grossen Berg abtragen.» Eines nach dem anderen also.  Zudem müsse das vielbeschworene Momentum durchbrochen werden und auf die eigene Seite geholt werden. «Dies erreicht man nicht mehr nur mit Taktik, sondern vor allem mit der Körpersprache und dem Selbstvertrauen, das man auf dem Eis zeigt», meint Weibel. «Obwohl die Mannschaft spielerisch sehr talentiert ist; Talent ist jetzt nicht entscheidend.»

Der schwierigste Sieg

Lars Weibel. (Bild: EVZ)

Lars Weibel. (Bild: EVZ)

Weibel weiss nicht nur, wie es ist, eine Serie nach einem 0:3-Rückstand zu gewinnen, sondern hat ein Jahr danach im Viertelfinal gegen den HC Davos auch das brutale Gegenteil kennen gelernt. Die Zuger verspielten damals sämtliche vier Matchpucks und beendeten die zweite Ära unter Coach Sean Simpson unrühmlich. Er weiss also auch, was die Luganesi bei diesem vierten und wichtigen Spiel falsch machen könnten.

Weibel erklärt, dass der vierte Sieg der schwierigste sei. «Und das ist keine Floskel. Die eigenen Zuschauer erwarten, dass du die Serie beendest.» Der Gegner hingegen habe nichts mehr zu verlieren und könne befreit aufspielen, sagt der ehemalige EVZ-Goalie. Zudem wisse man im Unterbewusstsein, dass trotz des Vorsprungs ein starker Gegner warte. «Bei einem 3:0-Vorsprung liegt es theoretisch drin, ein Spiel abzugeben». Das könne bereits ausreichen, um der anderen Mannschaft das Momentum für die Wende zu geben, konstatiert er.

«Ich denke, dass der EVZ knapp in Overtime gewinnt.»

Lars Weibel

Rezept für die Wende

Den Zugern bleiben also zwei Strategien, um die Partie vom Donnerstag zu gewinnen und ihre Saison zu verlängern. Entweder hoffen sie darauf, dass die Luganesi das Spiel am Donnerstag auf die leichte Schulter nehmen und den Gegner unterschätzen. Oder sie gehen mit Mut in die Partie, geben Vollgas und zwingen das Glück, die Seite zu wechseln. Lars Weibel ist jedenfalls zuversichtlich: «Wir nehmen Match für Match. Ich denke, dass der EVZ am Donnerstag knapp in der Overtime gewinnt.»


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