Quantum Global bekommt vor Zuger Obergericht recht
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Jean-Claude Bastos de Morais in einer Dokumentation von Fernsehen SRF. (Bild: Screenshot SRF)

Während Jean-Claude Bastos im Kerker schmort Quantum Global bekommt vor Zuger Obergericht recht

2 min Lesezeit 30.11.2018, 19:02 Uhr

Nach Grossbritannien gewinnt die Zuger Quantum-Global-Gruppe nun auch in der Schweiz einen Prozess gegen den angolanischen Staatsfonds, der ihre Vermögenswerten einfrieren wollte. Allerdings liegen viele Gelder in Mauritius und bleiben dort blockiert.

Wie Quantum Global am Mittwoch mitteilte, hat das Zuger Obergericht im Sinne der Zuger Firmengruppe des schweizerisch-angolanischen Geschäftmmanns Jean-Claude Bastos entschieden, der mit den Paradise Papers bekannt wurde (zentralplus berichtete). Dabei geht es um das weltweite Einfrieren von Vermögenswierten, welche der Angolanische Staatsfonds betrieben hatte.

Im August hatte Quantum bereits vom englischen High Court recht bekommen, nun auch vom Zuger Obergericht. Demnach können hierzulande keine Konten mehr von Bastos und seiner Gruppe blockiert werden.

In Mauritius läuft das Verfahren noch

Nach wie vor eingefroren bleiben Bastos und Quantum-Globals Gelder auf Mauritius, wo die Gruppe wichtige Firmen unterhält. Dagegen gehe man ebenfalls an, doch liefen die Verfahren immer noch. Quantum Global stört sich in seiner Miteilung vor allem daran, dass die Erwägungen der Finanzbehörde, aufgrund dessen dem Begehren des Angoanischen Staatsfonds stattgegeben wurde, nicht öffentlich gemacht werden.

Bastos selber sitzt in einem berüchtigten Gefängnis in Angola ein. Quantum Global nennt Bastos‘ seit September andauernde Haft «unrechtmässig». Es sei nach wie vor keine Anklage erhoben worden.

Verhandlungslösung angestrebt

Das Unternehmen würde sich mit dem Angolanischen Staaatsfonds am liebsten vor einem Schiedsgericht oder in einer Verhandlungslösung verständigen. Bastos‘ Quantum Global Gruppe hatte einige Jahre Gelder des Angolanischen Staatsfonds verwaltet.

Nach Veröffentlichungen der Paradise Papers geriet Bastos wegen hoher Managementgebühren in die Kriitik und weil er in Projekte investierte, bei denen er selber Nutzniesser ist.

Der Staatsfonds hatte Quantum Global die Milliardenmandate nach ein Führungswechsel gekündigt. Anfang Jahr war der Sohn des angolanischen Ex-Präsidenten Dos Santos – einer von Bastos‘ Jugendfreunden – an der Spitze des mit 5 Milliarden Dollar dotierten Staatsfonds abgelöst worden.

 

 

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