Politik
Fifa: ein gemeinnütziger Verein?

Thomas Aeschi verteidigt Fifa-Steuerprivilegien

Thomas Aeschi befürchtet, dass die Fifa ihren Hauptsitz im Falle von Steuererhöhungen ins Ausland verlegen könnte. (Bild: Adobe Stock)

Die Grünen haben angekündigt, in der Wintersession einen Vorstoss einzureichen, um der Fifa den Status eines Vereines zu entziehen. Thomas Aeschi befürchtet, dass die Fifa ins Ausland abwandern könnte.

Der Zuger Nationalrat Thomas Aeschi ist von der Weltmeisterschaft in Katar begeistert. Er ist zusammen mit zwei SVP-Parteikollegen an die Weltmeisterschaft gereist (zentralplus berichtete).

Nun verteidigt der Zuger auch den Status der Fifa als Verein. Hintergrund ist die Ankündigung der Grünen, der Fifa diesen Status mittels parlamentarischen Vorstosses zu entziehen. Bislang profitiert die Fifa aufgrund des Status als Verein von Steuerprivilegien. Im Kanton Zürich, wo die Fifa ihren Sitz hat, zahlen Vereine vier Prozent ihres Gewinns als Staatssteuer. Die direkte Bundessteuer beträgt für Vereine 4,25 Prozent des Gewinns.

Aeschi befürchtet, dass die Fifa bei einer Steuererhöhung abwandert

Thomas Aeschi hält den Vorstoss der Grünen für nicht mehrheitsfähig. Auf «nau.ch» wird der Nationalrat wie folgt zitiert: «In der Schweiz ist die Besteuerung von Firmen mit Ausnahme der direkten Bundessteuer eine kantonale Angelegenheit.» Er gibt zu bedenken, dass eine vergleichbare Vorlage im Zürcher Kantonsparlament im Jahr 2018 bereits gescheitert sei. Er geht davon aus, dass der Vorstoss auch auf nationaler Ebene keine Chance hat.

Aeschi hält es für wichtig, dass der Unternehmensstandort Schweiz geschützt wird. In der Vergangenheit sei dieser bereits geschwächt worden. Zudem sei mit der OECD-Steuerreform bereits die nächste Reform geplant, welche die Schweiz im Vergleich zum Ausland schwächen würde, so Aeschi. Der Zuger befürchtet, dass eine Steuererhöhung den Weltfussballverband zu einem Standortwechsel in das Ausland bewegen könnte.

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