Politik
Ruswiler kandidiert 2023 erneut

Nationalrat Leo Müller will es nochmals wissen

Nationalrat Leo Müller (Die Mitte) hat sich entschieden, bei den eidgenössischen Wahlen 2023 erneut zu kandidieren (Bild: Philipp Schmidli)

Soll ich bei den kommenden Wahlen nochmals antreten? Diese Frage musste sich auch der 64-jährige Leo Müller stellen und in den Sommerferien hat für sich die Antwort gefunden. Er will sich zur Wiederwahl stellen.

Ein politisches Amt bedeutet Stress und einen grossen Zeitaufwand. Dementsprechend muss es gut überlegt sein, ob man als Politiker bei einer Wahl nochmals antritt oder nicht. So langsam entscheiden sich die Luzerner Politikerinnen und Politiker, ob sie 2023 nochmals antreten wollen. So hat sich in dieser Woche die Mitte-Politikerin Andrea Gmür entschieden, im Herbst 2023 für eine zweite Legislatur als Ständerätin des Kantons Luzern zu kandidieren (zentralplus berichtete).

Sommerferien haben Leo Müller Klarheit gegeben

Auch Leo Müller (Die Mitte) hat sich nun entschieden, ob er weitermachen will. «In den Sommerwochen habe ich mir die nötige Zeit genommen, um in Ruhe über meine politische Zukunft nachzudenken und einen gereiften Entscheid zu fällen», schreibt er. Dabei habe er auch mit seiner Familie und seinem persönlichen Umfeld Gespräche geführt. «Bei meiner Entscheidfindung habe ich gespürt, dass die Freude und die Lust am Politisieren, am Gestalten der Bundespolitik ungeschmälert gross ist.»

Und so kommt der 64-jährige Ruswiler zum Schluss: «Ich trete top motiviert nochmals an!» Leo Müller war in den letzten drei Legislaturperioden als Finanz- und Wirtschaftspolitiker tätig. Er engagierte sich auch bei staatspolitischen Themen und für die Anliegen der Landwirtschaft. Auf die Frage, ob er nach dieser langen Zeit noch Energie habe, sagt er: «Motivation, Gesundheit, Tatkraft und das familiäre Umfeld stimmen, also spricht alles für Weitermachen.»

Müller hat Erfahrung in zwei Präsidien gesammelt

In den Nationalrat wurde Leo Müller im Jahr 2011 gewählt. Er war zuerst Mitglied der Finanzkommission (FK) und später der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK). Bei der WAK ist der auch aktuell der Präsident. Die Finanzkommission durfte er bereits in seiner ersten Legislatur erfolgreich präsidieren, was in Bundesbern für einen Neuling die grosse Ausnahme ist.

Neben seinen Funktionen in Bundesbern gehörte Leo Müller von 1999 bis 2011 auch zum Luzerner Kantonsrat. 2011 war er Kantonsratspräsident. Darauf ist er besonders stolz. «Dieses Jahr habe ich als schönstes politisches Amt in Erinnerung, weil ich durch und durch Luzerner bin.» Luzern, genauer Ruswil ist auch heute noch seine Heimat. Dort lebt er mit seiner Gattin Helene. Müller ist von drei erwachsenen Kindern.

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