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Picknicker machen Luzerner Stadtgärtnerei das Leben schwer
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Die Wiese unterhalb des Richard-Wagner-Museums Tribschen, ein nicht mehr ganz geheimer Geheimtipp. (Bild: Emanuel Ammon/AURA )

Verschwundene Sitzbank gibt Rätsel auf Picknicker machen Luzerner Stadtgärtnerei das Leben schwer

2 min Lesezeit 1 Kommentar 12.07.2019, 17:25 Uhr

Im Luzerner Tribschenquartier wird seit Monaten darüber spekuliert, wo eine Sitzbank hingekommen ist, die in der Nähe des Richard Wagner Museums gestanden hat. Sogar Baudirekorin Manuela Jost wurde mit Ermittlungen beauftragt. Jetzt ist der Fall gelöst.

Mal ist sie da, mal wieder nicht. Eine Sitzbank im weitläufigen Park des Richard Wagner Museums hat den Bewohnerinnen und Bewohnern des Tribschenquartiers in den letzten Monaten Rätsel aufgegeben.

An der Generalversammlung des Quartiervereins im Mai, wollten sie deshalb Nägel mit Köpfen machen. Sie beauftragten Stadträtin Manuela Jost damit abzuklären, was es mit dem Phänomen auf sich hat, wie aus der aktuellen «Tripsche Zytig» hervor geht.

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Eine Nachfrage bei der Stadt Luzern hat nun ergeben, dass Thema der Stadtgärtnerei bestens bekannt ist. «Die erwähnte, mobile Bank sollte eigentlich leicht unterhalb, in der Nähe des Richard Wagner Museums stehen», sagt Leiter Cornel Suter. Und nein, sie wurde nicht von der Stadtgärtnerei entfernt.

Die Bank wandert durch den Park

Bei dem Park handelt es sich um eine Naturschutzzone, deshalb ist es eigentlich nicht vorgesehen, auf dem Hügel eine offizielle Bank aufzustellen. «Die mobile Bank wird immer wieder verschoben und dann durch Mitarbeitende der Stadtgärtnerei oder durch das Stadtforstamt wieder an den ursprünglichen Standort zurückgebracht», erklärt Suter.

Der «Trampelpfad» vor Ort macht inzwischen zwar schon fast einen offiziellen Eindruck, ist aber spontan entstanden. Der Park erfreut sich im Sommer grosser Beliebtheit als Naherholungsgebiet. Viele Luzernerinnen und Luzerner gehen dort – abseits der angrenzenden offiziellen Badeanstalt – auch sehr gerne schwimmen.

Wilde Feuerstellen im Naturschutzgebiet

Diese Beobachtung hat auch Quartierbewohner Heiri Bachmann gemacht, der jahrelang der Sprecher des Quartiervereins Tribschen-Langensand war. «Es ist im Quartier in den letzten Jahren viel gebaut worden, entsprechend sind auch immer mehr Menschen unterwegs. An sich ist es ja eine erfreuliche Sache, schliesslich sind die Freiflächen ja dazu da, genutzt zu werden», meint er. Und ein Trampelpfad sei allemal besser, als wenn die Spaziergänger querfeldein laufen würden. «Solange es gesittet zu geht, stört das wohl niemanden wirklich.»

Der Stadtgärtnerei machen insbesondere Picknicker das Leben schwer, die nach dem Aufenthalt nicht aufräumen. «Mitarbeitende der Stadt Luzern leider in der Naturschutzzone eine Zunahme von Abfall und wilden Feuerstellen fest», sagt dazu Cornel Suter. Man werde die Situation vorerst weiter beobachten.

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1 Kommentare
  1. Hannes, 14.07.2019, 10:37 Uhr

    Warum nicht eine mobile bank anbieten. Vielleicht gar mehrere, und offiziell anschreiben. Dann werden sie von den besucher dort platziert wo der bedarf ist.
    Bei abfall sünder wäre ich nicht nachsichtig. Dieses problem taucht überall vermehrt auf und es muss reagiert werden. Gute ideen wären gefragt. Mir kommt nur ein abfalldetektiv mit bussengewalt in den sinn.