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Über 70'000 Franken erbeutet

Zuger Polizei schnappt Geldkuriere von Telefonbetrügern

Telefonbetrüger suchen sich gezielt ältere Personen als Opfer aus. (Bild: Symbolbild: Adobe Stock)

Telefonbetrüger haben als falsche Polizisten über 70'000 Franken von Seniorinnen erbeutet. Die Zuger Polizei hat inzwischen zwei Geldkuriere festgenommen.

Ältere Zuger haben im November mehrere Anrufe von falschen Polizisten erhalten. Dahinter stecken Telefonbetrüger, die Seniorinnen über 70'000 Franken abgeknöpft haben (zentralplus berichtete). Ein Taxifahrer hat dabei eine 83-Jährige an einen Bitcoin-Automaten gefahren, wo sie Geld eingezahlt hat.

Als dieser Taxifahrer einige Tage später dasselbe Spiel mit einer 76-Jährigen durchführen wollte, hat die Zuger Polizei ihn festgenommen, wie sie in einer Medienmitteilung schreibt. Beim Geldkurier handelt es sich um einen 65-jährigen ausserkantonalen Taxifahrer. Die Staatsanwaltschaft hat gegen ihn eine Strafuntersuchung eröffnet.

Einige Tage später ist der Polizei ein weiterer Kurier ins Netz gegangen. Ein Telefonbetrüger hat eine 74-Jährige zuerst dazu gebracht, einem unbekannten Mann wertvollen Schmuck zu übergeben. Am Tag danach sollte sie 15'000 Franken Bargeld übergeben. Bei der geplanten Übergabe hat die Polizei den 21-jährigen Schweizer festgenommen. Gegen ihn hat die Staatsanwaltschaft Zug ebenfalls eine Strafuntersuchung eingeleitet. Eine weitere gute Nachricht: Die Polizei konnte den Schmuck der Frau sicherstellen und ihr zurückgeben.

So verhinderst du einen Telefonbetrug

Die Zuger Polizei warnt erneut vor solchen Betrügern und mahnt, sich keinesfalls auf solche Anrufe einzulassen. Schützen Sie sich richtig und befolgen Sie folgende Tipps:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn ein Polizist Sie am Telefon auffordert, einen Geldbetrag abzuheben, einer fremden Person zu übergeben oder an einem Bitcoin-Automaten einzuzahlen. 
  • Seien Sie misstrauisch, wenn Ihnen eine Polizistin am Telefon eine Geschichte erzählt und Ihnen sagt, Ihr Geld auf der Bank sei nicht mehr sicher.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und beenden Sie das Telefongespräch umgehend.
  • Telefonbetrüger wählen ihre Opfer sehr oft im öffentlichen Telefonbuch aus. Sie suchen gezielt nach Personen mit traditionellen Vornamen, da dieser ein Hinweis auf das Alter liefern könnte. Schützen Sie sich, indem Sie nur den ersten Buchstaben Ihres Vornamens vermerken. Ändern Sie Ihren Telefonbucheintrag direkt online. 
  • Nehmen Sie Warnhinweise von Bankangestellten ernst und erlauben Sie diesen bei geringsten Zweifeln, die Polizei zu verständigen (zentralplus berichtete).
  • Melden Sie sich im Zweifelsfall immer frühzeitig bei der richtigen Polizei (Notruf 117), um Unsicherheiten zu klären.
Verwendete Quellen
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