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Entschädigung Wartezeit

SP Luzern fordert zahlbare Betreuung durch Hebammen

Die SP will nicht, dass Familien auf die Betreuung durch eine Hebamme aus Kostengründen verzichten müssen. (Bild: Mohd Fazlin/flickr)

Die Betreuung von Müttern nach einer Geburt soll besser geregelt werden. Freischaffende Hebammen können ihre Piket-Stunden nicht über die Krankenkasse abrechnen. Für manche Eltern ist die Betreuung im Wochenbett deshalb oft zu teuer.

Viele Frauen gebären ihre Kinder heute im Spital. Wenn sie dort nach einigen Tagen entlassen werden, übernimmt im Normalfall eine freischaffende Hebamme die Betreuung im Wochenbett, bei Notfällen oder auch bei Geburten ausserhalb des Spitals. Das dient der Unterstützung der Eltern wie auch der Prävention, damit wiederholte Spitaleintritte vermieden werden können.

In den ersten Wochen ist es besonders wichtig, dass die Hebammen um die Uhr zumindest telefonisch erreichbar sind. Allerdings können Hebammen keine Notfall- oder Wochenendpauschale abrechnen, wie in anderen Branchen üblich. Die Kosten für den Bereitschaftsdienst fällt deswegen immer häufiger auf die Eltern zurück und wird privat bezahlt. Das will die SP Luzern ändern und fordert eine Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen.

Wartegeld soll von der Krankenkasse gedeckt werden

Das sogenannte Wartegeld oder Bereitschaftsentschädigung wurde vom Kanton 2003 zwar eingeführt, aber bereits 2005 aus Spargründen wieder gestrichen. Eine Wiedereinführung wurde 2010 abgelehnt. Für die Eltern, die sich die Bereitschaftsentschädigung nicht leisten können, kann das schwere Folgen haben. Entweder sie verzichten auf die Betreuung oder die Hebammen erlassen die Entschädigung, welche einen wesentlichen Lohnbestandteil ausmacht.

Die SP fordert nun, dass die Bereitschaftsentschädigung von der Grundversicherung der Krankenkassen übernommen werden soll. Bisher konnten sich die Hebammen mit den Krankenkassen nicht auf akzeptable Tarife einigen, da die Tarife um einiges tiefer lagen als in anderen Berufen und Dienstleistungen.

Familien unterstützen und Gesundheit fördern

Die SP will mit dem Postulat besonders junge Familien entlasten und die Gesundheit von Kindern und Familien fördern. Zudem sollen die Unterschiede zwischen den Kantonen ausgeglichen werden. Es sei möglich, dass ausserkantonale Hebammen nicht bereit seien, im Kanton Luzern eine Wochenbettbetreuung zu übernehmen.

Verwendete Quellen
  • Medienmitteilung und Postulat der SP
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