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Playoff-Modus der Super League

Nordkorea-Vergleich schockiert David Roth

David Roth findet den Vergleich von einer Bewilligungspflicht und mit dem nordkoreanischen Regime schockierend. (Bild: zvg)

Der SP Kantonsrat David Roth ist entsetzt, weil der Sportchef von CH Media seine Forderungen mit Repressionsmassnahmen des nordkoreanischen Regimes verglichen hat. Dabei geht es um eine zweiwöchig Frist für Bewilligungen. Im Fussball.

Fussball kann ja bekanntlich viele Emotionen auslösen. Und so ist es auch in diesem Fall. Nur nicht auf, sondern neben dem Feld. Und zwar geht es um einen Kommentar von François Schmid-Bechtel, dem Sportchef von CH Media zu einem Postulat von SP-Kantonsrat David Roth.

Darin hatte Roth eine zweiwöchige Frist für die Bewilligungen von Fussballspielen der Super League gefordert. Diese werden ab 2023/2024 im Playoff-Modus stattfinden, womit die Spielkombinationen erst sehr kurzfristig zugelost werden.

Schmid-Bechtel hatte in einem Kommentar die Forderung von Roth mit Verhältnissen in Nordkorea gleichgesetzt. Jetzt hat sich David Roth in der Zuger Zeitung dazu geäussert. Er sei noch nie auf so tiefem Niveau angegriffen worden, schrieb er. Der Nordkorea-Vergleich sei schockierend und verharmlose die Verhältnisse im brutalen Regime in Nordkorea.

Playoff-Modus liefert viel Sprengstoff

Das Postulat des SP Kantonsrats gründet in den knappen Polizeiressourcen, die durch Grossereignisse sowieso schon sehr belastet seien (zentralplus berichtete). Schmid-Bechtel dramatisiere in seinem Kommentar die Auflagen für Fussballfans als «Repressionsmassnahmen», so Roth.

In seiner Replik in der Zuger Zeitung wies der Kantonsrat nun nochmals auf die grosse Belastung der Polizei hin. Das zeige auch die Schliessung der Polizeiposten über den Sommer. Zudem fehle es an Ressourcen in verschiedenen Bereichen wie Häuslicher Gewalt, Menschenhandel oder Zwangsprostitution.

Übertriebene Darstellung und Verharmlosung

Es gehe ihm allein um die Planbarkeit der Sportveranstaltungen, keineswegs um ein Verbot, wie es Schmid-Bechtel darstelle, schreibt David Roth. Er kritisiert CH Media für die Berichterstattung und findet, das Medienhaus solle sich bei den Opfern des nordkoreanischen Regimes entschuldigen.

«Da wir in der Schweiz und nicht in Nordkorea leben, dürfen auch Politiker hart kritisiert werden. Aber das entbindet niemanden von der Verantwortung, welche publizistische Möglichkeiten mit sich bringen.»

Verwendete Quellen
  • Artikel in der Zuger Zeitung

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