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Nach Ablehnung einer Nomination

Luzener FDP kritisiert strenge Frauenquote für Kommission

Frauen, die sich wie Simonetta Sommaruga für die Verkehrspolitik interessieren, findet man gemäss FDP in Luzern selten. (Bild: ios)

Der Luzerner Stadtrat lehnt eine Nomination für die Verkehrskommission (VKL) ab – weil das potenzielle Mitglied ein Mann ist. Nun hagelt es Kritik von der FDP. In einem Postulat argumentieren sie, dass man damit qualifizierte Freiwillige vergraule.

Viele politischen Fragen werden in dazugehörigen Kommissionen behandelt. So auch für verkehrspolitische Anliegen. Die Verkehrskommission der Stadt Luzern (VKL) setzt sich aus Mitgliedern des Kantonsrats, Grossen Stadtrats und 13 Mitgliedern von verschiedenen Organisationen zusammen. Eines davon stellt der Verband der städtischen Quartiervereine. Da das jetzige Mitglied zurücktritt, hat der Verband einen fachlich dafür qualifizierten Mann als Nachfolger nominiert.

Der Stadrat hat dessen Wahl jedoch abgelehnt. Als Grund verweist er auf das Gleichstellungsprogramm: Kommissionen des Luzerner Stadtrats brauchen eine Geschlechterquote von mindestens 33 Prozent. Der VKL erfüllt diese Vorgabe aber derzeit nicht.

Freiwillige nicht mit Quote vergraulen

Dafür hagelt es nun Kritik seitens der FDP. Fabian Reinhard und Marco Baumann aus der FDP-Fraktion des Grossen Stadrats fordern mittels Postulat, die strenge Quote in gewissen Fällen zu überdenken. Konkret soll für Personen, die aus Freiwilligenorganisationen dazustossen, eine Ausnahme gemacht werden. «Dies soll verhindern, dass sich Freiwillige nicht mehr in Gremien engagieren können, weil die dafür qualifizierteste Person, die sich bereit erklärt hat, die Funktion wahrzunehmen, eine Geschlechterquote nicht erfüllt.»

Die FDP teile zwar das Anliegen, wann immer möglich beide Geschlechter angemessen vertreten zu haben. In der Praxis stelle sich das jedoch für gewisse Organisationen als «oftmals schwierig» bis «nicht möglich» heraus, Frauen für Verkehrspolitik zu begeistern.

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