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Er tötete mit acht Schüssen und einem Kissen

Der Mörder von Emmen zieht das Urteil weiter

Blick in den Gerichtssaal des Kriminalgerichts Luzern.

(Bild: zvg)

2011 kam es in Emmen zu einem brutalen Mord, der Täter wurde in den Medien als Bestie bezeichnet. Das Luzerner Kriminalgericht sprach den heute 40-Jährigen des Mordes schuldig und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren. Der Beschuldigte war grösstenteils geständig – zieht das Urteil jedoch weiter.

Schuldig des Mordes, lautete das Verdikt des Luzerner Kriminalgerichts. 2011 kam es in Emmenbrücke an der Neuenkirchstrasse zu einem auch für internationale Verhältnisse besonders skrupellosen Mord. Ein damals 32-jähriger, gebürtiger Serbe brachte einen nigerianischen Asylbewerber um. Mit acht Schüssen, davon der erste in den Mund des Opfers, und einem Kissen, das er dem blutspuckenden Opfer aufs Gesicht drückte, bis zum letzten Atemzug (zentralplus berichtete).

Zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren verurteilt

Der Beschuldigte musste sich deshalb im Juni 2018 vor dem Luzerner Kriminalgericht verantworten. Er war geständig und gab die Tötung denn auch von Anfang an zu. Für sich selbst forderte er vor dem Richtergremium die Todesstrafe (zentralplus berichtete).

Das Luzerner Kriminalgericht verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren und einem Monat (zentralplus berichtete). Dagegen hat der Beschuldigte Berufung eingelegt und das Urteil weitergezogen. Als nächst höhere Instanz wird sich das Luzerner Kantonsgericht mit dem Mordfall auseinandersetzen müssen.

«Besondere Brutalität» und «hohe kriminelle Energie»

Wie aus dem nun veröffentlichten schriftlichen Urteil des Luzerner Kriminalgerichts hervorgeht, habe der Beschuldigte die Tat «mit ausserordentlicher Entschiedenheit und Konsequenz exekutionsartig» ausgeführt und eine «besondere Brutalität» an den Tag gelegt. Der Mord zeuge im Vergleich zu anderen Mordtaten von einer hohen kriminellen Energie.

Der Beschuldigte habe sich dazu entschlossen, dem Leben des Opfers ein Ende zu setzen. Er habe sich dabei nicht von «Gefühlen der Angst» leiten lassen, sondern habe durchwegs kontrolliert und konsequent gehandelt. Auch als seine Kollegen die Flucht antraten, schoss der Beschuldigte weiter auf das Opfer, bis die Trommel des Revolvers leer war.

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