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Ab 2023 gibts auch E-Velos

Bleibt Nextbike? Luzern schreibt Veloverleihsystem neu aus

Seit 2011 bietet Nextbike in der Stadt Luzern Leihvelos an. (Bild: jal)

Bislang bietet Nextbike in der Stadt Luzern Leihvelos an – nun erhalten auch andere Anbieter die Chance auf den Zuschlag. Wie angekündigt wurde das Veloverleihsystem öffentlich ausgeschrieben. Neu kommen auch E-Bikes dazu – nicht aber E-Scooter.

Wer kein eigenes Velo besitzt, kann in Luzern an Dutzenden Stationen ein Leihvelo von Nextbike benutzen. Für Stadtluzerner ist das Angebot jeweils für die ersten vier Stunden einer Ausleihe kostenlos. Wie lange die grau-silbernen Zweiräder noch zur Verfügung stehen, ist allerdings offen. Denn die Stadt Luzern hat das Veloverleihsystem wie letzten Sommer angekündigt neu ausgeschrieben (zentralplus berichtete).

Begründet hat die Stadt die Ausschreibung mit der Gleichbehandlung und fairen Wettbewerbsverhältnissen. Bis am 8. November können sowohl Nextbike als auch Konkurrenten ihr Angebot einreichen.

Gesucht wird ein Anbieter, der für Luzern und auch für andere interessierte Gemeinden ab 2023 das Bikesharing-System anbietet. Wer gewinnt, bekommt ein Exklusivrecht: Während fünf Jahren – mit Option auf Verlängerung um weitere fünf Jahre – werden nur diese Velos in Luzern zum Einsatz kommen. Anders als andere Städte ist Luzern mit den entsprechenden Bewilligungen vergleichsweise restriktiv.

E-Velos, aber keine E-Scooter

Denn der öffentliche Raum sei ein knappes Gut. Das ist auch der Grund, wieso E-Scooter in Luzern bislang nicht zu sehen sind. Dabei bleibt es. Zwar wurde der Bedarf geprüft. Für die Stadt Luzern ist aber klar: E-Scooter sprechen vor allem Fussgänger an – und tragen damit nicht dazu bei, dass die städtischen Mobilitätsziele erreicht werden.

Anders als Elektro-Velos, von denen sich die Stadt Anreize erhofft, damit Luzernerinnen vom Auto aufs Rad umsteigen. Ab 2023 umfasst das Sharing-System auch mehrere E-Bikes mit einer Unterstützung bis 25 Stundenkilometer. Dadurch soll das Angebot noch attraktiver werden – etwa für Leute, die im Obergütsch oder im Wesemlin wohnen oder arbeiten. Um die Aussenquartiere und Hanglagen besser ans System anzubinden, sind zudem neben den 76 bereits bestehenden Standorten 13 weitere vorgesehen.

In Luzern wird das Verleihsystem seit 2011 von der deutschen Firma Nextbike angeboten und von der Caritas Luzern betrieben. Auch der künftige Anbieter wird dazu verpflichtet, den Unterhalt und Service von der Caritas zu beziehen. Gemäss Ausschreibung belaufen sich die Kosten dafür auf jährlich knapp 400'000 Franken. Ob die Benutzung für Stadtluzerner weiterhin gratis ist, lässt der Stadtrat noch offen.

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