Massnahmenkritischem Arzt aus Ebikon soll Bewilligung entzogen worden sein
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Arztpraxis. (Bild: Unsplash/Hush Naidoo)

Er will das Urteil anfechten Massnahmenkritischem Arzt aus Ebikon soll Bewilligung entzogen worden sein

2 min Lesezeit 8 Kommentare 27.02.2021, 22:19 Uhr

Dem Ebikoner Arzt, der in den vergangenen Monaten mit seinen kritischen Äusserungen gegenüber den Coronamassnahmen des Bundesrates sowie zum Maskentragen aufgefallen ist, soll vom Kanton Luzern die Bewilligung entzogen worden sein. Den Entscheid will er anfechten.

Ein Hausarzt, der in Ebikon praktiziert, geriet in den vergangenen Monaten in die Schlagzeilen. Grund: Er stellte sich öffentlich gegen die Coronamassnahmen des Bundesrates sowie unter anderem gegen die Maskenpflicht. Nun soll er seine Berufserlaubnis los sein, wie das Portal «Die Ostschweiz» berichtet.

Demnach habe der Mediziner bis letzten Donnerstag für Ferien im Ausland geweilt. Als er zurückkam, habe die Polizei auf ihn gewartet. Die Polizisten hätten ihm einen eingeschriebenen Brief überreicht, den er aufgrund seiner Abwesenheit nicht habe abholen können, sagt der Arzt gegenüber «Die Ostschweiz».

Gang vor Gericht

Absender seien der Luzerner Kantonsarzt und der Leiter der Dienststelle Gesundheit des Kantons Luzern gewesen. Für den Arzt war das Schreiben dicke Post. Gemäss dem Portal soll es die Ankündigung über die Eröffnung eines aufsichtsrechtlichen Verfahrens sowie den «vorsorglichen Entzug» der Praxisbewilligung enthalten haben. Beim Kanton wollte man sich dazu auf Nachfrage nicht äussern. «Die Dienststelle Gesundheit und Sport (DIGE) als zuständige Aufsichtsbehörde äussert sich nicht zu laufenden Verfahren», schreibt das Gesundheits- und Sozialdepartement.

Wie «Die Ostschweiz» weiter schreibt, will der Hausarzt das Verdikt vor Verwaltungsgericht anfechten, einen Juristen habe er bereits eingespannt. Dies hätte indes keine aufschiebende Wirkung, was bedeutet, dass der Mediziner seinem Beruf im Kanton Luzern nicht nachgehen dürfte, bis das Verwaltungsgericht ein anders lautendes Urteil gefällt hat.

Arzt spricht von Unverhältnismässigkeit

Der Fall um den mutmasslich fehlbaren Mediziner wurde auch von der SRF-Rundschau beleuchtet. In dem Beitrag ging es darum, dass er bei der Arbeit keine Masken getragen und Maskenatteste ausgestellt haben soll, ohne die Patienten persönlich zu treffen. Gemäss «Die Ostschweiz» kommt nun noch ein dritter Vorwurf hinzu. «Schrecken der Bevölkerung» soll er lauten. Erhoben wurde dieser wegen eines Auftritts an Demonstrationen, wo sich der Arzt ohne gesicherte Beweise gegen die Coronaimpfung geäussert hatte.

Für den Betroffenen ist der angebliche Entscheid des Kantons Luzern ein «Angriff auf die Meinungsfreiheit». Dabei sei auch die Verhältnismässigkeit verloren gegangen, kritisiert er. Insbesondere hält er den Behörden vor, dass sie auf Aussagen wie «wir gehen davon aus» oder «wir nehmen an» abstellten. Als Beweise sollen Stellen aus verschiedenen Medien dienen.

Die Praxis will der Chef weiterhin offen haben. Ein Arzt stehe zur Verfügung und mit einem weiteren sei er im Gespräch.

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8 Kommentare
  1. Manuel, 28.02.2021, 20:14 Uhr

    1. Geht gar nicht, auch wenn ich das Verhalten (Maskendispense ohne Prüfung) und das Gerede des Artzes (geschichtsrelativistische DDR Vergleiche) persönlich gänzlich daneben finde.
    Hoffe, das Verwaltunggericht wird das Urtreil kippen, wäre sonst bedenklich.
    Dann @ Andy: «DDR 2.0, verteidigt eure Freiheit, solange es noch geht» – echt jetzt? Hast dein Geschichtsbild wohl von der Weltwoche, peinlich. Feuer zu rufen, wenn nur eine Kerze brennt, nützt nichts.
    Kritische Voten (nicht Hetze, Aufrufe zur Gewalt oder diskriminerende Statements) muss eine Demokratie aushalten können, egal von welcher Seite!

  2. Andy Bürkler, 28.02.2021, 11:05 Uhr

    DDR 2.0
    Wir müssen wirklich aufpassen, dass wir den Geist der politischen Willkür und der Allmachtsfantasien wieder in die Flasche zurückbekommen.
    Die Politik und ihre Organe gehen viel zu weit. Das ist alles komplett unschweizerisch.
    Wacht endlich auf und verteidigt eure Freiheit, solange es noch geht.

    1. Siggi, 28.02.2021, 19:48 Uhr

      Das Verhalten des Arztes mag falsch sein mag aber auch richtig sein. Seine Bewilligung darf ihm der Staat meiner Meinung nach nicht entziehen nur weil er sich kritisch mit Corona äusserst oder kritisch handelt.

      Gruss aus Luzern

    2. Siggi, 28.02.2021, 19:49 Uhr

      Das Verhalten des Arztes mag falsch sein mag aber auch richtig sein. Seine Bewilligung darf ihm der Staat meiner Meinung nach nicht entziehen nur weil er sich kritisch mit Corona äusserst oder kritisch handelt.

      Gruss aus Luzern

    3. lucifer, 03.03.2021, 15:15 Uhr

      Herr Bürkle glauben Sie an Echsenmenschen welche die Welt regieren aus dem Untergrund?

  3. Roli Greter, 28.02.2021, 02:48 Uhr

    Beim Begriff «Schrecken der Bevölkerung» vdenke ich eher an einen Herr Ackermann von der selbsternannten Taskforce oder eine Frau Masseray vom BAG.

    1. lucifer, 28.02.2021, 09:51 Uhr

      bin nicht ihrer meinung! der arzt aus ebikon stellt mit seinem missbräuchliche verhalten eine ernsthafte gefahr dar!

  4. Adamsäpfelchen, 27.02.2021, 22:49 Uhr

    Hexenjagd 2.021

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