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Littauer fordern: «An der Cheerstrasse soll’s losgehen»
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Diese Schranke beim Bahnhof Littau führt zu längeren Wartezeiten und Rückstau. Die Umfahrung Cheerstrasse soll Abhilfe schaffen. (Bild: pze )

Quartierverein reicht Petition bei Stadt ein Littauer fordern: «An der Cheerstrasse soll’s losgehen»

2 min Lesezeit 27.04.2017, 11:26 Uhr

Die Cheerstrasse in Littau gibt weiter zu reden: Der Projektstart wird immer weiter nach hinten geschoben, das ärgert die Littauer. Mit einer Petition wollen sie den Stadtrat dazu bringen, unverzüglich mit dem Ausbau des Bodenhofkreisels zu beginnen.

In Littau soll’s vorwärts gehen: Der Quartierverein «An der Emme» wird am Donnerstagnachmittag bei der Stadt eine Petition einreichen. Es wird gefordert, dass «unverzüglich mit der Projektierung und anschliessenden Erstellung der Erschliessungsstrasse Bodenhofkreisel – Bahnhof Littau begonnen wird». Der Sonderkredit über rund 14 Millionen Franken für das Verkehrsprojekt wurde 2009, kurz vor der Fusion der Gemeinde Littau mit der Stadt Luzern, mit 73 Prozent Ja-Stimmen vom Volk bewilligt.

Die heutige Cheerstrasse führt von Littau Dorf runter via Bahnhof Littau zum Littauerboden. An der Schranke beim Bahnhof entstehen zu Stosszeiten lange Staus – die neue Cheerstrasse sollte den Verkehr dank der Unterführung staufrei zum Kreisel Bodenhof und von dort auf die Thorenbergstrasse leiten. Die dafür nötige Bahnunterführung wurde bereits 2005 gebaut. Wegen der höheren Verkehrsbelastung würde der Bodenhof-Kreisel ausgebaut. Zusätzlich soll am Bahnhof Littau eine Unterführung für den Langsamverkehr entstehen.

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Der Quartierverein schreibt in einer Medienmitteilung: «Rund alle 7 Minuten blockieren die Bahnschranken den Verkehr auf der Cheerstrasse und behindern den Fluss auf der naheliegenden Kantonsstrasse Richtung Malters und Seetalplatz.» Dies habe Auswirkungen auf den Verkehrsfluss, auch die Buslinien 40 und 41 litten unter regelmässigen Verspätungen. Dies habe auch Auswirkungen auf die Zuganschlüsse.

Verspätungen im öV kritisiert

Der Stadtrat signalisierte letzten Winter: Frühester Baubeginn des Projekts ist 2022 (zentralplus berichtete). Das stiess bei den Littauern sauer auf. Jetzt wehrt sich der Quartierverein also mit der Petition, welche über 450 Personen unterschrieben haben.

Rot eingezeichnet ist die Umfahrung Cheerstrasse. Gebaut wurde 2005 erst die Unterführung unter den SBB-Gleisen.

Rot eingezeichnet ist die Umfahrung Cheerstrasse. Gebaut wurde 2005 erst die Unterführung unter den SBB-Gleisen.

(Bild: lwo)

Ein Problem der Umsetzung sind die Kosten: Mit den neuen geplanten Massnahmen kostet das Verkehrskonzept 26 statt der ursprünglich geplanten 14 Millionen Franken (zentralplus berichtete). Dazu müsste vom Stadtparlament ein Sonderkredit gesprochen werden – und das noch bis Mitte diesen Jahres. Ob die neue linke Mehrheit die teure Umfahrungsstrasse denn auch will, ist unklar. Die Littauer befürchten, das Projekt käme nun gar nicht mehr zustande. Würde das Projekt gekippt, so würde ein Volksentscheid nicht umgesetzt – und das könnte zu einem angespannten Verhältnis zwischen Littau und Luzern führen.

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