Jetzt kann man sich für das Istanbul-Atelier bewerben
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Hier irgendwo im Gewimmel von Istanbul wartet bald ein Atelier auf Luzerner Kulturschaffende. (Bild: Flickr/nameer)

Luzerner Kreative obacht: Neues Stipendium läuft Jetzt kann man sich für das Istanbul-Atelier bewerben

2 min Lesezeit 02.12.2016, 10:53 Uhr

In Istanbul gibt es ein neues Atelier für Luzerner Künstler und andere Kreative. Ab nächstem Frühling findet der erste Aufenthalt am Bosporus statt. Ab sofort kann man sich für das Stipendium bewerben.

Letzten September ging der neue Verein Istanbuluzern an die Öffentlichkeit. Sein Ziel: eine kulturelle Brücke von Luzern nach Istanbul. Einmal jährlich soll Luzerner Kreativen künftig unentgeltlich ein Atelier in Istanbul zur Verfügung stehen (zentralplus berichtete).

Nun ist man einen Schritt weiter: Ab sofort kann man sich für den ersten Istanbulaufenthalt zwischen 15. Mai und 23. Juli 2017 bewerben (hier geht’s zur Ausschreibung).

Das Stipendium wird für Personen mit Wohnsitz im Kanton Luzern ausgeschrieben, die ein Projekt realisieren möchten, das sich mit Istanbul auseinandersetzt. «Gefördert werden insbesondere Recherchen, die der Realisierung eines kulturellen, künstlerischen oder kulturwissenschaftlichen Projektes dienen», schreibt der Verein.

Atelier an bester Lage

Die Auswahl erfolgt durch eine Jury, die sich aus externen Fachpersonen, einer Person von Manzara Istanbul und Vorstandsmitgliedern des Vereins zusammensetzt. Eingabeschluss für die Bewerbung ist der 15. Januar 2017.

Für den zehnwöchigen Aufenthalt in Istanbul kriegt man vom Verein einen Beitrag von 5000 Franken sowie einen Reisekostenzuschuss. Die Atelierwohnung befindet sich in im zentralen Quartier Beyoğlu in der Nähe des berühmten Galata-Turms.

Der Verein trägt das Stipendium mit dem Namen «Kultur-Stipendium Armin Meienberg» zusammen mit dem interkulturelle Netzwerk Manzara in Istanbul. Manzara betreibt in Istanbul mehrere Apartments.

Erinnerung an Armin Meienberg

Die Idee für das Atelier geht auf Armin Meienberg zurück: Der Vernetzer, ehemalige IG-Kultur-Präsident und leidenschaftliche Istanbulreisende verstarb im Frühling 2015 mit 51 Jahren völlig unerwartet. Er hinterliess in Luzern und am Bosporus für viele Leute eine grosse Lücke. Ein Jahr später, im Juni 2016, wurde der Verein als Gedenken an Armin Meienberg gegründet. «Der Verein will im Gedenken an diesen eminenten Freund Istanbuls und an sein kulturelles Engagement weiterbauen an der Brücke, die Meienberg von Luzern an den Bosporus zu schlagen verstanden hat», schreibt der Verein.

Trotz der aktuell politisch verschärften Lage in der Türkei will der Verein am Stipendium festhalten: «Die aktuellen Ereignisse in der Türkei, die der politisch unabhängige Verein mit grosser Aufmerksamkeit beobachtet, können nicht Anlass sein, den Vereinszweck nicht weiter zu verfolgen. Das Gegenteil ist der Fall», so Istanbuluzern.

Der Verein zählt aktuell 130 Mitglieder. Im Vorstand sind Weggefährten von Armin Meienberg und Istanbulliebhaber: Catherine Huth (Kulturschaffende, Projektleiterin, Präsidium), Jost Auf der Maur (Journalist),
Heidi Baumli (Sozialarbeiterin),
Regula Jeger (Präsidentin Stiftung Haus am See), Gabi Kopp (Illustratorin, Autorin «Das Istanbul Kochbuch»), Christian Löffel (Grafikstudent),
Ivan Schnyder (Literat, Autor, Redaktionsleiter «041 – Das Kulturmagazin»).

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