In Zug können ab Februar auch die Hausärzte impfen
  • Gesellschaft
Im Kanton Zug liegt der Schwerpunkt auf den Impfzentren. (Bild: zvg/Biontech SE 2020)

Neuer Corona-Impfstoff steht bald zur Verfügung In Zug können ab Februar auch die Hausärzte impfen

2 min Lesezeit 20.01.2021, 16:28 Uhr

Der Kanton Zug legt seinen Schwerpunkt auf die Durchführung von Impfungen in dafür vorgesehenen Zentren wie in Baar. Laut Kantonsarzt Rudolf Hauri soll aber auch Impfen in Arztpraxen bald möglich sein.

Mit dem Auftauchen einer neuen Corona-Mutation im Kanton Zug steigt die ohnehin grosse Nachfrage nach Impfungen noch einmal an. Das spüren auch Hausärzte, die mit entsprechenden Anfragen konfrontiert sind. Gegenüber «SRF» zeigte sich der Präsident des Schweizer Verbandes der Haus- und Kinderärzte Philippe Luchsinger optimistisch, dass auch diese bald mit Impfdosen von Modena beliefert werden, die sich aktuell in Produktion befinden.

Wir haben bei Kantonsarzt Rudolf Hauri nachgefragt, ob er diese Einschätzung für den Kanton Zug teilt. «Grundsätzlich steht dem nichts entgegen, in verschiedenen Kantonen werden bereits jetzt Impfungen in Arztpraxen durchgeführt», lautet seine Antwort.

«Nicht alle Arztpraxen zeigen Interesse, Impfungen durchzuführen.»

Allerdings treibt der Kanton Zug zurzeit vor allem das Impfen in Zentren wie in Baar vorwärts. «Im vergleichsweise kleinräumigen Kanton Zug liegt der Schwerpunkt tatsächlich auf dem Impfzentrum sowie der mobilen Impf-Equipe, die etwa die Pflegeheime aufsucht», so der Kantonsarzt weiter. Mit dem Impfzentrum habe man die Möglichkeit, die Kapazitäten der verfügbaren Menge an Impfstoffen anzupassen. Beim Maximalbetrieb können dort bis 1’400 Impfdosen pro Tag verabreicht werden.

Nicht alle Arztpraxen zeigen Interesse

«Gleichzeitig werden wir im Februar auch mit den Impfungen in Hausarztpraxen starten», stellt Hauri in Aussicht. Die Details will er «zu gegebener Zeit» bekannt geben. Im Verlauf des Februars soll es also in den ersten Zuger Arztpraxen möglich sein, sich impfen zu lassen. Hauri betont aber auch, «dass nicht alle Artpraxen Interesse daran zeigen, Impfungen zu verabreichen».

Priorität habe nach wie vor die rasche Durchimpfung der besonders gefährdeten Gruppen. «Wir befinden uns gut im Zeitplan, so sollten bis Mitte Februar alle impfwilligen Bewohnerinnen und Bewohner in den Pflegeheimen beide Impfdosen erhalten haben.» Wichtig sei aber auch, «dass die Gesamtbevölkerung Geduld zeige und in dieser wichtigen Phase die Abstands- und Hygieneregeln weiter konsequent einhält». Bis im Frühsommer sollten sich alle Personen impfen lassen können – «bis dahin muss eine erneute Ausbreitung, vor allem mit den neuen Virusmutationen, unbedingt gebremst werden.»

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