Leserbrief von Jürg Messmer zum Hochhausreglement In einer Nacht-und-Nebelaktion zum Verhinderungsreglement

2 min Lesezeit 19.11.2017, 19:28 Uhr

SVP-Politiker Jürg Messmer wirbt in seinem Leserbrief für ein Ja zum Hochhausreglement. Er sei zuversichtlich, dass die Zuger «genug ökonomischen Verstand besitzen», schreibt der Kantons- und Gemeinderat.

Als jemanden, der täglich an der Verkaufsfront steht, bin ich einigermassen schockiert, wie wenig wirtschaftliche Argumente in der Hochhaus-Diskussion zählen. Die Immobilienwirtschaft steht aus linker Sicht ohnehin unter Generalverdacht. Und Investoren werden hier in Zug scheint’s immer mehr als Missetäter angesehen, denen man einen allfälligen Gewinn am besten gleich abschöpfen sollte.

Nur so lässt sich die erstaunliche Geschichte des Hochhausreglements erklären. Denn seit dem Hochhausleitbild von 2010 wurden die Zonen, in denen Häuser, von über 30 Metern möglich sein sollten, wesentlich verkleinert – nicht ausgeweitet, die es uns die SP und die Alternativen auf ihren Horrorflyern weismachen wollen! Im Interesse der Rechtssicherheit stimmten die bürgerlichen Parteien der Vorlage des Stadtrates vor einem Jahr trotzdem zu. Aber zwischen der ersten und zweiten Lesung wurde dieser vernünftige Entwurf in einer Nacht-und-Nebel-Aktion in ein Verhinderungsreglement umgebaut.

Weil wir angeblich keine Wohnungen und Arbeitsplätze mehr brauchen. Letztere sollen wir gemäss einem Flugblatt für die NEIN-Parole den Osteuropäern und den Entwicklungsländern «gönnen» – Arbeitsplätze stören ja bloss die Ruhe in unserem idyllischen Städtchen. Ich bin zuversichtlich, dass die Zuger und Zugerinnen noch genug ökonomischen Verstand besitzen, um solchen naiven und gefährlichen Vorstellungen mit einem JA zum Reglement eine Abfuhr zu erteilen. Aber ich hoffe sehr, dass sie am nächsten Wochenende auch wirklich stimmen gehen!

Jürg Messmer, SVP-Gemeinderat der Stadt Zug und SVP-Kantonsrat

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