«Gästival» übernimmt die Bundesfeier
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Wer nicht auf dem Rütli feiern will, hat zahlreiche Alternativen. (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

1. August auf dem Rütli wird «mulitkulti» «Gästival» übernimmt die Bundesfeier

2 min Lesezeit 21.04.2015, 15:39 Uhr

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga wird den 1. August mit geladenen Gästen aus verschiedensten Regionen auf dem Rütli feiern. Und dabei wird auch die Seerose eine Rolle spielen.

«Ich freue mich persönlich sehr, dass Simonetta Sommaruga die Einladung annehmen konnte», sagt Jean-Daniel Gerber, Präsident der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG). Die SGG, die das Rütli im Jahr 1860 der Eidgenossenschaft schenkte und seither verwaltet, organisiert seit 1891 die Bundesfeier.

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga wird am 1. August die Festrede an der Bundesfeier auf dem Rütli halten. Aber die Feier wird in diesem Jahr nicht nur im gewöhnlichen Rahmen stattfinden. Unter dem Motto «Gastfreundschaft» wird der Anlass gemeinsam mit dem Gästival, dem Festival für 200 Jahre Gastfreundschaft in der Zentralschweiz, organisiert.

Kultureller Austausch am Nationalfeiertag

Es werden aber nicht nur die Zentralschweizer und auch nicht nur die Schweizer auf dem Rütli feiern. Es sollen Gäste aus den verschiedensten Regionen eingeladen werden. Diverse Leistungserbringer aus dem Tourismus werden eingeladen, ihrerseits Gäste mitzubringen. «Dabei kann ein Hotelier Chinesische Gäste mitbringen, oder der Bergbahnbetreiber den benachbarten Älpler, das steht jedem offen», erklärt Stefan Ragaz, Medienbeauftragter des Gästivals. Auch die Bundespräsidentin habe angekündigt, einen persönlichen Überraschungsgast auf die Rütliwiese zu bringen.

«Gastfreunschaft hat viel mit Öffnung zu tun.»
Stefan Ragaz, Medienbeauftragter des Gästivals

Wird es also ein multikultureller 1. August? «Es ist tatsächlich das Ziel, dass andere Kulturen auf dem Rütli mitfeiern.» Es gehe um Gastfreundschaft und kulturellen Austausch. «Und Gastfreunschaft hat viel mit Öffnung zu tun.» Woher die Gäste schlussendlich kämen, könne man aber nicht planen. Und man könne sich dann auch streiten, ab wann es sich um eine andere Kultur handelt.

Dass eine explizite Öffnung des historischen Ortes und Tages gegenüber von anderen Kulturen stattfinde, habe jedoch nichts mit der nationalistischen, rechtsextremen Vergangenheit der Feier auf dem Rütli zu tun. Gemäss der Grundidee des Gästivals sind Gäste angehalten, ihrerseits Gäste mit auf das Rütli zu bringen – kultureller Austausch statt reiner Patriotismus.

Teil des Programms auf der Seerose

Ein Teil des Programms, wie der VIP-Empfang mit Diplomaten und weiteren Gästen, wird am 1. August auch auf der Seerose stattfinden. Diese befindet sich zu diesem Zeitpunkt in Brunnen. Danach werden die Gäste mit Shuttlebooten zum Rütli gebracht, um den Nationalfeiertag zu begehen.

Nicht nur die Bundesfeier wird in diesem Jahr unter dem Motto der Gastfreundschaft und in Zusammenarbeit mit dem Gästival stattfinden. Auch die Dampferparade der SGV will die Seerose in das jährliche Spektakel einbinden. Und zudem hat das Freilichttheater auf Tribschen, welches alle zwei Jahre aufgeführt wird, für die diesjährige Produktion ebenfalls das Thema Tourismus gewählt.

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