Essen & Trinken
Pilotprojekt verzichtet auf Winterbetrieb

Buvette in Kriens beendet Saison vorzeitig

Das Team hinter der Buvette auf dem Schappe Kulturquadrat: (v.l.n.r.) Rafael Mühlethaler, Tamino Müller und Nick Gomez. (Bild: Stadt Kriens)

Im Sommer ging auf dem Kulturquadrat in Kriens eine neue Buvette auf. Geplant war ein Betrieb übers ganze Jahr. Die Betreiber haben sich jetzt aber für eine Kurskorrektur entschieden. Gefeiert wird auf dem Platz trotzdem noch.

Die Buvette auf dem Kulturquadrat in Kriens sei «kein Selbstläufer», sagten die Betreiber Tamino Müller und Nicolas Gomez im August gegenüber zentralplus. Ohne Seeanschluss und von Backsteinwänden umringt, sei der Platz nicht ganz so attraktiv wie ein Standort am See. Wie sich nun wenige Monate später zeigt, hatten die beiden Betreiber mit ihrer Vermutung nicht ganz unrecht. Doch von vorne.

Die Stadt Kriens wollte das Schappe Kulturquadrat mehr beleben und fragte die stadtbekannten Gastronomen Tamino Müller und Nicolas Gomez für einen Buvetten-Betrieb an. Die beiden Gastro-Profis betreiben an der Baselstrasse in Luzern beispielsweise die «Hafenbar zur Metzgerhalle» (zentralplus berichtete).

Mit viel Kreativität und engem Zeitplan bauten sie aus einem Imbiss- und einem Pferdeanhänger ihre Buvette im Stil einer spanischen Bodega. In Zeiten von Lieferengpässen und Materialmangel eine Herausforderung. Und dies auch in finanzieller Hinsicht. Denn Müller und Gomez haben auch privat in ihr Projekt investiert.

Noch in den roten Zahlen

Eröffnet wurde die Buvette vor den Sommerferien. Ein grosses Fest Ende August sollte für zusätzliche Bekanntheit sorgen. Der Start schien vielversprechend, die Neugier lockte die Leute auf den Platz (zentralplus berichtete). Aus den roten Zahlen ist das Team aber noch nicht hinausgekommen. «Im Gegenteil, wir zahlen noch immer drauf», sagt Tamino Müller auf Anfrage.

«Wir sind noch nicht wirklich auf dem Platz angekommen, respektive bei den Mietern des Kulturquadrats.» Denn die Buvette agiert auch als Catering-Betrieb für Anlässe vor Ort. «Es gab eine Situation, bei der drei externe Caterings um uns herum im Einsatz waren – nur wir hatten nichts zu tun», erinnert sich Müller. Mittlerweile sei ihre Buvette zwar vermehrt im Gespräch, wenn es um Vermietungen geht, aber «ob die Lage wirklich besser wird, kann ich noch nicht sagen».

Die Buvette auf dem Kulturquadrat agiert auch als Catering-Service.
Die Buvette auf dem Kulturquadrat agiert auch als Catering-Service vor Ort. (Bild: zvg)

Kein klassischer Winterbetrieb geplant – dafür Anlässe

Im Gegensatz zu anderen Buvetten, die mit dem Ende des Sommers meistens den Herd ausschalten, sollte der Betrieb auf dem Kulturquadrat in Kriens ursprünglich das ganze Jahr über geöffnet haben. Die Betreiber spielten mit der Idee, die Buvette in der kalten Jahreszeit beispielsweise in einen kleinen Weihnachtsmarkt umzubauen. Daraus wird aber vorerst nichts. «Die Unsicherheit ist derzeit zu gross», so Müller.

Aufgeben kommt für das Team aber nicht infrage – auch deshalb nicht, weil der Pilotbetrieb bis Ende 2023 dauert. Müller und sein Team nutzen die Erfahrungen dieser ersten Monate für Anpassungen im neuen Jahr. «Eine Erkenntnis ist sicher, dass ein Programm auf dem Platz wichtig ist für die Buvette», sagt Müller. Ohne sei es zu ruhig. Darum planen die Betreiber, das Projekt im März mit neuen Ideen wiederzueröffnen. Im Raum stehen beispielsweise regelmässige Konzert- und Tanzabende.

Kein leiser Abschied in die Winterpause

Mit einem solchen wollen sie auch die aktuelle Saison beenden. So veranstalten die Betreiber am Samstag, 29. Oktober, ab 14 Uhr den «Herbsttanz» als Saisonhöhepunkt, erzählt Tamino Müller. Ein Fest, bei dem verschiedene DJs die Besucherinnen «mit ihren elektronischen Klängen in schwungvolle Sphären» befördern, wie es in der Einladung heisst.

Danach geht der reguläre Buvette-Betrieb erst einmal in den Winterschlaf. Ganz ruhig wird es auf dem Kulturquadrat allerdings nicht: «Wir haben bereits einige Events für die Winterzeit geplant», kündigt Müller an. So soll am 12. November ein Blues-Abend mit Musik und Tanz stattfinden und auch einzelne Apéros sind vorgesehen.

Verwendete Quellen
  • Schriftlicher Austausch und Telefongespräch mit Tamino Müller
  • Facebook-Eintrag «Herbsttanz»
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