Der Klub Kegelbahn expandiert – über die Strasse und ans Tageslicht
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Das «Kaffee Kind» an der Baselstrasse 27 nimmt langsam Gestalt an. (Bild: jav)

Frischer Wind in der Luzerner Baselstrasse Der Klub Kegelbahn expandiert – über die Strasse und ans Tageslicht

3 min Lesezeit 02.09.2016, 11:42 Uhr

Das Team vom Klub Kegelbahn an der Baselstrasse eröffnet ein zweites Lokal im ehemaligen «Borsalino». Hier geht es nicht um einen weiteren Club, aber auch um Musik. Und um guten Kaffee, günstiges Bier und Bagels.

Die Umbauarbeiten im ehemaligen «Borsalino» an der Baselstrasse 27 sind in vollem Gange. Denn bald schon soll hier drin die Kaffee-Bar «Kaffee Kind» eröffnen.

Raphael Märki, der bereits den Klub Kegelbahn in der Baselstrasse führt, wollte schon von Anfang an ein Lokal für das Tagesgeschäft eröffnen. Bisher hatte er nichts Geeignetes gefunden. Doch nun hat es geklappt: Dass das Lokal allerdings so perfekt sein würde, hätte er nicht gedacht. Von der Kegelbahn braucht er nur einmal über die Strasse zu gehen, und schon ist er im neuen Kaffee Kind.

Märki erklärt: «Die Kegelbahn ist nur Freitag und Samstag geöffnet. Da ist man nicht besonders flexibel in seinen Arbeitstagen.» Nun kann ein aufgestocktes Kegelbahn-Team Wochentage und Wochenenden aufteilen. «So können wir auch mal ein Wochenende freinehmen.»

Eine irre Mischung soll es werden

Von Hüseyn Temel, welcher den Laden vorher führte, konnte Märki vieles übernehmen. Temel gleich auch dazu. Er wird weiter im Lokal arbeiten und sich dort um die Stammgäste kümmern. Denn Märki hofft, dass diese weiterhin kommen. Dafür werden auch Kompromisse gemacht. «Wir werden auch Fussball zeigen, wenn wichtige Spiele stattfinden.» Alles soll Platz haben. «Wir wollen keinen isolierten Szeneschuppen. Wir wollen eine irre Mischung, so, wie die Baselstrasse auch ist. Es sollen alle willkommen sein.»

Dass die Veränderung an der Strasse willkommen ist, merken Märki und sein Team, seit sie mit den Umbauarbeiten begonnen haben. «Ständig kommen Leute rein, wollen alles wissen, uns kennenlernen und freuen sich über die Auffrischung des alten Kultschuppens hier.» Sie seien Thema Nummer eins in den umliegenden Beizen, habe man ihnen erzählt. «Die Leute sind offen und positiv eingestellt», freut sich Märki.

Einmal über die Strasse kullern – schon ist man von der Kegelbahn im Kaffee Kind. (Bild: jav)

Einmal über die Strasse kullern – schon ist man von der Kegelbahn im Kaffee Kind. (Bild: jav)

Eröffnung steht kurz bevor

Am Donnerstag, 8. September, um 16 Uhr wird eröffnet. Die Arbeiten am Lokal sind fast abgeschlossen. Alles wurde neu gestrichen, Tische und Bänke wurden selbst geschreinert, nur die letzten Ablagen fehlen noch und die Lampen von der Luzerner Sinnlicht GmbH. Die Umbauten haben die Mitarbeiter gemeinsam mit Freunden und Kollegen komplett selbst gestemmt. Somit konnten die Kosten für die Renovation so tief wie nur möglich gehalten werden.

Zur neuen Atmosphäre sollen viele Pflanzen beitragen, aber dekorativ übertreiben will Märki es nicht. «Wir wollen es reduziert, fast spartanisch.» Einfach und unkompliziert. Denn die Musik soll im Zentrum stehen. «Es gibt hier keine Disco. Aber wir können mal ein kleineres Konzert veranstalten und die Musik spielen, die nicht in die Kegelbahn passt – wie Post-Punk, New Wave, psychedelischer Rock und auch ‹guter Pop›.»

Vom Abend- zum Tagesgeschäft

Geöffnet wird das «Kaffee» die ersten Monate täglich von 16 Uhr bis 2 Uhr. «Auch am Sonntag und am Montag – dem Wirtensonntag – findet man bei uns ein Plätzchen.» Besonders am Feierabend wird es spannend, freut sich Märki. Denn von der Terrasse des Eck-Lokals hat man den perfekten Blick auf die lebendige Baselstrasse.

Nach ein paar Monaten sollen die Öffnungszeiten am Wochenende auf den ganzen Tag ausgedehnt werden. «Erstmal wollen wir am Wochenende Brunch und Bagels anbieten.» Und das schon richtig früh morgens – die Nachtschwärmer sollen gleich direkt kommen können, gemeinsam mit den Frühaufstehern.

Und später soll man dann die ganze Woche tagsüber Bagels essen und Kaffee von den Luzerner Bergen-Brüdern trinken können. Das offene Bier wird das Valaisanne sein. «Gutes, günstiges Walliser Bier.» Das Raucherlokal soll dann, sobald das Tagesgeschäft mit Essen beginnt, die Raucherzeiten auf den Abend beschränkt haben.

So sah es im «Borsalino» vor Kurzem noch aus. (Bild: zvg)

So sah es im «Borsalino» vor Kurzem noch aus. (Bild: zvg)

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