Zimmerbergtunnel aus der Tunnelgräber-Perspektive. (Bild: zVg)
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Zimmerbergtunnel aus der Tunnelgräber-Perspektive. (Bild: zVg)

Ruf nach zweitem Zimmerberg-Scheiteltunnel

2min Lesezeit

Der Zuger Kantonsrat bekommt Unterstützung vom überparteilichen Komitee Zimmerberg light: Ein zweiter Tunnel zwischen Sihlbrugg und Horgen Oberdorf soll her, fordert es. Die Zuger Regierung, die eigentlich nicht will, müsse endlich etwas unternehmen. 

Das Komitee Zimmerberg light begrüsse den Entscheid des Zuger Kantonsrates, am raschmöglichen Bau eines zweispurigen Sanierungstunnels zwischen Horgen Oberdorf und Sihlbrugg-Station festzuhalten und die Zuger Regierung mittels erheblich erklärter Motion darauf zu verpflichten, teilte sie am Montag mit.

Der bestehende S-förmige einspurige Tunnel müsse bis spätestens 2029 sowieso saniert werden. Was das für die Reisenden zwischen Zug und Thalwil/Zürich bedeutet, sei aktuell während der kompletten Wochenendsperren zwischen Zug und Thalwil/Zürich zu beobachten. Davon sind gemäss eigener Aussage der Regierung Zehntausende von Reisenden betroffen und müssen umständliche Umwege und Behinderungen in Kauf nehmen. Und dies an zwei Wochenenden zu Beginn und während der Sportferien.

Bei Störung kommen Hunderte zu spät zur Arbeit

Weiter sei die heute bis zur Grenzlast ausgenutzte einspurige Strecke fehleranfällig. Wie kürzlich zu sehen war, reicht eine Fahrleitungsstörung zur Hauptverkehrszeit und Tausende von Arbeitspendlern kommen massiv verspätet zur Arbeit – vom Ärger ganz zu schweigen.

Das überparteiliche Komitee Zimmerberg light wird vom alternativen Zuger Ex-Kantonsrat Martin Stuber und der Luzerner Grünen Karin Blättler, der Präsidentin von Pro Bahn Zentralschweiz, präsidiert. Ebenfalls im Komitee vertreten sind der Zuger SVP-Kantonsrat Philipp C. Brunner und der Grünliberale Göran Larsson, Präsident der GLP der Stadt Zug, sowie der parteilose Luzerner alt Grossstadtrat Philipp Federer

Abwarten bringt keine Lösung

Der Zustand auf einer der Hauptarterien des Schweizer Eisenbahnnetzes sei unzumutbar geworden und die Aussicht, dass bestenfalls in 20 Jahren ein Ausbau steht, nicht akzeptabel, findet das Komitee weiter.

Der Kanton Zug habe  noch immer 400 Millionen Franken reserviert zur Vorfinanzierung von Bahnausbauten, diese sollen nun so schnell wie möglich produktiv eingesetzt werden können.

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