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Das sind die Neugewählten, die Abgewählten und die Reaktionen der Parteien
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Wer bei den städtischen Wahlen 2020 das Rennen gemacht hat. (Bild: jwy)

Alle 48 Luzerner Grossstadträte im Überblick Das sind die Neugewählten, die Abgewählten und die Reaktionen der Parteien

4 min Lesezeit 30.03.2020, 19:42 Uhr

Linksgrün erobert die Mehrheit im Stadtparlament. Die Mitte verharrt wie die FDP auf ihren Sitzen oder verliert gar wie die CVP. Dementsprechend unterschiedlich fallen auch die Reaktionen der Parteien aus.

Während im Luzerner Stadtrat ein zweiter Wahlgang nötig ist, um ihn zu komplettieren (zentralplus berichtete), sind die 48 Grossstadtratsmitglieder am Montag gewählt (zentralplus berichtete). Elf davon sind zum ersten Mal im Gremium vertreten. Im Verlaufe des Tages reagierten die Parteien auf die Wahlergebnisse in der Stadt Luzern.

Nach drei Sitzgewinnen (neu: 11) im grossen Stadtrat und der Wiederwahl von Stadtrat Adrian Borgula jubelt der Grünen-Parteipräsident Martin Abele: «Unser Wahlslogan – Grün statt Grau – hat bei der Bevölkerung gezogen. Wir freuen uns, diesem Motto in den nächsten vier Jahren Taten folgen zu lassen.»

Mit Jona Studhalter (Junge Grüne), Christa Wenger, Laura Spring und Lukas Bäurle schaffen gleich vier Vertreter der Partei oder ihrer Jungen neu den Sprung in das Stadtparlament. Die Jungen Grünen finden das übrigens «phänomenal». Jona Studhalter überlegt sich im Moment noch, ob er nach sehr ansprechenden 7545 Stimmen auch im zweiten Wahlgang antritt. «Dieses Resultat erfreut mich sehr. Es zeigt, dass die Bevölkerung auch Junge im Stadtrat vertreten sehen möchte», so Studhalter. Seine Kandidatur soll auch davon abhängen, welcher linke Stadtratskandidat die besten Wahlchancen hat.

Die SP verliert einen Sitz, bleibt aber grösste Partei

Vor lauter «grüner» Euphorie drohte der SP im linken Spektrum eine Sitzverschiebung zu ihren Ungunsten. Die Partei hat neu zwar tatsächlich einen Sitz weniger im Grossen Stadtrat (13), bringt aber mit Tamara Celato, Lena Hafen und Raphaela Meyenberg gleich drei neue Köpfe ins Parlament. Somit bleibt sie grösste Partei in der städtischen Politik und hat mit Beat Züsli ihren Stadtpräsidenten bravourös verteidigt. «Ein fantastisches Resultat bei den Stadtratswahlen», feiert sich die Partei auf den sozialen Medien.

FDP mit einem lachenden und einem weinenden Auge

Die FDP hat im Grossstadtrat zwar die Abwahl von Peter Krummenacher zu beklagen – behauptet sich aber dennoch wacker als stärkste bürgerliche Fraktion (9 Sitze). Mit Damian Hunkeler, Andreas Moser und Mike Hauser präsentiert sie gleich drei neue Gesichter im Rat. Mit ihrem Resultat sei die Partei zufrieden, sagt Präsident Fabian Reinhard.

Obwohl sich Martin Merki als sportlicher Verlierer im Rennen um das Stadtpräsidium gibt, merkt man dem Parteipräsident zwischen den Zeilen eine leise Enttäuschung an. «Wir akzeptieren das Ergebnis und gratulieren Beat Züsli», wird Präsident Reinhard in der Mitteilung zitiert. Angesichts der Tatsache, dass es schwierig sei, einen amtierenden aus dem Amt zu hieven, sei man «sehr zufrieden mit dem Resultat».

Die SVP mit Neuling und zwei Abwahlen

Silvio Bonzanigo landet bei der Wahl in den Stadtrat zwar abgeschlagen auf den hinteren Plätzen, schafft aber die Wahl in den Grossstadtrat. Unter dem Strich verliert die Partei zwei Sitze im Grossstadtrat (5). Namentlich mussten Adrian Achermann und Patrick Zibung über die Klinge springen.

CVP enttäuscht über Sitzverlust

Klar «enttäuscht» ist die städtische CVP, nachdem es ihr nicht gelang, die bisherigen Sitze im Stadtparlament zu halten. «Offenbar ist es nicht gelungen, mehr Leute von der lösungsorientierten Politik zu überzeugen», tönt es in der Medienmitteilung etwas zerknirscht. Immerhin: Das alle sechs bisherigen Grossstadträte wiedergewählt sind, wertet die CVP Stadt Luzern als Vertrauensbeweis. Sechs ist dann auch die neue Sitzzahl der Mittepartei. Die Partei wird nun alles daran setzen, Franziska Bitzi im zweiten Wahlgang im Stadtrat zu bestätigen.

GLP verteidigt den Status quo

Die Grünliberalen bestätigen ihre vier Sitze im Grossstadtrat. Derweil muss Stadträtin Manuela Jost in den zweiten Wahlgang. «Manuela Jost hat das beste Resultat in einem ersten Wahlgang erziehlt, in ihrer gesamten Politkarriere», hält die Partei in einer Reaktion auf Facebook fest. Und: «Dies gibt uns Mut für den zweiten Wahlgang.»

Alle Namen: Der neue Luzerner Grossstadtrat

Grüne/Junge Grüne:

  • Christian Hochstrasser
  • Martin Abele
  • Mirjam Landwehr
  • Marco Müller
  • Heidi Rast
  • Christov Rolla
  • Christa Wenger (neu)
  • Laura Spring (neu)
  • Lukas Bäurle (neu)
  • Irina Studhalter (Junge Grüne)
  • Jona Studhalter (Junge Grüne, neu)

SP

  • Simon Roth
  • Adrian Albisser
  • Yannick Gauch
  • Regula Müller
  • Gianluca Pardini
  • Maria Pilotto
  • Claudio Soldati
  • Cyrill Studer Korevaar
  • Mario Stübi
  • Nico van der Heiden
  • Tamara Celato (neu)
  • Lena Hafen (neu)
  • Raphaela Meyenberg (neu) 

GLP

  • Jules Gut
  • Daniel Lütolf
  • Stefan Sägesser
  • Judith Wyrsch

CVP

  • Mirjam Fries
  • Andreas Felder
  • Peter Gmür
  • Agnes Keller-Bucher
  • Roger Sonderegger
  • Michael Zeier-Rast

FDP

  • Sonja Döbeli Stirnemann
  • Marco Baumann
  • Rieska Dommann
  • Sandra Felder-Estermann
  • Marc Lustenberger
  • Fabian Reinhard
  • Mike Hauser (neu)
  • Damian Hunkeler (neu)
  • Andreas Moser (neu)

SVP

  • Thomas Gfeller
  • Oliver Heeb
  • Jörg Krähenbühl
  • Lisa Zanolla
  • Silvio Bonzanigo (neu)

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