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Dank «Fest-Fusion» und Herzrondelle zurück zu alter Stärke
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Mit der Herzrondelle sammeln die Organisatoren des Luzerner Fests und das Altstadt Fäscht gemeinsam Geld für einen guten Zweck. (Bild: zVg)

Altstadt Fäscht und Luzerner Fest spannen zusammen Dank «Fest-Fusion» und Herzrondelle zurück zu alter Stärke

4 min Lesezeit 31.01.2017, 12:47 Uhr

Weil das Luzerner Fest «zu wenig Charme» habe, rief ein Organisationskomitee letztes Jahr das «Altstadt Fäscht» wieder ins Leben – mit vollem Erfolg. Nun sind die Differenzen aus dem Weg geräumt, 2017 wird gemeinsame Sache gemacht. Und das Altstadt Fäscht expandiert auf den Hirschenplatz.

Die Planungen für das Luzerner Fest 2017 kommen weiter voran. Über eine weitere Neuerung im Entwicklungsprozess des Luzerner Fests freut sich OK-Präsidentin Corinne Imbach ganz besonders: Während im vergangenen Jahr noch separat gefeiert wurde, machen das Luzerner Fest und das wiederbelebte «Altstadt Fäscht» dieses Jahr gemeinsame Sache. Unter dem Motto «Das Altstadt Fäscht zu Gast beim Luzerner Fest» engagieren sich die beiden Veranstaltungen gemeinsam für den guten Zweck, wie die Organisatoren mitteilen.

Dieser Schritt kommt eher überraschend – plötzlich tönt es zwischen den beiden Organisationskomitees sehr harmonisch. Wir erinnern uns: Letztes Jahr wurde das «Altstadt Fäscht», das 2007 gemeinsam mit dem Seenachtsfest ins Luzerner Fest aufging, wiederbelebt. Das Ziel der Organisatoren war, unter dem Motto «Klein, aber fein» den Lokalcharme, die Gemütlichkeit und Geselligkeit wieder zurückzubringen, welche sie beim Luzerner Fest zunehmend vermissten (zentralplus berichtete).

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Die beiden OK-Leitungen. Hinten, von links: Matthias Lips, Guido Huber (beide Altstadt Fäscht) und Piero Achermann (Luzerner Fest). Vorne von links: Florian Zimmermann (Luzerner Fest), Alceo Benedetti (Altstadt Fäscht)  und Corinne Imbach (Luzerner Fest).

Die beiden OK-Leitungen. Hinten, von links: Matthias Lips, Guido Huber (beide Altstadt Fäscht) und Piero Achermann (Luzerner Fest). Vorne von links: Florian Zimmermann (Luzerner Fest), Alceo Benedetti (Altstadt Fäscht)  und Corinne Imbach (Luzerner Fest).

(Bild: zVg)

«Gemeinsam sind wir stärker»

Die beiden Organisationskomitees hätten in den vergangenen Monaten zahlreiche konstruktive und freundschaftliche Gespräche geführt. Für Corinne Imbach steht fest: «Gemeinsam sind wir stärker: Wenn wir unsere Kräfte bündeln, kann etwas wirklich Tolles entstehen.» Das glaubt auch Alceo Benedetti, OK-Präsident des «Altstadt Fäscht»-Revivals. «Beide Veranstaltungen verfolgen das gleiche Ziel. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam noch mehr Geld für soziale Projekte und Institutionen im Kanton Luzern sammeln können.»

«Die Gäste brachten dem ‹Altstadt Fäscht› viel Goodwill entgegen.»

Corinne Imbach, OK-Chefin Luzerner Fest

Imbach erklärt auf Anfrage von zentralplus: «Diese Zusammenarbeit ist Teil der neuen Ausrichtung des Luzerner Fests.» Dazu gehört etwa auch der Verzicht auf das Feuerwerk (zentralplus berichtete). «Die Gäste brachten dem ‹Altstadt Fäscht› viel Goodwill entgegen. Die Organisatoren trafen offensichtlich den Nerv der Zeit.» Trotz allem hält Imbach fest, dass sich die beiden Feste nicht eins zu eins miteinander vergleichen lassen. «Rein von den Dimensionen her haben wir Zehntausende Gäste, das ‹Altstadt Fäscht› Hunderte.»

Benedetti ergänzt: «Wir spürten viel Sympathie von Seiten OK-Luzerner-Fest für unsere Veranstaltung.» Man habe sich zusammengesetzt und auch die kritischen Punkte nochmals angesprochen. «Heute sind mehr Synergien vorhanden, als noch vor einem Jahr», sagt Benedetti zu den Ergebnissen der Gespräche.  

Der Event findet am Freitag, 23. Juni, und Samstag, 24. Juni statt:

Herz zeigen für den guten Zweck

Eine tolle Nachricht gibt es auch für alle Freunde der Herzrondelle: Nachdem diese am Altstadt-Fäscht-Revival im vergangenen Jahr wieder eingeführt wurde, wird das traditionelle Festabzeichen am Luzerner Fest 2017 nun auch sein «offizielles» Comeback feiern. Alceo Benedetti und Corinne Imbach freuen sich jetzt schon über die Wiedereinführung: «Die Herzrondelle ist das verbindende Element zwischen dem Luzerner Fest und dem Altstadt Fäscht. Und genau darum geht es uns: Wir zeigen Herz für den guten Zweck – und wir freuen uns riesig, wenn es uns möglichst viele Besucher gleichtun.»

«Wir haben sehr viel erreicht.»

Alceo Benedetti, OK-Chef Altstadt Fäscht

Bisher verkaufte das Luzerner Fest ein Armband, das «Altstadt Fäscht» eine Rondelle. Mit dem einheitlichen Abzeichen können auch Probleme des vergangenen Jahres bekämpft werden. Denn mit dem Herz konnte man keine Leistungen des Luzerner Festes geniessen, wie etwa das Bäcker-Zmorge. «Die Kommunikation war nicht einfach», gibt Imbach zu. Neu werde die Rondelle nur noch die Aufschrift der Stiftung tragen. «Uns ist das sicher auch recht», sagt Benedetti, der die Rondelle im vergangenen Jahr wieder eingeführt hatte.

75’000 Gäste besuchten das Luzerner Fest im letzten Jahr:

 

Neu wird auch auf dem Hirschenplatz gefeiert

Obwohl das Luzerner Fest und das Altstadt Fäscht gemeinsam für die Stiftung «Luzerner helfen Luzernern» wirtschaften, handelt es sich nach wie vor um zwei eigenständige Veranstaltungen. Das Altstadt Fäscht wird am Samstag, 24. Juni, ein eigenes Programm auf die Beine stellen. Gefeiert wird wie im Vorjahr im Süesswinkel in der Altstadt sowie in der Kegelbahn der Maskenliebhaber der Stadt Luzern. Neu hinzu kommt zudem der Hirschenplatz. Dies freut Benedetti besonders: «Wir haben sehr viel erreicht. Ein zusätzlicher Platz in der Altstadt bedeutet nochmals eine Rückkehr zum kleinen, aber feinen, sympathischen Fest in der Luzerner Altstadt.» Wie das konkrete Festprogramm aussehen wird, verrät Alceo Benedetti noch nicht – er verspricht aber: «Das Altstadt Fäscht wird auch dieses Jahr rüüdig schön und gemütlich.»

Schon bald Geschichte: Die Armbänder des Luzerner Festes.

Schon bald Geschichte: Die Armbänder des Luzerner Festes.

(Bild: les)

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