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Drei Beispiele aus der Region

Was leistet Luzern zu den Nachhaltigkeitszielen 2030?

(Bild: Creative Commons)

2030 ist ein schicksalhaftes Jahr. Bis dann soll die Welt 17 Nachhaltigkeitsziele erreichen. Auch die Schweiz ist dabei, und somit muss auch die Zentralschweiz ihren Teil leisten. Wir haben daher etwas genauer hingeschaut, was die Stadt Luzern beim Thema nachhaltige Entwicklung unternimmt.

Die Welt muss nachhaltiger werden. Dazu sollen unter anderem die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 beitragen. Auch die Schweiz hat sich den 17 Zielen verschrieben, die international unter dem Begriff Sustainable Development Goals, kurz SDG, bezeichnet werden. Damit werden auch die Kantone in die Pflicht genommen, mehr für die Nachhaltigkeit zu tun. Zeit also, einen Blick darauf zu werfen, was Luzern in diesem Bereich für Anstrengungen unternimmt.

Luzern – Energie, Klima und mehr

Schaut man sich den Planungsbericht «Klima und Energie» des Kantons Luzern an, kann man schnell identifizieren, wie die Stadt mit Massnahmen zu den Zielen der Agenda 2030 beiträgt. Dazu drei Beispiele:

Abfallvermeidung

Dazu gehören unter anderem das Up- und Recycling von Baustoffen sowie die Vermeidung von Food Waste. Diese Massnahmen tragen zur Zielnummer 9 der Agenda 2030 bei:

Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen

Diese Massnahmen können nicht nur Emissionen verringern, sondern auch die Biodiversität schützen. Die Stärkung von verantwortungsvollem Konsum und Produktion (Zielnummer 12) kann hier viel dazu beitragen. Da speziell in der Schweiz das Siedlungsabfallaufkommen mit dem Wirtschaftswachstum gestiegen ist, haben Massnahmen zur Verminderung auch einen positiven Einfluss auf eine nachhaltige Städte- und Gemeindeentwicklung.

Isolierung und Begrünung von Gebäuden

Dies reduziert den Energiekonsum, welcher sich positiv auf Energie, Infrastruktur und Klimaschutz auswirkt, sorgt für nachhaltigere Städte, für mehr Wohlergehen (Zielnummer 3). Ebenfalls kann dies für kühlere Temperaturen sorgen, was in Zeiten der Klimaerwärmung umso wichtiger ist und möglicherweise wiederum für mehr Biodiversität sorgt.

Ernährung

Ein Bereich, zu dem wir alle etwas beitragen können. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist auch nachhaltig, da es sich hauptsächlich um pflanzliche Nahrungsmittel wie Früchte, Gemüse und Getreide handelt. Dies kann dabei helfen, dass Tierhaltung nicht einfach ins Ausland verlegt wird und die dadurch eingesparten Emissionen verpuffen.

Die Zeit ist da

Trotz all der vernetzten Ziele und der möglichen positiven Spirale ist noch viel zu tun. Leider zeichnet der letzte weltweite Bericht der Nachhaltigkeitsziele ein düsteres Bild. Es braucht viel mehr, als wir aktuell tun, um die Ziele erreichen zu können. Oder wie es António Guterres, Generalsekretär der UN, sagt:

«Wenn wir jetzt nicht handeln, wird die Agenda 2030 zu einer Grabinschrift für eine Welt werden, die hätte sein können.»

Aber wie sieht es denn in der gesamten Schweiz aus? Auf der globalen Rangliste liegt die Schweiz auf Platz 15 hinter einigen europäischen Ländern, wie zum Beispiel Frankreich, Polen oder Slowenien. Bei Bildung (Zielnummer 4), Gesundheit (Zielnummer 3) oder Armut (Zielnummer 1) stehen wir schon sehr gut da. Aber bei Unterzielen wie Übergewicht, nachhaltiger Ernährung oder nachhaltiges Stickstoffmanagement schneidet die Schweiz sehr schlecht ab.

Und was kann ich dazu beitragen?

Die Schweiz unterstützt die Nachhaltigkeitsziele mit Förderung, Datenerhebung oder Aufklärung. So gibt es einen Nachhaltigkeitsrundgang in Bern und einen weiteren Nachhaltigkeitspfad in Luzern (hinter der Museggmauer). Warst du dort schon?

Wir können auch relativ einfach im Alltag zur Umsetzung beitragen, zum Beispiel mit nachhaltigen Konsumentscheidungen, bewusstem Anlegen unseres Geldes oder dem Engagement in Vereinen oder der Politik. Der Kanton Luzern hilft seiner Bevölkerung mit Sensibilisierungskampagnen, etwa wie unsere Ernährung das Klima beeinflusst. Vielleicht sind auch da einige Punkte dabei, die du rasch und unkompliziert in deinen Alltag einbauen und so etwas zum Positiven in der Region verändern kannst.

Was sind die Nachhaltigkeitsziele genau?

Mit den Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 soll international nachhaltige Entwicklung in allen drei Schlüsselbereichen von Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt vorangetrieben werden. Damit werden verschiedene Bereiche abgedeckt, um im Ganzen die drängendsten Herausforderungen der Menschheit auf der Erde anzugehen und eine lebenswerte Zukunft für kommende Generationen zu erhalten. Zu diesen Zielen gehören unter anderem:

  • Hunger und Armut bekämpfen
  • Gesundheit und Wohlergehen für alle Menschen fördern
  • Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern
  • nachhaltige Konsum- sowie Produktionsmuster sicherstellen

Die Ziele stehen aber nicht nur allein da, wie wir an Massnahmen aus Luzern sehen.

Hinweis: In einer früheren Version stand, der Planungsbericht «Klima und Energie» sei von der Stadt Luzern. Das ist nicht korrekt. Es handelt sich um den Planungsbericht des Kantons Luzern. Dies wurde nun korrigiert.

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Ob in der Wirtschaft & Energie, Natur & Tiere in der Stadt, Abfalltrennung & Recycling, bewussteres Essen, faire Mode, Accessoires & Möbel – das Thema Nachhaltigkeit beschäftigt heute Jung und Alt.
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