Touristenstadt Luzern sucht Carparkplätze
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Touristen werden per Car direkt an den Schwanenplatz chauffiert. (Bild: mbe)

Jost Schumacher über die Bevorzugung von Touristen Touristenstadt Luzern sucht Carparkplätze

2 min Lesezeit 1 Kommentar 17.10.2016, 11:00 Uhr

Carparklätze in der Agglomeration, Shuttle-Busse für Touristen oder das Parkhaus Musegg für ausländische Touristen? Jost Schumacher spricht sich gegen eine Bevorzugung der ausländischen Touristen aus – und empfiehlt, für einmal gar nichts zu tun.

Warum sollten die Ausländer, die Luzern per Car besuchen wollen, es so einfach haben? Die sollen doch entweder zu Fuss oder per Velo zum Schwanenplatz gelangen – wie wir Luzerner auch. Die Firma Bucherer könnte doch im Untergeschoss Fahrräder-Plätze schaffen.

An Carparklätzen in Horw oder Kriens werden die Gemeinden vermutlich kaum Freude haben, wenn nur die Geschäfte in Luzern profitieren. Einen Shuttle von Horw oder Ibach her zu organisieren, möchte ich aus zwei Gründen nicht empfehlen. Einerseits würden unsere einheimischen Velofahrer gefährdet und mit Abgasen belastet und andererseits würden damit die Touristen gegenüber den Luzerner Fussgängern bevorzugt. Dies geht sicher nicht.

Auch ein Parkhaus Musegg würde die Sache zu einfach machen. Wo kämen wir denn hin, wenn die Touristen per Rolltreppe aus den Museggstollen direkt an den Schwanenplatz verfrachtet würden, während wir Luzerner Bürger im Musegg-Parking nicht parkieren dürfen und stattdessen dazu verknurrt werden, in den Vororten zu parkieren? Dies geht auch nicht!

Was sollen wir also tun? Gar nichts. Weder auswärtige Parkplätze für Touristen noch ein Musegg-Parkhaus. Schon gar nicht ein neues Theater. Für die Kultur unserer Stadt wäre das zu viel des Guten!

Die Stadtregierung wird’s aber schon richten, die linke Mehrheit hat doch die guten Ideen und das nötige Kleingeld. Wir können weiterhin Geschenke von Sponsoren wie von Herrn Engelhorn entgegennehmen. Sie sind zwar Ausländer, die möglicherweise nicht korrekt versteuerte Gelder weisswaschen wollen (wie von gewissen Kreisen behauptet), und zudem unser gemächliches, ruhiges Leben in Luzern stören.

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1 Kommentare
  1. Beat Stocker, 17.10.2016, 14:40 Uhr

    Auch wenn seine Enttäuschung über das modulable Debakel in seinen Zeilen spürbar ist, Ironie und Sarkasmus, eigentlich ziemlich atypische Luzerner Eigenschaften, kann man Junker Jost nun wirklich nicht absprechen. Das macht ihn trotz Meinungs-verschiedenheiten zu einem leicht erträglichen, sympathischen Gegner. Seine taktischen Verwirrspielchen, die er in diesem Blog zum Thema Musegg Parkhaus vorstellt, sind einmal mehr sehr leicht durchschaubar.

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