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Die Stadt Luzern und ihre Politik
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  • Junker Josts Luzern
(Bild: Bruno Raffa)

Partikularinteressen und Egoismus? Die Stadt Luzern und ihre Politik

2 min Lesezeit 1 Kommentar 28.09.2018, 11:00 Uhr

Dass in einer Demokratie die Mehrheit der Bevölkerung die Entscheide trifft, dem ist nichts entgegenzuhalten. Dennoch sind wir alle dem Egoismus und den Partikularinteressen mehr oder weniger unterworfen. Dafür gibt es verschiedene Beispiele.

Spange Nord

Staus sind ein Übel. Staus sind teuer. Staus produzieren Abgase. Staus sind für Autofahrer ein Problem. Für Quartierbewohner ist es, solange die Staus nicht im Quartier sind, egal. Die Stadt stellt sich hinter die Quartierbevölkerung. Die umliegenden Gemeinden und der Regierungsrat befürworten die Nordtangente. In einer Demokratie entscheidet die Mehrheit. Wie die Entscheidung ausfällt (nicht nur die Stadt Luzern soll wählen dürfen, sondern alle, die negativ oder positiv betroffen sind), wird sich zeigen. Egoismus gegen Egoismus? Partikularinteressen gegen Partikularinteressen?

Carparkplätze

Es ist meines Erachtens ein Irrsinn, alle Cars mitten in die Stadt fahren zu lassen. Da wäre ein Parkhaus, sei es im Boden oder ausserhalb an der Peripherie der Stadt, sicher eine bessere Lösung. Die Bürgerlichen können sich auf Allmend, Museggparkhaus oder Ibach nicht einigen. Das freut die Linken. Das ist eine Pattsituation. Wir brauchen eine Lösung. Ein Verbot für Car-Parks in der Stadt am Löwen- und Schwanenplatz würde zumindest eine Lösung provozieren (So, wie die Car-Parks beim Inseli verboten wurden). Ob man denn gezwungenermassen die eine oder andere Lösung favorisiert, wird sich zeigen. Auch hier geht es schlussendlich um Partikularinteressen auf der einen und anderen Seite.

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Theater

Dass es ein neues Theater braucht oder zumindest eine Renovation, das war schon vor der Übung um die Salle Modulable bekannt. Dass es nicht geklappt hat, ist noch heute eine bedauerliche Sache. Jetzt muss das Geld irgendwie aus Steuereinnahmen generiert werden. Die Linken wollten weder einen Mäzen als Geldgeber noch das Theater beim Inseli. Das war ein klarer Volksentscheid. Ich denke, die Zeit ist in Luzern nicht reif, die Sache wieder neu zu starten.

Auch die Finanzen bei der Stadt und beim Kanton haben sich nicht wesentlich gebessert. Trotzdem kommt von linker Seite her wieder das Ansinnen, das Theaterthema wieder auf die Kostenliste zu setzen. Wer soll das bezahlen? Verlangen kann man immer, aber etwas dazu beitragen? Das ist ein anderes Thema. Ich wäre der Meinung, dass die Linken finanziell etwas bieten sollten. Wenn nicht, hätten wir es ein weiteres Mal mit Partikularinteressen oder Egoismus zu tun.

Strassenverkehr

Wie ist eine Stadt lebenswert? Sicherlich nicht dadurch, dass man den Privatverkehr und die Parkplätze noch mehr beschränkt. Am Schluss müsste man die Waren, die in der Stadt gekauft werden, per Velo anliefern. Warum? Weil aus egoistischen Gründen viele Stimmbürger zwar gerne einkaufen, aber immer weniger Autos sehen wollen. Das eine verträgt sich nicht ohne das andere.

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1 Kommentare
  1. Walter Albrecht, 01.10.2018, 15:38 Uhr

    Um dem Irrsinn ein absehbares Ende zu bereiten, alle Cars mitten in die Stadt fahren zu lassen, wäre es klug, das Metroprojekt so rasch wie möglich aufzugleisen. Seine Erweiterungsmöglich-keiten zum Seetalplatz, bzw. zur Westseite des Bahnhofs Luzern machen aus ihm ein ein zukunftsträchtiges ÖV-Projekt, das sehr lange vor dem Durchgangsbahnhof (2040 oder 2045 oder gar nicht) viele Verkehrsprobleme der Stadt lösen könnte. Auch Kriens könnte daran längerfristig
    angeschlossen werden.