Salle Modulable: Jetzt steht’s fest
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Standort Inseli (Bild: Visualisierung Arup) (Bild: Visualisierung PD)

Jost Schumacher ist vom Projekt überzeugt Salle Modulable: Jetzt steht’s fest

2 min Lesezeit 4 Kommentare 31.08.2016, 16:38 Uhr

Nach einer Infoveranstaltung zur Salle Modulable ist Jost Schumacher vom Projekt überzeugt. Was das neue Theater am See der Stadt Luzern bringen würde und worin Junker Jost dessen Notwendigkeit sieht.

Letzten Samstag war ich an einem Informationsanlass der Stiftung Salle Modulable eingeladen. Das war eine imposante Präsentation. Ich habe dort in einem Kurzfilm gesehen, wie vielseitig das Theater am See verwendet werden kann.
Und das mit modernster Technik, die es erlaubt, das Theater innert wenigen Stunden komplett zu verwandeln. Dies alles funktioniert automatisch. Sitzreihen verschieben sich über Stockwerke wie von Geisterhand ins Lager oder werden zu grösseren und kleineren Einheiten zusammengestellt.

Überzeugende Kurzinformation

Hubert Achermann hat namens der Stiftung eine sehr klare Kurzinformation herausgegeben, die überzeugt. Auf einfache Weise werden die komplizierten Zusammenhänge erklärt und illustriert.

Anwesend waren alle wichtigen Personen, wie Michael Häfliger vom Lucerne Festival. Er wies darauf hin, dass die Salle Modulable eine wichtige Ergänzung zum KKL ist. Luzern verliert, wenn das veraltete Theater nicht ersetzt wird. Eine Renovation ist nur eine halbe Sache. Die moderne Technik, die heute notwendig ist, kann dort nicht befriedigend eingebaut werden. Seine wirklich eindrücklichen Worte gaben den Anwesenden den Anstoss, sich für das Theater am See zu begeistern.

Luzerner Sinfonieorchester steht hinter dem «Theater am See»

Auch Herr Numa Bischof vom Luzerner Sinfonieorchester (LSO) erklärte, dass das Theater am See für das LSO sehr von Bedeutung ist. Eine Ablehnung durch die Parlamente im September dieses Jahres oder durch die Luzerner am 27. November 2016 wäre ein Rückschritt in den Bemühungen aller Beteiligten für eine Musikstadt Luzern, für gute Konzerte und die Ergänzung durch die darstellerische Kunst, wie Oper, Schauspiel, Freie Theater, Tanzszene sowie den Südpol.

Noch zusätzliche Räume fürs Theater

Was aber ganz wichtig ist – das Luzerner Theater sieht dem neuen Theater auch positiv entgegen. Ohne dass die Baukosten verändert werden müssen, können ca. 100 bis 200 m2 zusätzliche Räume geschaffen werden, die den Theaterleuten genügend Platz verschaffen, um sich auch längerfristig zu entfalten.

Dies ist eine sehr gute neue Ausgangslage für die Parlamente der Stadt und des Kantons Luzern, aber auch für die Luzerner, die dort einen Begegnungsort erster Güte erhalten. So wie es auch mit dem KKL geschaffen wurde.

Die Frage des Standortes beim südlichen Teil des Inseli ist ideal für ein öffentliches Gebäude wie das neue Theater. Der Schattenwurf ist sehr gering gemäss vorgelegter Studie. Die Bauhöhe wird sich später aus dem Architekturwettbewerb ergeben.

Meines Erachtens ist das Theater am See eine Notwendigkeit. Das einzig Richtige für die Zukunft von Luzern. Lassen Sie sich begeistern! Aufgrund dessen ist das Projekt es wert, sich dafür einzusetzen. Ich verweise auf den Link www.theateramsee.ch, wo Sie lesen können, wie sich jeder Einzelne einsetzen kann.

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4 Kommentare
  1. Beat Stocker, 03.09.2016, 14:32 Uhr

    Jetzt steht nur fest, dass Sie, lieber Junker Jost, mit diesem Blog den lustigsten Beitrag zum Thema geliefert haben, den ich je gelesen habe. Sie sind der Komiker der Salle Profitable. Gratulation!

    1. Beat Stocker, 03.09.2016, 14:35 Uhr

      PS: Der einzige Salle-Befuerworter mit intellektuellem Format ist Thomas Held (Interview auf z+ Ende August).

  2. Heiko Reinkober, 01.09.2016, 14:47 Uhr

    Luzern lebt ja bekanntlich nicht nur vom Tourismus sondern auch von qualitativ besonders hochwertiger Kultur. Dafür aber die Oasen für die Bevölkerung – wie eben die Inseliteile die nun zugepflastert werden sollen – zu opfern ist ein absolut fataler Denkfehler. In ebenjenem Teil aus dem nun die Luzerner Bevölkerung zugunsten von Hochkulturveranstaltunfen findet seit langen eine eigene und wichtige Volkskultur statt. Diese bringt Ruhr, Entspannung, Erholung und soziale Interaktionen für jedermann, jene halt eben nur Hochkultur für gut Zahlende. Das Inseli für eine Theaterkultur zu opfern ist/wäre ein fataler Schritt für die Stadt hin zu weniger Lebensqualität (und damit sozialer Desintegration, Unzufriedenheit, Mindereffektivität usw.) für alle und ein wenig Abendbespassung für Senioren. (Ich selber besuche sehr gerne Hochkulturveranstaltunfen und genieße auch sehr die extrem hohe Qualität ebenen er in dieser Stadt)

    1. Heiko Reinkober, 01.09.2016, 14:50 Uhr

      „Hochkulturveranstaltungen vertrieben werden soll“ hätte es heißen sollen

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