Baukredit für Notzimmer kommt in Zug an die Urne
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So soll das neue Gebäude im Göbli aussehen. (Bild: zvg)

6,9 Millionen Franken vorgesehen Baukredit für Notzimmer kommt in Zug an die Urne

2 min Lesezeit 24.02.2021, 06:16 Uhr

Zug benötigt in naher Zukunft rund dreissig Notzimmer. Diese sollen in einem Neubau im Göbli zu stehen kommen. Dafür bewilligt das Stadtparlament einen Baukredit von 6,9 Mio. Franken. Das letzte Wort haben die Stimmberechtigten.

Im Göbli möchte die Stadt ein sechsstöckiges Gebäude mit rund 30 Notzimmern für Einzelpersonen und Paare sowie zwei unabhängige Notwohnungen für Familien bauen (zentralplus berichtete). Mit dem Bezug des Neubaus im Göbli beabsichtigen die Sozialen Dienste den Betrieb der Notunterkünfte an eine geeignete Organisation auszulagern. Grund: Die Arbeit sei mit zunehmend komplexen Problemstellungen verbunden, die eine stärkere Unterstützung und Aufsichtsfunktion erfordern.

Für den Bau des Neubaus stellte der Stadtrat dem Grossen Gemeinderat einen Kreditantrag von 6,9 Millionen Franken, der an der Sitzung vom Dienstag zu einer längeren Debatte führte. Ursprünglich waren 4,5 Millionen Franken für das Projekt vorgesehen. In der Schlussabstimmung stimmte das Stadtparlament dem Beschlussentwurf mit 33:1 Stimmen bei 2 Enthaltungen zu, wie die Stadt Zug mitteilt.

Baustart im besten Fall: 2022

Der Baukredit von 6,9 Millionen Franken wird nun am 13. Juni den Stimmberechtigten der Stadt Zug an der Urne zur Genehmigung unterbreitet. Wird der Kredit angenommen, könnte im Frühjahr 2022 mit dem Bau der Notunterkunft begonnen werden. Es wird mit einer Bauzeit von zwei Jahren gerechnet.

Aktuell verfügt die Stadt Zug über Notunterkünfte in eigenen und angemieteten Räumlichkeiten an verschiedenen Standorten. Die betroffenen Menschen können maximal ein Jahr in einem Notzimmer unterkommen. Sie werden dabei unterstützt und aufgefordert, aktiv eine unbefristete Wohnlösung zu suchen, wobei sie ihre Bemühungen den Sozialen Diensten nachweisen müssen. Hauptziel ist die Stabilisierung der Lebenssituation, damit sich die Bewohnerinnen und Bewohner wieder neu orientieren können.

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