Neue Zuger Notzimmer werden massiv teurer
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So soll das neue Gebäude im Göbli aussehen. (Bild: zvg)

Für 7 Millionen Franken Neue Zuger Notzimmer werden massiv teurer

2 min Lesezeit 21.12.2020, 11:38 Uhr

Weil immer mehr Notzimmer in der Stadt Zug verschwinden, müssen dringend neue her. Die Stadt plant ein sechsstöckiges Gebäude, das von externen Organisationen betrieben wird.

Bis Ende 2024 verschwinden im alten Kantonsspital 18 Notzimmer für Einzelpersonen (zentralplus berichtete). Dann bleiben in der Stadt Zug lediglich noch vier weitere Zimmer, die für Frauen vorgesehen sind. Insgesamt rechnet die Stadt damit, dass mittelfristig 24 Zimmer fehlen werden. Im Göbli will sie deshalb ein Gebäude errichten, in dem 30 Notzimmer unterkommen sollen. Dies beantragt sie dem Grossen Gemeinderat.

Geplant ist ein sechsstöckiges Gebäude, das bei Bedarf um zwei weitere Stockwerke erhöht werden kann (zentralplus berichtete). Der Betrieb soll über eine externe Organisation laufen. Das ist aktuell nicht der Fall: Die Sozialen Dienste führen den Betrieb mit einem Mitarbeiter vor Ort und einer externen Reinigungsfirma. Wegen der immer komplexeren Problemsituationen der Betroffenen sei jedoch eine grössere Unterstützung nötig. Dieser Missstand führe derzeit zu Beschädigungen, Unordnung und manchmal auch zur Eskalation, die ein Eingreifen der Polizei oder Feuerwehr notwendig macht, schreibt die Stadt im Bericht.

Gesamtkosten fallen höher aus

Welche Organisation die Aufgaben künftig übernimmt, steht noch nicht fest. Derzeit ist man auf der Suche nach einer geeigneten Kandidatin. Dafür ist im Bericht festgehalten, wie das Innere des Gebäudes aussehen soll. Im 1. bis 5. Stock gibt es je sechs Zimmer mit einer Nasszelle und einem kleinen Balkon. Pro Stockwerk sind zudem zwei Duschen und eine Küche geplant, die gemeinsam genutzt werden. Die Zimmer selbst werden schlicht ausgestattet: Ein Bett, ein Tisch mit Stuhl und ein offenes Regal.

Ursprünglich waren 4,5 Millionen Franken für das Projekt vorgesehen. Doch wegen verschiedener Faktoren – etwa Beratungen in den Kommissionen – werden die Gesamtkosten neu auf knapp 7 Millionen Franken geschätzt. Diesen Kredit soll der Grosse Gemeinderat nun bewilligen. Der Plan sieht vor, dass das Volk am 13. Juni darüber abstimmen kann. Baubeginn soll im Frühling 2022 sein. Läuft alles nach Wunsch, kann das Gebäude Anfang 2024 bezogen werden.

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