Fast jeder zweite Luzerner ist zu schwer
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56 Prozent aller Männer im Kanton Luzern bringen zu viel auf die Wage. Bei den Frauen sind es nur 30 Prozent. (Bild: Adobe Stock)

Mehr Männer als Frauen betroffen Fast jeder zweite Luzerner ist zu schwer

2 min Lesezeit 1 Kommentar 30.07.2019, 07:00 Uhr

44 Prozent der Luzerner bringen zu viel auf die Waage. Das sagen neuste Zahlen. Besonders Männer sind von Übergewicht betroffen.

Viele Luzerner sind gemäss Body-Mass-Index (BMI) übergewichtig. Waren es 2007 noch knapp 36 Prozent der Luzerner, sind es zehn Jahre später 44 Prozent. Das berichtete am Dienstag die «Luzerner Zeitung».

Die aktuellen Zahlen berufen sich auf die Schweizerische Gesundheitsbefragung, die vom Gesundheitsobservatorium durchgeführt wurde.

Mehr Männer als Frauen betroffen

Besonders viele Männer sind von Übergewicht betroffen: Nämlich 56 Prozent. Bei den Frauen sind es nur 30 Prozent. Das sei insbesondere darauf zurückzuführen, dass mehr Frauen als Männer sich auf ihre Ernährung achten würden.

Natascha Potoczna ist Leiterin des Stoffwechsel-Zentrums der Klinik St.Anna. Sie wird wie folgt zitiert: «Gesellschaftlich gesehen ist das Bierbäuchlein des Mannes eher akzeptiert als die breiten Oberschenkel der Frau. Die Frauen haben daher einen grösseren Druck, sich um ihr Gewicht zu kümmern.»

Adipositas-Erkrankungen zugenommen

Wie der Luzerner Kantonsrat Roger Harstall im Bericht sagt, sei neben der männlichen Bevölkerungsgruppe auch diejenige der älteren Menschen betroffen. Je mehr ältere Leute es gebe, desto höher sei der Anteil an übergewichtigen Menschen.

Wesentlich hänge die Zunahme der Übergewichtigen mit dem stetigen Anstieg der Anzahl von Adipositas-Erkrankungen zusammen. Adipositas bedeutet, wenn der BMI einer Person höher als 30 ist. War davon 2007 jeder Elfte betroffen, ist es zehn Jahre später jeder Siebte. Adipositas kann gefährlich werden: Wer daran leidet, habe um ein mehrfaches höheres Risiko, an Diabetes, Krebs oder Arthrose zu erkranken, so Potoczna.

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1 Kommentare
  1. mebinger, 30.07.2019, 19:11 Uhr

    Ein Gesprächsfetzen hat mir bezüglich des Kampfs gegen das scheinbare Dicksein die Augen geöffnet. Es geht alles immer nur um Kontrolle. Zuerst zur Selbstkontrolle: Wer sich ab und zu was gönnt, wer ab und zu über die Stränge haut, hat keine Selbstkontrolle. Aber Selbstkontrolle ist die neue Lebensphilosophie unserer kranken Leistungsgesellschaft. Eine Mutter muss 5 Tage nach der Geburt wieder die Formen haben wie vor der Schwangerschaft, sonst hat sie sich nicht im Griff. Ein Mensch wird einzig und alleine nach seiner Produktivität beurteilt. Wer in unserer ökonomisierten Welt Formen zeigt, geniesst, sich ab und zu vergisst, ist nicht leistungsfähig und kann nicht führen also ist er kein gesellschaftlich sinnvoll einsetzbares Subjekt. Wer nicht dem Mainstream folgt. Der ist gefährlich. Er wird bestenfalls als Verschwörungstheoretiker belächelt, in der Regel, wird er zum Misfit und geächtet!
    Wer nicht dünn ist, verweigert sich der Gesundheitshysterie, verweigert sich der Manipulation durch die Konzerne. Er spielt nicht mit und das ist für die Gesellschaft gefährlich und dann kommt der zweite Aspekt: Wer sich der Selbstkontrolle nicht unterwirft, muss kontrolliert werden. Was passierte, wenn plötzlich alle selber entschieden, was gesund ist und was ihnen guttut, was ist, wenn die Selbstverantwortung plötzlich wahrgenommen würde? Und das betrifft nicht nur das Gewicht, es betrifft auch die Mode, die Gesundheitsindustrie und die Prävention im Allgemeinen. Dass geht nicht in unserer Gesellschaft, das muss unterbunden werden und da alle so denken, ist es auch nicht verwunderlich, das so wenig gegen den Überwachungsstaat unternommen wird. So gesehen ist Nicht-dünn-sein und ich rede hier nicht von Fettsucht ein politisches Statement. Ich bin nicht dünn, also bin ich.

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