Yannick Gauch wird Juso-Präsident

3 min Lesezeit 20.02.2016, 20:11 Uhr

Es ist ein Führungswechsel, aber kein Wechsel im Tonfall: Die Luzerner Jungsozialisten setzen auf eine neue Parteispitze. Und auch der neue Präsident findet klare Worte – er spricht von «perversen Abbaumassnahmen».

Die Juso hat gleich mehrere Wechsel an der Spitze erlebt.

Joël Mayo (Luzern) ist nach zweijähriger Amtszeit als Präsident der Juso Kanton Luzern zurück, das schreibt die Partei in ihrer Medienmitteilung. Auf ihn folgt der ehemalige Präsident der Juso Stadt Luzern, Yannick Gauch. Von ihren Vorstandsposten traten Luca Kaufmann (Luzern) und Joël Roth (Hochdorf) zurück. Wiedergewählt wurde Nadja Landolt (Luzern), sie übernimmt neu den Sitz für die Juso Stadt Luzern und folgt damit auf Luca Kaufmann. Auf Joël Roth folgt Moritz Amsler (Eschenbach), für den vakanten Sitz der Juso Amt Willisau. Livia Schmid (Sursee) wurde in ihrem Amt als Vorstandsmitglied bestätigt.

Neuer Präsident ist Yannick Gauch. Der 21-jährige Luzerner kommt aus der Stadt Luzern, ist gelernter Grafiker und arbeitet gegenwärtig als Politischer Sekretär bei der SP-Kanton Luzern. Gauch sagt: «Ich darf die Juso Kanton Luzern in einem sehr guten Zustand übernehmen. Ich bin sicher, dass wir in den nächsten Jahren gemeinsam grosses erreichen können. Gerade in Zeiten, in denen die bürgerlichen Parteien hemmungslos soziale Errungenschaften mittels perverser Abbaumassnahmen vernichten, muss die Juso noch stärker und noch aktiver werden.»

Neu im Vorstand ist der 20-jährige Moritz Amsler aus Eschenbach, der eine Lehre als Metallbauer abschloss und auf diesem Beruf arbeitet. Moritz Amsler: «Ich freue mich sehr auf die Arbeit im kantonalen Vorstand. Gerade die Entwicklungen in meiner Gemeinde Eschenbach zeigen auf, dass linke Politik verstärkt in die ländlichen Regionen des Kantons getragen werden muss. Zahlbare Mieten, bessere Anbindung an den öffentlichen Verkehr, das sind keine städtischen, sondern kantonale Themen.» Ebenfalls neu in den kantonalen Vorstand gewählt wurde der 27-jährige Krienser Einwohnerrat und Architekt Yasikaran Manoharan. Manoharan: «Die Agglomerationen haben das grösste Potenzial für die Juso. Der bürgerliche Leistungsabbau und der zunehmende Konservatismus der bürgerlichen Parteien zieht klar an den Bedürfnissen der Bevölkerung vorbei.»

Rückblick auf ein durchzogenes Jahr

Alt-Präsident Joël Mayo habe seinen Abschied für einen Rückblick auf das vergangene Jahr sowie seine Amtszeit als Präsident genutzt, schreibt die Juso. «Der störende Punkt ist und bleibt der Verlust unseres Mandates im Kantonsrat. Auf parlamentarische Erfolge darf sich die Juso aber sicherlich nie reduzieren lassen. Was zählt sind vor allem unsere Erfolge in der Opposition zu einem Parlament und einer Regierung, welches unsere Werte und Ideale nicht vertritt.» Die Juso habe in zwei Jahren die Referenden gegen das Stipendien- und Universitätsgesetz ergriffen, habe die Klage am Bundesgericht gegen das neue Polizeigesetz entscheidend vorangetrieben und habe die Rechtsextremen in Sempach «einmal mehr zur Weissglut getrieben. Wir sind die junge Kraft, welche der Repression, der Sparwut, Hass und Hetze kompromisslos entgegentritt. Das werden wir auch in Zukunft und umso entschlossener tun.»

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